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Staunende Kinder in Wasserburg

Nikolo bum bum: Was Carl-Heinz Hartmann in seinen zehn Jahren als Nikolaus erlebt hat

Carl-Heinz Hartmann ist seit 2011 der Nikolaus für die Wasserburger.
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Carl-Heinz Hartmann ist seit 2011 der Nikolaus für die Wasserburger.

Zum 10. Mal schlüpft Carl-Heinz Hartmann für die Wasserburger Kinder und Erwachsenen in die Rolle des Nikolaus. Was ihn motiviert und schon zum Schmunzeln brachte.

Wasserburg – Zur Freude aller Kinder und Erwachsenen wird am 9. Dezember nach zwei Jahren Corona-Pause wieder der Wasserburger Nikolaus durch die Altstadt ziehen. Hinter dessen perfekt gestyltem Bart verbirgt sich seit 2011 Carl-Heinz Hartmann, der mit Leidenschaft heuer zum 10. Mal in die Rolle des freundlichen Bischofs schlüpft, um für leuchtende Kinderaugen zu sorgen. Auch der Prolog des Engerls bei der Eröffnung des Christkindlmarktes stammt traditionsgemäß aus Hartmanns Feder.

Echter Bart, aber falsche Haare

„Kinder sind für mich die Hauptpersonen!“ betont Hartmann, befragt nach seiner Motivation immer wieder in das Bischofskostüm zu schlüpfen und auf seiner Tour über den Christkindlmarkt Geschenke zu verteilen. Gerne geht er auch dabei in die Knie, um auf Augenhöhe mit den Kleinen zu sprechen, auch auf die Gefahr hin, dass ihn ein Knirps am angeklebten Bart zieht. Dass ein Vater seinem neugierigen Sohn schon mal nach einer solchen Aktion erklärt habe, der Bart sei echt, nur die Haare seien fasch, amüsiert Hartman besonders. Denn die weißen Haare sind seit Jahren dank des Geschicks seiner Frau jedes Mal perfekt befestigt und ein Teil davon tatsächlich echt.

Keine Angst vor dem Kramperl

Schmunzelnd erzählt er auch von Erlebnissen mit ihm namentlich bekannten Kindern die ihn, persönlich angesprochen, nicht erkannten. Woher er denn das alles wisse, beantwortet er dann schon mal mit: „Der Nikolaus weiß alles. Ich habe ja meine Engerl, die mich informieren.“ Staunende Gesichter beflügelten ihn dann immer wieder, weiter zu machen, so Hartmann. Wichtig ist ihm, dass auch kein Kind Angst vor dem Kramperl hat, der ihn mit Perchtenmaske begleitet. Das Team soll Vertrauen und Freundlichkeit ausstrahlen, ist das Ziel.

Angefangen habe alles, als er sich im Sommer 2011 mit Vertretern von Wirtschaftsförderungsverband und Theaterkreis getroffen habe, um für den Christkindlmarkt eine neue Attraktion zu schaffen. Da damals von Realschülern auch das Weihnachtsstück „IA, Muh und Mäh“ öffentlich aufgeführt wurde, kam man auf die Idee, einen echten Nikolaus mit Engelbegleitung in einer Kutsche vorfahren zu lassen. Auch sollte eins der Engerl einen Prolog zusammen mit dem Bürgermeister bei der Eröffnung des Christkindelmarktes sprechen. Diese Rolle fiel damals Katharina Kohlmann zu, die für die erkrankte Sophia Jung spontan einspringen musste, erinnert Hartmann sich. Die Rolle des Nikolaus und das Prolog-Schreiben blieben in der Folge seine Aufgabe

Einmal hat er einen Korrekturvorschlag bekommen

Seine weihnachtlichen Vorbereitungen beginnen im Übrigen bereits im Sommer. Bei Sonnenschein auf der Terrasse, die Füße in einem kühlen Schaffl Wasser, da kommen ihm die besten Ideen, verrät er. Und 2018 habe er gar schon beim Weinfest das passende Weihnachtsengerl gecastet.

Seit vielen Jahren verteilt Carl-Heinz Hartmann als Nikolaus Geschenke auf dem Christkindlmarkt. 

Ist so ein Prolog dann fertig, bekommt nur der Bürgermeister einen Entwurf zur Durchsicht, denn was da vom Engerl auswendig verkündet wird, bleibt bis zum letzten Tag geheim. Zurückbekommen habe er nur 2018 einmal einen Korrekturvorschlag, schmunzelt Hartmann. Da habe Michael Kölbl angemerkt, die Passage mit „der hohe Herr von oben“, solle er ändern, nicht, dass jemand meine, der Bürgermeister auf dem Balkon sei damit gemeint.

Aufhören will er mit seiner geliebten Aufgabe nicht so schnell, dazu macht ihm das Theaterspielen zu viel Spaß. In der Rolle des Nikolaus versucht er allerdings, so echt wie möglich rüberzukommen. Eins jedoch ärgert ihn gewaltig, nämlich wenn ihn jemand als Weihnachtsmann anspricht oder bezeichnet.

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