Attler Bürgerinitiative prangert jahrzehntelange Missstände an 

Giftmüll-Lagerung in Kornberger Kiesgrube? 

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Wurde in der Kiesgrube in Kornberg bei Attel jahrzehntelang Giftmüll gelagert? 
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Wasserburg - Die Bürgerinitiative Kornberg-Limburg-Attel, die sich gegen die Kiesgrube bei Attel auflehnt, fühlt sich von den Behörden nicht gehört. Konkret geht es nun um Lagerung von Giftmüll.

Schon bei der Genehmigung der Brechanlage für Bauschutt wurden die unmittelbaren Bewohner ihrer Ansicht nach nicht gehört. Das Landratsamt erteilte erst vor Kurzem grünes Licht für das Vorhaben der Firma Zosseder in Kornberg. Antransport, Brechen und zur Abfuhr von 240.000 Tonnen Bauschutt pro Jahr ist damit bald erlaubt. 

Nun macht sich erneut Unmut breit bei den Mitgliedern der neu gegründeten Bürgerinitiative Kornberg-Limburg-Attel. Sprecher der Bürgerinitiative, Gerhard Zwirglmaier, erklärte gegenüber der Wasserburger Zeitung, einige langjährige Anwohner könnten sich an Fässer mit Totenköpfen erinnern, die über Jahre hinweg dort gelagert worden seien. Ein paar neugierige Kinder hätten vor Jahrzehnten ein Fass geöffnet und von einem beißenden Geruch einen Hautausschlag bekommen. 

Die zuständige Genehmigungsbehörde in dem Fall ist das Rosenheimer Landratsamt. Sprecher Michael Fischer betont, es sei ihm "ein Rätsel, wie man so lange nichts sagen kann". Die unsachgemäße Entsorgung von Giftmüll sei eine Straftat, weswegen die Information der Bürgerinitiative an die Staatsanwaltschaft Traunstein weitergegeben worden sei.

Wer der Verursacher sei, müsse ermittelt werden, prangert die BI an. Andernfalls müsse der Grundeigentümer haften. Simon Zosseder erklärte auf Nachfrage der Wasserburger Zeitung, die gleichnamige Firma sei weder Verursacher noch Grundeigentümer, da man das Grundstück der Kiesgrube erst vor fünf Jahren erst gepachtet habe. 

mb/syl 

Quelle: wasserburg24.de

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