Neubewertung der Altstadtbahnreaktivierung in Wasserburg 

Weiteres Schreiben an Ministerium? Für Kölbl: "Haarspalterei"

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Soll die S-Bahn künftig nur bis zum Bahnhof in Reitmehring fahren - oder möglicherweise bis zur Stadt Wasserburg? 
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Wasserburg - Eine kurzweilige aber hitzige Debatte löste ein Antrag der Grünen in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses aus: Es ging um die Neubewertung der Altstadtbahnreaktivierung durch das Ministerium. 

Das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr lasse seit kurzem 28 mögliche Schienenverkehrsprojekte für den Großraum München näher untersuchen und fachlich begutachten

Konkret gehe es in dem Antrag der Grünen darum, ob im Rahmen des Maßnahmenpakets auch eine optionale Weiterführung bis Wasserburg Stadt möglich sei. Bisher sei geplant, dass die künftige S-Bahn anscheinend nur bis zum Reitmehringer Bahnhof fahren soll. 

Schreiben liegt Ministerium bereits vor

Bürgermeister Michael Kölbl erklärte, er verstehe den Antrag der Stadtratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen auf Neubewertung der Altstadtbahnreaktivierung durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr nicht ganz. 

"Am 25. September des vergangenen Jahres haben wir ein ähnliches Schreiben an das Ministerium gesandt. Durch die Neuverteilung der Posten - damals war noch Staatsministerin Ilse Aigner zuständig - wurde das Schreiben aber wohl übersehen. Weil keine Antwort kam, habe ich das Schreiben vor zwei Wochen nochmal geschickt - diesmal an den neuen zuständigen Minister Dr. Hans Reichhart. Ich bin der Meinung, der Inhalt meiner Schreiben deckt sich mit dem eures Antrags", betonte Kölbl in Richtung Antragsteller Christian Stadler. 

Der dankte dem Bürgermeister zwar für die Ergreifung der Initiative, hob jedoch hervor, dass ihm dieses Schreiben im Wortlaut nicht bekannt sei, weswegen der Antrag "alleine deshalb nicht aus der Luft gegriffen" sei. 

Der Grünen-Abgeordnete erklärte den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses: "Der Unterschied zu den Schreiben liegt darin, dass in unserem Antrag die Bitte auf Neubewertung im Fokus steht und bei Ihrem Schreiben die Frage, ob eine Neubewertung möglich sei. Die Bitte, dass das gemacht werden soll, hat ein ganz anderes Gewicht - erst recht, wenn dem Ganzen ein Beschluss eines städtischen Gremiums vorausgeht." 

Kölbl: "Mit einer Antwort ist zu rechnen" 

Dies sah Kölbl nicht so: "Ich halte eure Argumentation für Haarspalterei und ich darf an dieser Stelle schon ein wenig schmunzeln, für mich ist das Wortwahlklauberei um Frage oder Bitte. Wir sind ja nicht auf der Brennsuppn daher geschwommen. Das Schreiben ist raus und ich sehe keinen Grund, ein drittes zu verfassen. Wir stehen in Kontakt mit dem Ministerium und mit einer Antwort ist zu rechnen."

Mit einer Gegenstimme, der von Christian Stadler, entschieden die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses schließlich, dass es kein weiteres Schreiben diesbezüglich an das Ministerium geben werde. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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