Haushaltsplan 2019 einstimmig verabschiedet 

Finanziell geht's wieder steil bergauf: "Willkommen im Schlaraffenland"  

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Finanziell gesehen geht es nach einer kurzen aber heftigen Durststrecke wieder bergauf bei der Stadt Wasserburg. 
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Wasserburg - Die finanzielle Durststrecke in der Innstadt ist vorbei. Das verkündete Stadtkämmerer Konrad Doser bei der Vorstellung des Haushalts 2019 in der Stadtratssitzung vom 31. Januar. 

Das Motto "Willkommen im Schlaraffenland" passe laut Doser zum diesjährigen Haushaltsjahr in Wasserburg. "Er erfüllt fast alle Wünsche, noch bevor sie ausgesprochen sind", witzelte der Kämmerer. 

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Die Stimmung im Ratssaal am 31. Januar zur Haushaltssitzung wirkt direkt harmonisch. Und das obwohl vor einem halben Jahr noch Sparzwang herrschte. Den Gürtel deutlich enger schnallen, Projekte schieben oder ganz verzichten - das war der Inhalt der Haushaltslage 2017 und 2018. Zu allem Verdruss kam dann noch die Haushaltssperre im Juni 2018, die aber nach drei Monaten wieder aufgehoben werden konnte

Nach 26 Jahren gibt es wieder Schlüsselzuweisungen 

"Der Haushalt 2018 war einer der schwierigsten der letzten Jahre", räumte der Kämmerer ein. Weil die Gewerbesteuereinnahmen mit einem Minus von vier bis fünf Millionen weit unter dem üblichen Level blieben, musste die Stadt die Notbremse ziehen

Jetzt gehe die Entwicklung wieder in Richtung der fast schon gewohnten neun bis zehn Millionen Euro: Stadtkämmerer Doser setzt für 2019 vorsichtige 11,5 Millionen an - allem Anschein nach erwarte er nämlich noch Nachzahlungen von drei Millionen Euro. 

Der Einkommenssteueranteil liegt erstmals über acht Millionen Euro. Sogar mit einer Schlüsselzuweisung von 1,5 Millionen Euro darf Wasserburg rechnen. Die gab es 2018 und in den Jahren davor nicht. "Wir rechnen heuer mit Schlüsselzuweisungen, weil die Steuerkraft zurückgegangen ist. Die letzte Schlüsselzuweisung erfolgte tatsächlich im Jahr 1992 in einer Höhe von 14.000 Mark", erklärte der Kämmerer. 

Dafür liegt die Kreisumlage bei gerade mal 5,5 Millionen Euro - da sie sich auf die Zahlen von vor zwei Jahren beziehe. 

Zusammenfassend beläuft sich das Gesamt-Haushaltsvolumen der Stadt Wasserburg auf 57.387.400 Euro, der Verwaltungshaushalt beträgt 40.300.000 Euro und und 17.087.400 Euro fallen auf den Vermögenshaushalt.

Der Schuldenstand liegt bei 6,1 Millionen Euro

Diese Investitionen stehen in Wasserburg nun an: 

7,2 Millionen Euro stehen der Stadt 2019 für Investitionen zur Verfügung, denn es gebe mehr Einnahmen denn Ausgaben. Auch wenn es sich heuer nicht um "große Brocken" handle, so könne die Stadt auch kleinere Projekte endlich angehen. 

7,6 Millionen gehen aus dem Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben erfasst sind, in den Vermögenshaushalt. In diesem finden sich sämtliche Investitionen der Stadt:

  • Einiges an Geldern fließt in den Sportplatz samt Diskusanlage am Badria, der außerdem mit Flutlicht aufgewertet werden soll. Auch dem Altstadt-Sportplatz stehe eine Sanierung bevor. 
  • Viel Geld bekommen die Feuerwehren Attel-Reitmehring und Stadt Wasserburg. Für beide sind neue Fahrzeuge für rund eine halbe Million Euro vorgesehen. Auch eine Drehleiter ist in der Planung enthalten. Für die Stadtfeuerwehr könne endlich die Planung für das neue Gerätehaus für rund vier Millionen Euro vorangetrieben werden, dessen Grundstück bereits gekauft sei. Eine Million Euro bleibt für das Reitmehringer Gerätehaus übrig - jedoch erst ab 2020.
  • Nächster Kostenpunkt: Das neue Baugebiet südlich der Schmiedwiese in Reitmehring, dessen Parzellen bereits vergeben aber noch nicht verkauft seien. Dort seien 1,2 Millionen Euro für Straßen- und Kanalbauarbeiten bereitgestellt. 
  • Kanalbauarbeiten seien auch in der Megglestraße in Reitmehring vorgesehen.
  • Für Hochbaumaßnahmen wie dem Bau der sozialen Wohnungen in der Ponschabaustraße sei ebenfalls Geld da. 
  • Auch das Schöpfwerk am Riedener Weg wird saniert und erweitert - für insgesamt 2,8 Millionen Euro. 
  • Die Sanierung der Stadtmauer sei freilich auch im Finanzplan integriert - die millionenschweren Arbeiten beginnen jedoch erst 2020.

Der Haushalt 2019 sowie der Finanzplan für die Stadt Wasserburg wurde einstimmig beschlossen. Die Haushaltsreden der Fraktionssprecher können Sie hier nachlesen. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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