Frage um künftige Organisation offen  

Fällt das Wasserburger Weinfest 2019 aus? 

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Bleiben die Weingläser im kommenden Jahr leer? Die Frage um die Organisation des Weinfestes in der Altstadt ist noch unbeantwortet. 
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Wasserburg - Das Weinfest im Herzen der Altstadt lockt jedes Jahr Tausende von Besucher an. Dass alles reibungslos verläuft, dafür sorgen die Veranstalter und Organisatoren - doch denen wächst die damit verbundene Arbeit über den Kopf. 

Der Vorstand des Tourismusvereins Wasserburg gibt die Organisation des bei Jung und Alt beliebten Festes ab. Das wurde bei der Nachbesprechung des Weinfests 2018 deutlich. 

Zu wenig Unterstützung von den Wirten 

Vorsitzende Claudia Rahlf und ihre Stellvertreterin Barbara Teichmann vertreten die Meinung, das Weinfest sei schon immer das "Fest der Altstadtwirte" gewesen und in deren Hände wolle man nun auch die Organisation zurückgeben. Bisher hätten die Verantwortlichen von Seiten der Wirte zu wenig Unterstützung und Einsatz gesehen. Man stehe 2019 - falls es denn überhaupt ein Weinfest gebe - höchstens beratend zur Seite.  

Die Aufgabe des Tourismusvereins sei eine andere, als ehrenamtlich das gesamte Jahr über ein Fest zu organisieren, das wenigen Wirten finanziell zugute kommt und dem Verein höchstens eine schwarze Null bringe. Zudem bringe so eine Veranstaltung Hürden und Auflagen wie das Sicherheitskonzept mit sich. 

Organisation zu viel Aufwand für Altstadtwirte? 

Andrea "Drella" Bauerfeind-Christandl war ebenfalls bei der Nachbesprechung dabei und kann die Kritik der bisherigen Veranstalter durchaus nachvollziehen. Von 22 mitwirkenden Wirten beim Weinfest würden sich nur einige wenige engagieren. 

Aber sie stellt als Wirtin des Café Centrals in der Herrengasse auch klar: "Wir wollen uns das Weinfest nicht zusätzlich ans Bein binden! Eher sagen die Wirte das Fest ab. Denn wenn man es wirklich gescheit aufziehen will – so wie der Tourismusverein es tat -  ist das mit einem sehr großen Aufwand verbunden. Den stemmt keiner von uns zusätzlich zum Tagesgeschäft.

Es sei so schon schwierig, betont sie in Bezug auf die Auflagen wie Sicherheitsfragen, notwendige Papier oder Security-Einsatz, die bei solchen Veranstaltungen immer mehr würden. "War es früher ein Treffen, bei dem die Auswahl der Weine im Vordergrund stand, sind es heute vier Treffen.

WFV: "Mit ehrenamtlichen Tätigkeiten sind wir schon am Limit" 

"Drella" Bauerfeind-Christandl könnte sich "gut vorstellen", dass das Wasserburger Weinfest im kommenden Jahr eine Pause einlege. "Ich sehe es nicht, dass wir Wirte das selber organisieren."

Und wie sieht es mit dem Wirtschafts-Förderungs-Verband (WFV) aus? "Solange die Stadt nicht mit einer konkreten Anfrage auf uns zukommt, kann ich in punkto künftige Organisation Weinfest nichts sagen", erklärt Vorstand Moritz Hasselt auf Nachfrage der Redaktion. "Mit dem, was der WFV in Wasserburg auf die Beine stellt, sind wir was den ehrenamtlichen Aufwand anbelangt eigentlich schon am Limit." 

Kein Weinfest im kommenden Jahr? 

50 Jahre wurde das Weinfest in diesem Jahr. Die Bilanz: Ein extremer Zulauf. 10.000 Besucher tummelten bis in die frühen Morgenstunden in den Gassen der Altstadt. Heuer spielte auch das Wetter mit einer traumhaft warmen Sommernacht mit - das kann sich aber schlagartig ändern, denn wer sitzt schon gerne bei Regen draußen? 

Findet sich keiner, der die Organisation des Weinfests federführend in die Hand nimmt, sieht es düster aus für die traditionell am letzten Juli-Samstag stattfindende Veranstaltung. Ob die Frage der Organisation geklärt werden kann, wie und ob es 2019 weitergeht mit dem "Fest mit Freunden" in Wasserburg steht aktuell noch in den Sternen.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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