Erhalt des Wasserburger Denkmals 

Stadtmauer-Sanierung: Das sind die ersten Schritte

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Die ersten Untersuchungen zur Sanierung der Stadtmauer sind angelaufen. 
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Wasserburg - Die Sanierung der Stadtmauer wird ein langwieriges Projekt, das die Verwaltung einige Jahre beschäftigen wird. In den anstehenden Wintermonaten laufen nun einige Voruntersuchungen am Bestand. 

Die Stadtmauer, die sich vom Feuerwehrhaus Im Hag entlang des Friedhofs bis hin zur Neustraße zieht und an manchen Stellen auch nur teilweise sichtbar ist, prägt das Altstadtbild und sei laut Bürgermeister Michael Kölbl eines der "sinnbildlichsten Denkmäler in der Altstadt", das es durchaus wert sei, zu erhalten.

Damit die Mauer langfristig auch erhalten bleibt, steht ihr nun eine umfassende Sanierung bevor. Das beschloss der Stadtrat im Dezember 2018, nachdem die Arbeiten bereits ausführlich in der Sitzung des Bauausschusses im November 2018 vom Architekt vorgestellt und von den Ausschussmitgliedern vorberaten wurden. Bereits zu diesem Zeitpunkt war man sich in der Verwaltung einig: Ohne Sanierung drohe der Wasserburger Stadtmauer das Ende. Die Arbeiten an der Mauer erfolgen von den Planungen bis zur Umsetzung in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde

Zwei bis drei Jahre Bauzeit insgesamt  

Diese Sanierung aber wird sich nun über mehrere Jahre ziehen. Mit zwei bis drei Jahren Bauzeit rechnet die Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann auf jeden Fall, wie sie im Gespräch mit wasserburg24.de erklärt. 

Die ersten Voruntersuchungen seien inzwischen angelaufen: "Der Restaurator arbeitet laufend an der Verbesserung des Konzepts. Es wurden mittlerweile Mörtelflächen entlang der Mauer angelegt, um Ausführungsdetails zu beleuchten. Wir stellen uns hier die Frage, ob die Proben passen oder möglicherweise über die frostigen Wintermonate bröckeln. Das ist nun eine Art Testlauf, die wir an der Mauer durchführen und durch die wir die richtige Auswahl an Material treffen wollen. Das Gerüst an der Mauer bleibt über den Winter bestehen." 

Die Stadtmauer entlang des Friedhofs in der Wasserburger Altstadt. 

An einigen Stellen wurde bereits der Efeu entfernt, der sich mitsamt dem Wurzelwerk über die vergangenen Jahrzehnte tief ins Mauerwerk des Denkmals gebohrt hat und für einige lockere Steine gesorgt hatte. Deshalb musste der Weg entlang der Friedhofsmauer des Öfteren schon aus Sicherheitsgründen für Fußgänger gesperrt werden. An einigen Stellen ist der oberer Teil der Mauer abgedeckt.

Herrmann zufolge werde die Ausschreibung für das 1,6-Millionen-Euro-Projekt peu à peu im zweiten Quartal 2020 erfolgen. "Im Herbst des kommenden Jahres wollen wir mit den eigentlichen Baumaßnahmen starten." 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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