Wasserburger Bürgerinitiative zur Zuschuss-Ablehnung 

"Argumente von Bürgermeister Kölbl halten wir für vorgeschoben" 

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Wasserburg - Die Entscheidung von Seiten der Stadt, den Deponie-Gegnern einen finanziellen Zuschuss im Kampf gegen die geplante DK1-Deponie in Odelsham zu verwehren, wirft Fragen auf. So reagiert die "Bürgerinitiative Wasserburger Land" auf den Beschluss: 

Mit Verwunderung habe der Vorstand der Bürgerinitiative Wasserburger Land die knappe Ablehnung ihres Zuschussantrags im Wasserburger Hauptausschusses zur Kenntnis genommen. "Wir hatten eigentlich fest mit einer finanziellen Unterstützung durch die Stadt gerechnet", bedauert BI-Vorstand Roger Diller.

Finanzielle Mittel durch Spendenaufrufe 

Themenseite DK1-Deponie

"Beim angekündigten Erörterungstermin würden laut Diller schließlich wichtige Interessen von mehreren hunderten Einwändern aus Wasserburg allein von der Bürgerinitiative vertreten. 

DieStadt oder vielmehr deren Anwalt könne aus formalen Gründen einige wichtige Argumente von Wasserburger Bürgerinnen und Bürger nicht vorbringen."

Das gelte insbesondere für die bei einem Deponiebetrieb zu erwartenden gesundheitlichen Auswirkungen (Asbestbelastung) auf die Anwohner in Wasserburg. "Gerade bei diesem sensiblen Thema brauchen die Einwänder eine gute anwaltliche Vertretung", betont Hans Brunnlechner, Zweiter Vorstand der Bürgerinitiative. "Wir werden diese nun aus Mitteln der Bürgerinititative und mit zusätzlichen Spenden aus der Bevölkerung sicherstellen. Einen Spendenaufruf haben wir bereits auf der Homepage der Bürgerinititative und auf Facebook geschaltet." 

Argumente von Bürgermeister Kölbl "vorgeschoben"?

Auch wenn sich die Deponie-Gegner einen anderen Ausgang der Abstimmung gewünscht hätten, sie bleiben mit ihren Aktivitäten weiter auf Kurs. Das versichert der dritte BI-Vorstand Günter Kleitsch: "Neben der Vorbereitung des Erörterungstermins beschäftigen wir uns bereits intensiv mit einer späteren Klage gegen dieses überflüssige Projekt. Die von Bürgermeister Michael Kölbl gegen die finanzielle Unterstützung der Bürgerinitiative vorgebrachten Argumente halten wir im übrigen für vorgeschoben." 

Beschlüsse über eine finanzielle Unterstützung von Vereinen mit Sitz außerhalb Wasserburgs und auch im Voraus habe es im Stadtrat nach Ansicht der BI-Mitglieder in der Vergangenheit schon einige gegeben

Ebenso hätten Nichtmitglieder in Ausschüssen die Möglichkeit, bei der Diskussion mitzureden. Warum dies nun ausgerechnet Norbert Buortesch verwehrt wurde, können wir nicht nachvollziehen.

mb/Bürgerinitiative Wasserburger Land 

Quelle: wasserburg24.de

Rubriklistenbild: © "Bürgerinitiative zur Erhaltung von Umwelt und Lebensqualität im Wasserburger Land"

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