Umbaupläne an Wasserburger Realschule 

"Wildparker" und "Eltern-Taxis" sollen ausgebremst werden

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Die Stadt plant Umbaumaßnahmen rund um die Realschule. 
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Wasserburg - Den "Eltern-Taxis" und "Wildparkern" in der ohnehin engen Straße Einhalt gebieten - mitunter das sind die Gründe, warum die Stadt sich für den Umbau des Realschulhofes einsetzt.

Der Diskussion bei den Mitgliedern im Bauausschuss am 28. Mai ging die Vorstellung der Sanierungs- und Umbaupläne rund um die Anton-Heilingbrunner-Realschule voraus. Das Ganze fuße auf der Basis einer zeitgemäßen Schulhofplanung. 

"Wildparken" und "Eltern-Taxis" nicht mehr tolerierbar

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann stellte dabei in den Vordergrund, dass man auf der einen Seite das "Wildparken" in der Einbahnstraße zur Realschule vor eindämmen wolle. 

Norbert Buortesch (Bürgerforum) begrüßte diese Planung, mahnte jedoch, er sehe die Problematik des Wildparkens weiterhin: "Auch wenn vor dem Kindergarten bereits Blumenkästen aufgestellt wurden, ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich die Autofahrer trotzdem in die Lücken am Rand stellen werden." In dem Bereich müsse man sich langfristig eine funktionierende Lösung überlegen. 

Der Gehweg zu schmal und parkende Autos an der Seite verengen die Einbahnstraße zur Realschule zusätzlich. 

Auf der anderen Seite soll die Bring-Situation der Kinder durch ihre Eltern per Auto verschlechtert werden. Herrmann dazu: "Dann müssen sich die Eltern eben auf Dauer überlegen, wie ihre Kinder zur Schule kommen." Dieser Ansicht der Stadtbaumeisterin schlossen sich die Mitglieder des Bauausschusses an. Die Straße sei ohnehin viel zu eng, um von den "Eltern-Taxis" ständig befahren zu werden. 

Andreas Aß (CSU) sah die geplante Sanierung als dringend notwendig an, schließlich würden die Straße an der Realschule auch Spaziergänger nutzen, die auf dem Weg zum Inndann seien. Ein klar erkennbarer Gehsteig in dem Bereich sei deshalb essentiell. Notfalls, untestrich Aß, müssten die Autos eben den Kürzeren ziehen. 

Details zum Umbau rund um den Schulhof

Die Obere Innstraße habe laut Herrmann über die Jahre hinweg aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zur Realschule hin gelitten - um eine Sanierung komme man wohl nicht drumherum. 

"Wir wollen die Stellplätze direkt vor dem Haupteingang und dem Brunnen auflösen - sie werden von Seiten der Schule nicht zwingend benötigt. Im Zuge dieser Umgestaltung bietet es sich an, den sehr schmalen Gehweg an der Oberen Innstraße zur Verbesserung der Schulwegsicherheit angemessen zu verbreitern. Die Kosten dafür liegen bei etwa 15.000 Euro und die muss die Stadt alleine stemmen, denn der Bereich gehört nicht mehr zum Schulhofgelände."

Die Parkplätze direkt vor dem Haupteingang sollen entfallen. 

Christian Stadler (Grüne Stadtratsfraktion) sagte in Bezug auf die Tatsache, dass die Wasserburger Realschule zu einer der größten in ganz Bayern zähle: "So weit können wir den Gehweg gar nicht verbreitern, dass er der Schülerzahl gerecht wird." Stadler sprach sich zudem für die Ausweisung einer verkehrsberuhigten Zone in dem Bereich von der Oberen Innstraße bis zu Beginn der Turnhalle aus. "Das ist in meinen Augen auf jeden Fall nötig."

Helmut Schmid vom Wasserburger Bauamt warf jedoch als Argument ein, dass man in dem Fall den Belag optisch verändern und den Straßenrahmen komplett umbauen müsse. 

Bürgermeister Michael Kölbl aber sah die Bedenken Stadlers als berechtigt an und erklärte, man werde in den Beschluss mit aufnehmen, dass die Ausweisung der Oberen Innstraße bis maximal zur Abbiegung Turnhalle in einen verkehrsberuhigten Bereich geprüft werden solle. 

Bis zur Einmündung der Oberen Innstraße in die Landwehrstraße an der Turnhalle soll geprüft werden, ob dieser Bereich verkehrsberuhigt werden kann. 

Der Bauausschuss verabschiedetet die ersten Planungspunkte des Landkreises zum Umbau des Schulhofs mit Verbreiterung eines Teilbereichs des Gehwegs an der Oberen Innstraße einstimmig

mb

Quelle: wasserburg24.de

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