Wasserburger Stadtwerke-Leiter mit lobenden Worten 

So verlief die Reaktionskette beim jüngsten Keimfund in der Burgau 

Marinus Regler, Leiter der Stadtwerke Wasserburg am Inn, erläuterte den Ablauf nach dem jüngsten Keimfund im Trinkwasser in der Burgau.
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Marinus Regler, Leiter der Stadtwerke Wasserburg am Inn, erläuterte den Ablauf nach dem jüngsten Keimfund im Trinkwasser in der Burgau.

Wasserburg - Vor rund zwei Wochen wurden bei einer Kontrolle Keime im Trinkwasser des Ortsteils Burgau festgestellt. Stadtwerke-Leiter Marinus Regler schilderte nun den Ablauf nach dem Befund - und fand dabei anerkennende Worte für sein Team. 

Marinus Regler hatte bei der jüngsten Sitzung des Stadtrats nicht nur die Änderungen und Neuerungen für das Badria, sondern auch eine große Portion Lob für sein Team in petto

Vorbildlicher Einsatz bei Keimfund in Burgau

Mitte September wurde zwei Keime in 100 Milliliter Wasserprobe im Ortsteil der Burgau gefunden. "Diese Menge entspricht praktisch keiner Verkeimung", erklärte Regler zum Vorgang. "Dennoch müssen wir uns an die Gesetzgebung halten und die schreibt eine Meldung an das Gesundheitsamt vor und die Warnung der Bevölkerung. Diese Vorgehensweise ist im Nachhinein völlig richtig, denn Sicherheit geht vor." 

Nachdem die beiden einzelnen Keime gefunden worden waren, seien unverzüglich zehn weitere Proben genommen worden - noch bevor irgendeine Maßnahme ergriffen worden war. Diese seien laut Regler "alle ohne Befund" gewesen. Und doch lief der Notfallplan an, die Feuerwehr fuhr mit Megaphonen durch die Burgau und informierte die Anwohner, dass sie ihr Wasser abkochen sollten, die Stadtwerke gaben per Pressemitteilung eine entsprechende Warnung an die Öffentlichkeit

Der Notfallplan habe "vorbildlich funktioniert, einige Mitarbeiter standen freiwillig auf der Matte obwohl sie im Urlaub waren", lobte Regler. 

Ausreißer in Messung die Ursache? 

Alle Messungen der letzten Wochen seien ohne Befund gewesen, das Trinkwasser wieder völlig in Ordnung. Laut Vermutung der Stadtwerke sei wohl ein ein Ausreißer in der Messung der Auslöser gewesen. Und doch habe das Gesundheitsamt ein sehr strenges Auge auf die Wasserwerke und verfolge die Probenentnahmen noch einige Zeit mit Argusaugen. "Mittlerweile dürften wir aber bald wieder außer Beobachtung stehen, da die Proben inzwischen vollkommen unauffällig sind", beruhigte Regler.

"Das war wirklich eine hervorragende Arbeit, die bei dem Keimfund getätigt wurde. Der Werkleiter und sein Team haben vorbildlich reagiert", lobte auch Bürgermeister Michael Kölbl unter Applaus von den Stadträten.  

Werkreferentin Dr. Christine Mayerhofer bestätigte die reibungslose Zusammenarbeit und hob zudem hervor, dass Wasserwerkleiter Josef Mayer rund um die Uhr für besorgte Nachfragen der Bürger telefonisch zu erreichen gewesen sei und fundiert Auskunft gegeben habe. So seien besorgte Bürger beruhigt worden. Die Anrufe der Kunden seien laut Regler fast alle positiv gewesen. Auch wenn der eine oder andere verunsichert gewesen sei, Verständnis hätten alle gezeigt.

Rettungskette im Badria "perfekt" 

Nicht nur in punkto Vorsichtsmaßnahmen wie beim Trinkwasser sondern auch bei der Handhabe im akuten Notfall würde das Team "gut und routiniert" handeln. 

Der Werkleiter zeigte sich unter anderem auch stolz auf seine Truppe, weil sie Krisensituationen vorbildlich meistern könnten. Regler nannte ein konkretes Beispiel: Vor wenigen Wochen sei ein älterer Badegast gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen. "Schon der erste Helfer äußerte den Verdacht auf Schädelbasisbruch, weswegen der Mann in die Intensivstation zur Untersuchung gebracht wurde. Notarzt und Rettungssanitäter haben mir hinterher gesagt, dass sie noch nie eine so perfekte Rettungskette erlebt hätten", schilderte der sichtlich stolze Werkleiter. 

Der schlimme Verdacht habe sich zum Glück nicht bestätigt, Regler sei bereits mit dem Mann in Kontakt gewesen, er sei inzwischen auf einem guten Weg der Besserung

Abschließend betonte Regler die gute Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Rettungskräften in brenzligen Situationen und auch den Zusammenhalt seines Teams: "Das Engagement und die Einsatzbereitschaft steht außer Frage, ich denke, wir sind sehr gut aufgestellt." 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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