Stadt wird Teil der "Refill"-Kampagne 

Plastikflaschen reduzieren, Trinkwasser aus Brunnen nutzen 

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Mit der neuen "Refill"-Kampagne sollen Plastikflaschen reduziert und Trinkwasserbrunnen öfter genutzt werden. 
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Wasserburg - Unterwegs überkommt einen plötzlich der Durst und dann kauft man am nächstgelegenen Kiosk ein Getränk in einer Einwegflasche - was Plastikmüll verursacht. Um den zu vermeiden, gibt es jetzt deutschlandweit eine Kampagne: "Refill" lautet das Zauberwort. Und das ist nun auch in der Innstadt angekommen. 

Nach dem Erfolg, den die Einführung der "recup-Becher" für den Kaffee zum Mitnehmen mitgebracht hat, soll nun eine weitere Kampagne helfen, Plastikmüll zu reduzieren. Die Idee "refill" ist ganz simpel: Blau-weiße Tropfen-Aufkleber erklären den Leuten: Hier kann die Trinkflasche umsonst mit Leitungswasser aufgefüllt werden und spart nebenbei Plastik ein. Alle Lokale und Geschäfte, die sich beteiligen, sind dann an dem Aufkleber zu erkennen. Die Idee, Wasserburg daran zu beteiligen, entsprang einem Antrag der Grünen Stadtratsfraktion

Ideen und Meinungen aus dem Umweltausschuss 

Klimaschutzmanager Josef Allio berichtete im Wasserburger Umweltausschuss, das Thema sei im Energiedialog 2050 diskutiert und befürwortet worden. Er habe auch schon beim Wirtschaftsförderungsverband (WFV)nachgefragt, der stehe der Neuerung ebenfalls positiv gegenüber. 

Aus dem Brunnen an der Jakobskirche sprudelt Trinkwasser. 

Steffi König (Grüne Stadtratsfraktion) wusste auf Anhieb noch einige Geschäfte, die wohl mitmachen würden und schlug vor, die "Refill"-Stationen in den Stadtplan mit aufzunehmen. Auch eine spezielle "Wasserburger Flasche" könne sinnvoll sein. Wolfgang Schmid (CSU) gefiel die Idee, aus Italien kenne er kleine Wasserhäuschen, an denen es gekühltes sowie nichtgekühltes, sprudelndes und stilles Wasser kostenlos gebe. Es sei zu überlegen, ob man eine solche "Casa dell‘Acqua" nicht am Wasserwerk am Gries einrichten wolle.

Laut Norbert Buortesch (Bürgerforum) könnte das Konzept eine "Werkekampagne für unser Wasser" werden. Sophia Jokisch (Die Linke) warf zudem die Überlegung in den Raum, "Refill" als Werbung für die Stadtwerke zu nutzen. 

Allgemein wurde die Idee, Teil der "Refill"-Kampagne zu werden, von den Mitgliedern des Umweltausschusses uneingeschränkt befürwortet

Trinkwasserbrunnen in der Stadt

Die meisten Brunnen der Stadt sind übrigens Trinkwasserbrunnen, an denen kann bereits getrunken oder die Flasche aufgefüllt werden. Besonders beliebt ist der kleine Brunnen an der Grünanlage der Jakobskirche, aber auch der Brunnen in der Hofstatt ist gut frequentiert. Nur der Marienbrunnen, der einst die zentrale Trinkwasserversorgung der Stadt darstellte, gehört nicht zu den Trinkwasserbrunnen.

Die Mitglieder des Umweltausschusses beauftragten Allio am Ende der Diskussion, im Sinne von "Refill" ein Konzept samt Logo zu erarbeiten und möglicherweise eine Flasche extra für die Innstadt zu entwerfen.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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