Stadt Wasserburg und Band äußern sich

"Raccoons" beim Altstadtspringen einfach den Saft abgedreht?

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Wasserburg am Inn - Ein Konzert der Band "Raccoons" beim Altstadtspringen wurde vorzeitig beendet. Die Band findet das unfair, die Stadt sieht sich im Recht.

Kalte Temperaturen und teils schwere Regenschauer: Schlechter hätte es das 2. Altstadtspringen in Wasserburg am Samstag (11. Mai) nicht treffen können. Dennoch war die Resonanz überwiegend äußerst positiv auf das in der Region einzigartige Ereignis. 

Raccoons: Auftritt wurde schlagartig beendet

Doch bei der Band "Raccoons" aus Rott am Inn hat der Ablauf bei ihrem Auftritt am Samstag Unmut hinterlassen. Eigentlich sind sie vor allem gerade überglücklich, dass sie bei "Rock im Park" auf der Lidl Rock Store Bühne spielen dürfen. Allerdings sehen sie sich unschön behandelt. 

"Aufgrund der Wetterverhältnisse wurde unser Gig um zwei Stunden nach vorne verschoben, allerdings um 21 Uhr schon wieder schlagartig durch einen Herrn vom Stadtrat beendet und das trotz einer Genehmigung", so die Band auf Facebook. "Bis 23 Uhr wäre aber eigentlich Spielzeit gewesen! Wir sollten sofort ohne Diskussion die Anlage abschalten."

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Band: Nicht übermäßig laut

Natürlich sei eine Rockband oder grundsätzlich Livebands laut, allerdings sei die Lautstärke auch nicht übertrieben gewesen, was ihnen auch von den Besuchern bestätigt worden sei, da man sich noch unterhalten habe können. "Wir finden es einfach nur traurig und es spiegelt auch wieder das bekannte Bild vom Wasserburger Nachtleben wieder. Toleranz herrscht auch nur wenn es von beiden Seiten kommt und nicht nur einseitig geschieht." 

Besonders störe es sie, so die Band auf Nachfrage der Redaktion, dass wenn sie zu ihrem regulären Termin auf der Bühne erschienen wären, dieser besonders kurz ausgefallen wäre. "Der Abbruch erfolgte dann mitten in einem Lied, das fanden wir unschön." 

Stadtverwaltung äußert sich

Die vollständige Stellungnahme der Stadtverwaltung hier im Wortlaut

Auf Nachfrage äußerte sich auch die Wasserburger Stadtverwaltung zu dem Vorfall. Sowohl sie als auch die Polizei hätten mehrere Beschwerden von Anwohnern über die Lautstärke des Auftritts der Band erreicht. Vor Ort habe sich der Eindruck einer übermäßigen Lautstärke auch bestätigt. Die Band sei sowohl vom Veranstalter als auch einem anwesenden Vertreter der Stadtverwaltung mehrfach um eine Reduzierung der Lautstärke gebeten worden. Sie hätten sich vor Ort damit gerechtfertigt, dass sie für ihren Auftritt eine Genehmigung hätten.

"Korrekt ist, dass die Stadt Wasserburg die Gestattung eines vorübergehenden Gaststättenbetriebs erteilt hatte." Dies unter der Auflage, dass Lärmschutzregeln einzuhalten seien. "Insbesondere aber, dass Musikdarbietungen unter freiem Himmel bis 24 Uhr zulässig waren, wenn eine übermäßige Belastung der Allgemeinheit, insbesondere der Nachbarschaft, ausgeschlossen ist." Sonst müsste ein Konzert abgebrochen werden. 

"Über die Art der Musikdarbietungen wurde die Stadtverwaltung im Vorfeld nicht in Kenntnis gesetzt. Insofern konnte hierzu auch keine Genehmigung ergehen."

Stadt: Kein Stecker gezogen

Die Verantwortlichen der Band hätten dies durch den Vertreter der Verwaltung mitgeteilt bekommen und auch zur Kenntnis genommen und versprochen, nach einem weiteren Lied aufzuhören. "Ein Stromstecker oder sonstiges, wie in der Presse zu lesen war, wurde zumindest vom Vertreter der Stadtverwaltung nicht gezogen." Die Beendigung des Auftritts sei ausschließlich auf Veranlassung der Verantwortlichen der Rockband erfolgt. 

Quelle: wasserburg24.de

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