Saniertes Gebäude in der Burgau als "Übergangslösung"

Platz für 80 Asylbewerber: So sieht die Gemeinschaftsunterkunft aus

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Die sanierten Räume in der Gemeinschaftsunterkunft in der Burgau sind vorzugsweise für Familien mit Kindern gedacht.
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Wasserburg - Am Mittwochabend konnten sich die Wasserburger und alle Interessierten beim Tag der offenen Tür einen Eindruck über die neue Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber verschaffen. Daten und Fakten zu Wasserburgs erster "GU": 

Am Donnerstag, 23. Februar, beziehen die ersten 12 Asylsuchenden die sanierten Räumlichkeiten in der Burgau. "Die Bewohner kommen aus unterschiedlichen Ländern", erklärt Petra Dubbert von der Regierung von Oberbayern. 

Asylbewerber sollen schnell Anschluss finden 

Sie sei ein Fan davon, die Menschen gemischt in einer Gemeinschaftsunterkunft unterzubringen. "Damit vermeiden wir eine sogenannte 'Insel' mit nur einer Nationalität. Kommen die Bewohner z.B. aus Nigeria, Syrien und Eritrea, so müssen sie sich auf eine Sprache - Deutsch oder Englisch - einigen und finden schneller Anschluss."

Gedacht seien die sanierten Räumlichkeiten vorzugsweise für Familien mit Kindern. Das Ziel sei eine "bunte Mischung in allen Unterkünften" zu erreichen - die Burgau solle dabei mit gutem Beispiel voran gehen. "Künftig wird es in allen neuen Gemeinschaftsunterkünften einen Tag der offenen Tür als Angebot für Nachbarn und Interessierte geben", so Dubbert.

Die künftigen Bewohner der Wasserburger Gemeinschaftsunterkunft waren bisher in Traglufthallen oder Erstaufnahmestellen untergebracht. Alle befinden sich aktuell im laufenden Asylverfahren. "Sobald sie anerkannt sind, sollen sie wieder aus der 'GU' ausziehen und sich selbstständig eine Wohnung suchen", erklärt Dubbert. Das Gebäude diene nur als "Übergangslösung". 

Die Wasserburger begutachteten die Räumlichkeiten in der neuen Unterkunft für Asylbewerber.

Sanierungsarbeiten der alten Käserei

Das Gebäude in der Anton-Woger-Straße 10 wurde zur staatlichen Gemeindschaftsunterkunft für Asylbewerber umfunktioniert. Schwerpunkt war unter anderem die Umsetzung entsprechender brandschutztechnischer Vorgaben

Des Weiteren wurden bis Anfang Februar die sanitären Anlagen erneuert, Lüftungsanlagen eingebaut, die Elektrotechnik und die Wärmeversorgung optimiert. Die Kosten der Instandsetzung belaufen sich auf rund 500.000 Euro

Es werde laut Dubbert regelmäßige Kontrollen in der "GU" geben - vom Brandschutzprüfer über den TÜV-geprüften Spielplatz bis hin zu Hygienekontrollen. 

Räumliche Aufteilung

"Bei uns ist es für die Bewohner sehr komfortabel", sagt Dubbert. "Die GU weist eine Kapazität von 80 Plätzen (Betten) auf, verteilt auf 11 Wohnungen. Hierfür stehen insgesamt 20 Zimmer mit integrierten Sanitäranlagen für bis zu fünf Personen zur Verfügung. Acht Leute verfügen über eine eigene Küche sowie sanitäre Anlagen." 

Es gebe insgesamt 12 Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume und elf Gemeinschaftsküchen, ein Hausaufgabenzimmer für die Kinder sowie einen Spielplatz im Garten. Des Weiteren stehe für die Asylbewerber eine Waschküche mit Trockenraum zur Verfügung. 

Sowohl für das Verwaltungspersonal der European Homecare (EHC), die das Gebäude betreibt, als auch für die Asylsozialberatung, die durch die Caritas vorgenommen wird, seien Räume vorgesehen. Der Hausverwalter werde vier Stunden am Tag vor Ort sein, der Hausmeister sei von Montag bis Freitag acht Stunden am Tag im Haus. 

Die Unterkunft sei laut Dubbert im Besitz einer Privatperson, die Räumlichkeiten seien von der Regierung von Oberbayern angemietet worden. Die Stadt Wasserburg sei in das Projekt in keinster Weise involviert. 

So leben die Asylbewerber in Wasserburgs Gemeinschaftsunterkunft

Tag der offenen Tür in Wasserburgs Asylunterkunft

mb

Quelle: wasserburg24.de

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