Schlechte Nachrichten für Nachtleben

"Nacht der blauen Wunder" ab sofort nicht mehr in Wasserburg 

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2017 wurde im Roten Turm noch gerockt bei der "Nacht der blauen Wunder" - Bilder wie diese gehören von nun an in Wasserburg der Vergangenheit an. 
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Wasserburg - Die Hiobsbotschaften in punkto Nachtleben in der Innstadt nehmen kein Ende. Nun wird es künftig keine "Nacht der blauen Wunder" mehr geben. 

Die Veranstalter der "Nacht der blauen Wunder", die "Sinnflut"-Kultur-GmbH, haben sich dazu entschieden, Wasserburg von jetzt an nicht mehr als Austragungsort für ihre Konzertnacht in den Altstadt-Lokalen auszuwählen. Das berichtet die Wasserburger Zeitung am Freitag. 

Mangelnde Teilnahme von Gaststätten und ein Rückgang der Besucherzahlen seien für diese Entscheidung ausschlaggebende gewesen. Im Jahr 2014 spielten noch 14 Bands in 14 Lokalen in Wasserburg, 2015 waren es zehn. Zum Schluss haben nurmehr sieben Lokale teilgenommen, obwohl Wasserburg mit der vielseitigen Kneipen- und Cafészene optimal geeignet wäre für die Konzertnacht. 

2016 fiel das Event schon einmal aus - aus mangelnder Teilnahme an Lokalen. Dennoch folgte 2017 das Comeback. Jetzt aber wurde wohl ein Schlussstrich in Wasserburg gezogen. Finanziell gesehen sei die endgültige Absage der "Nacht der blauen Wunder" an die Stadt die einzig richtige Wahl für die Veranstalter gewesen. 

Wer die Konzert-Nacht in der Region nicht verpassen möchte, der hat dennoch die Wahl, am 13. Oktober in Erding, am 20. Oktober in Rosenheim und am 10. November in Dorfen die "Nacht der blauen Wunder" zu besuchen. 

Wohin entwickelt sich Wasserburg in punkto Veranstaltungen? 

Die "Nacht der blauen Wunder" ist nicht das einzige Event, das Wasserburg den Rücken zukehrt. Auch das bei Jung und Alt beliebte Weinfest, das heuer mit 10.000 Besuchern und einer traumhaften Sommernacht einen Rekord verbucht hat, steht auf der Kippe. Der Grund: Die Wirte würden zu wenig Eigeninitiative zeigen, dem Tourismusverein wachse die alleinige Organisation über den Kopf. 

Und für das junge Partyvolk aus Stadt und Altlandkreis gibt es ebenfalls nicht mehr viele Alternativen in Wasserburg. Inhaber der Disco "Universum", Hans Enzinger, kämpft schon seit Jahren darum, dass die Kultdisco  in der Alkorstraße wieder ins Leben gerufen wird. Hier liegt der Hund bei den strengen Brandschutzvorgaben begraben. 

Dagegen kann in der Hofstadt im Herzen der Altstadt wohl ein kleines Erfolgserlebnis verbucht werden: Mery Zielke hat im August in der ehemaligen Kneipe "Café Hofstatt" die Bar "Merylou" eröffnet. 

Ersten Einschätzungen der jungen Wasserburgerin zufolge laufe der Betrieb gut. "Wir hatten schon mehrere schöne Abende und haben sehr nette Leute kennen gelernt. Es gibt auch schon den ein oder anderen Stammgast", erzählt Mery zum aktuellen Stand. Probleme mit Nachbarn in Bezug auf Lärm oder Unruhen habe es bisher keine gegeben

Ihre Meinung zur Entscheidung der Veranstalter: 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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