Wasserburg wird weihnachtlich 

Insgesamt elf Christbäume: die zwei großen zieren schon die Altstadt

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Am Marienplatz (links) und am "Gewandhaus Gruber stehen die beiden großen Christbäume. 
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Wasserburg - Die staade Zeit naht und das wird langsam auch in der Innstadt sichtbar. Die Mitarbeiter des Bauhofs sind seit Montagvormittag eifrig am Werkeln, dekorieren Häuserfassaden und spannen Lichterketten über Straßenzeilen. Einige Christbäume sind bereits aufgebaut.   

Punktgenau mit den allerersten weißen Flocken, die Frau Holle in der Nacht auf den 19. November ausgeschüttelt hat, wird es weihnachtlich in Wasserburg. Der erste Baum rollte am Vormittag des 19. Novembers über die B304 in die Altstadt - er war einfach zu groß für das Brucktor. Die Mitarbeiter des Bauhofs stellten den rund 12 bis 14 Meter hohen Baum direkt am Haupthaus des "Gewandhauses Gruber" in unmittelbarer Nähe zur Roten Brücke auf. 

Der zweite Christbaum ließ nicht lange auf sich warten und ziert nun wenige Meter weiter vorne in etwa mit derselben Größe den Marienplatz am Rathaus. Bauhofleiter Alexander Murner ist sich sicher: "Der schönere der beiden Christbäume ist der am Marienplatz direkt vor dem Historischen Rathaus." 

Der eindeutig schönere der beiden großen Christbäume steht wohl am Marienplatz. Doch davon kann sich jeder ab sofort selbst ein Bild machen. 

Insgesamt elf Bäume werden in den kommenden Tagen im gesamten Wasserburger Stadtgebiet aufgestellt - alle sind freilich nicht so mächtig wie die beiden an Marienplatz und "Gewandhaus Gruber". Denn die seien laut Murner die zwei größten. Die anderen Bäume würden bald unter anderem den Bahnhofsplatz an der "Cafesito Bar", den Vorplatz der Stadtwerke am Max-Emanuel-Platz oder das Feuerwehrhaus zieren. Auch am Reitmehringer Bahnhof hat sich ein Plätzchen für einen Christbaum als Weihnachtsboten gefunden. 

"Alle Bäume", so erzählt Murner, "waren heuer ausschließlich Spenden von Privatleuten. Den meisten werden die Bäume irgendwann zu groß im Garten und fallen nurmehr zur Last. Da sind wir freilich dankbar, wenn wir die Bäume bekommen und diese in der Weihnachtszeit das Stadtgebiet verschönern." 

Die Christbäume stammen alle direkt aus der Region des Wasserburger Altlandkreises. "Am weitesten weg war einer in Zellereith", schmunzelt Murner über den gerade mal zehn Kilometer entfernten Ortsteil der Nachbargemeinde Ramerberg. "Der große Baum am Gewandhaus Gruber hatte seinen Ursprung in Bachmehring und der am Marienplatz stammt aus Tötzham bei Babensham."

In luftiger Höhe wird aktuell in der gesamten Altstadt weihnachtliche Deko angebracht. 

8.000 Euro für Weihnachtsdekoration in der Altstadt 

Bis Ende November muss alles gerichtet sein, denn bereits am 30. November eröffnet um 17 Uhr der Christkindlmarkt vor dem Rathaus. Die Hauptaufbauarbeiten für den Christkindlmarkt gehen in der letzten Novemberwoche über die Bühne. In der Frauengasse trafen bereits die ersten Hütten ein. 

Die Bauhofmitarbeiter sind derzeit nicht nur mit dem Aufstellen der Christbäume beschäftigt, sondern kümmern sich auch um den Schmuck von Lichterketten an Fassaden und Hauswänden

Verantwortlich für die weihnachtliche Dekoration der Altstadt ist übrigens nicht die Stadt, sondern der Wirtschaft-Förderungs-Verband (WFV)

Dabei ist die Weihnachtsbeleuchtung ist kein billiger Spaß: Auf- und Abbau, Lagerung und Stromkosten verschlingen mittlerweile über 8000 Euro pro Jahr. Die verwendeten LED-Lichterketten mussten angeschafft werden und auch eine LED hat keine unbegrenzte Lebensdauer. Zudem wird nach Möglichkeit die Beleuchtung wie im letzten Jahr in der Salzsenderzeile immer wieder auf neue Straßenzüge erweitert. In diesem Jahr sind es wieder über 4500 Euro, die der Verband in die Erneuerung der LED-Ketten in den nördlichen Teil der Salzsenderzeile und in der Färbergasse investiert.

Weihnachtliche Dekoration und Lichterketten zieren die Gassen in der Altstadt - wie hier in der Salzsenderzeile. 

Mit der Maß auf dem Frühlingsfest die Weihnachtsdeko mitfinanzieren 

2007 hat WFV-Vorstand das Konzept mit den "Ice Lite Ketten" in LED-Technik eingeführt, die über die Straßen gespannt sind. Damals wurde auf einen Schlag der Strombedarf um 80 reduziert und trotzdem die Menge der Lichter vervielfacht. So war Wasserburg als Kleinstadt nicht nur ökologisches Vorbild für größere Städte, sie war auch eine der ersten Städte in Deutschland, die ihre Weihnachtsbeleuchtung komplett auf LED umgerüstet hat.

Der größte Teil der Finanzen für die Weihnachtsbeleuchtung im Dezember werden im Übrigen weit früher im Jahr, wenn noch niemand an Weihnachten denkt, generiert. Das Frühlingsfest, das ebenfalls in den organisatorischen Händen des WFV liegt, ist nach wie vor die größte Einnahmequelle des Verbands. 75 Prozent der Weihnachtsbeleuchtung werden durch die Einnahmen des Volksfestes finanziert

So trägt jeder Gast, der sich im Frühling seine Maß Bier schmecken lässt, ganz unbewusst dazu bei, dass es im Dezember auch in Wasserburg einen Christkindlmarkt mit einer Weihnachtsbeleuchtung gibt.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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