Verhandlung am Münchner Verwaltungsgerichtshof geht weiter

Erwacht die stillgelegte Altstadtbahn in Wasserburg wieder zum Leben? 

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Ein Archiv-Bild zeigt den Filzenexpress auf der Stadtstrecke am Inn-Ufer von Wasserburg.
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Wasserburg/München - Seit 1987 fahren keine Züge mehr auf der Stadtstrecke der Altstadtbahn. Das Konsortium der Alstadtbahn GbR setzt sich weiter für eine Reaktivierung des Filzenexpresses von München bis zum ehemaligen Wasserburger Stadtbahnhof ein. Jetzt geht die Verhandlung vor dem Münchner Verwaltungsgerichtshof weiter. 

Im Februar 2018 wurde die Berufung des Konsortiums Wasserburger Altstadtbahn zugelassen, nachdem das Verwaltungsgericht München zuvor die Klage gegen den Stilllegungsbescheid des Freistaats Bayern für nicht zulässig erklärt hatte.  

In München beginnt nun am Donnerstag, 18. Juli, die neue Verhandlung zur stillgelegten Altstadtbahn. Es geht um die Klage in zweiter Instanz von Seiten der  Wasserburger Altstadtbahn GbR gegen den Freistaat Bayern vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. 

Die Verhandlung dreht sich unter anderem um die Frage, ob die Voraussetzung für eine Stilllegung der Strecke überhaupt erfüllt war.

Reaktivierung für rund drei Millionen Euro? 

Seit der Stilllegung der Bahn vor mehr als 30 Jahren setzen sich die Befürworter des ProBahn-Arbeitskreises Ebersberg/Wasserburg um ihren Sprecher Bernd Meerstein dafür ein, dass die Strecke am Innufer wieder in Betrieb genommen wird. 

Auslöser für die Stilllegung der Strecke des Filzenexpresses war ein Dammrutsch am Landschaftsweg im Jahr 1987. Die Stadt Wasserburg hat die Strecke 2004 übernommen, aber nie in Betrieb genommen. Nach Schätzung von ProBahn könne man die Stadtstrecke wohl für rund drei Millionen Euro betriebsfähig wiederherstellen.

Die Argumente des Konsortium der Altstadtbahn GbR, bestehend aus den Firmen BayernBahn GmbH, Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, Innrail und dem Fahrgastverband Pro Bahn: Nur in umsteigefreien Zugverbindungen von der Wasserburger Altstadt bis nach München könne die Verkehrssituation in der Innstadt nachhaltig verbessert werden. In 50 Minuten würden Fahrgäste von München nach Wasserburg gelangen - ohne umsteigen zu müssen. Auch der Stadtbus zwischen Reitmehring und Wasserburg könne nach Ansicht der Befürworter von einer Reaktivierung profitieren, da die Zahl der Fahrgäste zunehme.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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