Pressemeldung Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Ortsverband Wasserburg

Große Unfallgefahr: Motorradsaison startet wieder

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Wasserburg - Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Motorradsaison - und damit häufen sich leider auch die Unfälle auf der Straße. Die Johanniter erklären deshalb die Gefahren:

Das frühlingshafte Wetter lockte in den letzten Tagen bereits einige Motorradfahrer auf die Straße, am 1. März starten dann auch viele Fahrer mit Saisonkennzeichen. Zum Anfang der Motorradsaison sind die Gefahren enorm – jedes Jahr ereignen sich dann viele schwere Unfälle. 

Robert Wallner von der Johanniter-Motorradstaffel erklärt die derzeitigen Gefahren: „Durch den vielen Schnee gibt es in schattigen Gebieten jede Menge Schmelzwasser, das die Straße nicht nur nass macht, sondern das auch Split oder Erdreich auf die Straße spült. Die Sturzgefahr ist jetzt sehr hoch.“ 

Mehr als die Hälfte aller Motorradunfälle werden von Autofahrern verursacht. Wallner weiter: „Autofahrer müssen sich nach den Wintermonaten erst wieder an die leicht zu übersehenden Motorräder gewöhnen. Ein Schulterblick beim Spurwechsel kann viele Unfälle vermeiden. Ganz wichtig ist, dass Autofahrer vor dem Abbiegen oder beim Spurwechsel rechtzeitig blinken. Für Motorrad- wie Autofahrer gilt: Auf kurvigen Straßen unbedingt auf der eigenen Spur bleiben." 

Typische Verletzungen bei Motorradunfällen sind Knochenbrüche, schwere Hautabschürfungen oder Nervenverletzungen, die zu Lähmungen führen können. Deswegen sollte jeder Motorradfahrer in jedem Fall geeignete Schutzkleidung tragen. „Eine normale Jeans bietet bei einem Unfall nicht mehr Schutz als die nackte Haut. Wichtig ist, dass die Protektoren richtig und fest sitzen. Das Schuhwerk sollte auch die Knöchel schützen“, so der Experte der Johanniter. 

Helm muss bei Bewusstlosigkeit von Ersthelfern abgenommen werden 

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Motorradunfall kommt, muss ein Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Dann ist es zwingend nötig, dass er dem Motorradfahrer bei Bewusstlosigkeit den Helm abnimmt. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Verletzte nicht an Erbrochenem oder seinem eigenen Blut erstickt. Ist eine weitere Person am Unfallort, sollte sie assistieren, indem sie Hals und Kopf waagerecht hält. 

Anschließend sollte der Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden, auch wenn er an der Wirbelsäule verletzt sein könnte. Dann wird die Notrufnummer 112 gewählt. Wer so handelt, rettet Leben. Die Johanniter empfehlen daher eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. Unter www.johanniter.de/wasserburg gibt es weitere Infos und Kurstermine.

Pressemeldung Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Ortsverband Wasserburg

Quelle: wasserburg24.de

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