Auch die Hofstatt-Sperrung in Wasserburg wurde angeschnitten 

ISEK-Verkehrskonzept: Keine konkreten Ergebnisse

Engstellen wie hier am Marienplatz gibt es in Wasserburg viele. Auch die behinaltet die ISEK-Verkehrsbroschüre.
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Engstellen wie hier an der Tränkgasse am Marienplatz gibt es in Wasserburg viele. Auch die behinaltet die ISEK-Verkehrsbroschüre.

Wasserburg - Wie entwickelt sich der Verkehr langfristig in der Innstadt und wie kann er positiv beeinflusst werden? Diese zentrale Frage beschäftigt den Stadtrat weiter. 

In der Sondersitzung des Stadtrats zum Thema Verkehr im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts - kurz ISEK - stellte Planer Robert Ulzhöfer die Ergebnisse aus zwei Jahren Forschung vor. 

Ein "heißes Thema in Wasserburg" - das sich jedoch an diesem Abend eher ergebnislos und ohne konkrete Lösungen darstellte, wie Bürgermeister Michael Kölbl gegenüber wasserburg24.de verriet. "Dennoch ging der Beschluss zur ISEK-Broschüre und dem dazugehörigen Verkehrskonzept einstimmig durch, damit können wir nun weiterarbeiten." 

Ob ÖPNV und stündlicher Busverkehr unter Betrachtung der Reaktivierung der Altstadtbahn, ein neues Parkhaus südlich der Altstadt, Vorteil Radfahr-Verkehr, verkehrstechnische Engstellen auf der Insel sowie Entschärfung von Gefahrenpunkten wie dem Brucktor oder der Tränkgasse, ruhender Verkehr und Fußgänger oder die Umfahrung wie über die Rampe - Ulzhöfer rückte ein weiteres Mal die altbekannten Ziele und Handlungsfelder der Verkehrsdebatte in den Fokus. 

Debatte um Hofstatt-Sperrung nur angeschnitten 

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann zeigte sich dennoch zufrieden mit der knapp zweistündigen Sitzung am Montagabend des 24. Septembers im Rathaus. "Es wurde gut diskutiert und der Stadtrat war sich einig, dass wir nicht gegeneinander arbeiten, sondern die Stadt langfristig weiterentwickeln wollen. Wir sind offen für neues, haben nun aber einen Leitfaden durch die ISEK-Broschüre, an den wir uns halten können. Wir wissen ja nicht, wie sich der Verkehr der Zukunft entwickelt." 

Und die Ziele, die die Broschüre beinhalte, seien schließlich nicht in Stein gemeißelt: "Der Rat behält sich die Möglichkeit vor, die Prioritäten jederzeit neu setzen zu können. Damit können wir die nächsten zehn bis zwanzig Jahre angehen." 

Die Debatte um die aktuelle Forderung der Sperrung der Hofstatt sei zwar laut Herrmann im Rahmen der Verkehrssitzung angeschnitten, aber nicht explizit in punkto Lösungsfindung diskutiert worden. "Dieses heikle Thema wird uns in einer der kommenden Sitzungen beschäftigen", so die Stadbaumeisterin abschließend. 

Wie geht es nun weiter?

Der Billigungsbeschluss wurde ohne Gegenstimme abgesegnet, etwaige Rückmeldungen werden noch in die bestehende ISEK-Broschüre eingearbeitet

Im November werde noch einmal eine Bürgerveranstaltung stattfinden, in der die Ergebnisse des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts sowohl aus städtebaulicher Sicht als auch zum Thema Verkehr, zusammengefasst und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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