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Sohn hat „stiebitzt“

Zu den illegalen statt den legalen Drogen gegriffen: Wasserburger vor Gericht

Haschisch, gefunden bei einer Hausdurchsuchung, brachte einen Wasserburger vor Gericht.
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Haschisch, gefunden bei einer Hausdurchsuchung, brachte einen Wasserburger vor Gericht.

Weil die vom Arzt verschriebenen Cannabis-Rezepte teurer war, nutzte ein Wasserburger auch illgales Cannabis und landete deshalb prompt vor dem Amtsgericht Rosenheim.

Wasserburg – Haschisch beim Sohn hat einen Vater in die Bredouille gebracht – und vor das Amtsgericht Rosenheim.

Ein 51-Jährige aus Wasserburg nutzt seit einigen Jahren – so seine Einlassung vor dem Schöffengericht in Rosenheim – Cannabis und Haschisch gegen seine chronischen Rückenschmerzen. Zuweilen habe er auch vom Arzt verschriebene Cannabis-Rezepte benutzt. Jedoch seien diese weit teuerer als illegales Cannabis, weshalb er auch solches genutzt habe.

Als sein Sohn mit etwas Haschisch in der Tasche in Wasserburg von der Polizei aufgegriffen worden war, ordnete die Staatsanwaltschaft, wie das bei diesen Delikten üblich ist, bei eine Hausdurchsuchung an. Der Sohn lebte noch bei seinem Vater. Dort fanden die Beamten noch mehr von den Drogen, die fraglos dem Vater zuzuordnen waren. Der dies auch unumwunden einräumte. Der Sohn hatte wohl beim Vater „stiebitzt“.

Vater räumt Besitz ein

Der Vater räumte den Besitz vor dem Vorsitzenden Richter Matthias Knoblauch durch seinen Verteidiger Rechtsanwalt Harald Baumgärtl ein und sagte zu, künftig ausschließlich ärztlich verordnete THC-Produkte zu verwenden.

Zeugen waren nun nicht mehr von Nöten und konnten abgeladen werden.

Staatsanwalt Wolfgang Fiedler stellte in seinem Schlussvortrag fest, dass es sich angesichts der relativ geringen Menge wohl um einen minder schweren Fall handle. Darüber hinaus sei der Angeklagte in keinster Weise vorbestraft. Deshalb könne es bei der Haftstrafe von zwölf Monaten bleiben, die auch zur Bewährung auszusetzen seien. Allerdings solle er eine Buße von 2500 Euro entrichten, die in Raten abbezahlt werden könnten.

Acht Monate zur Bewährung

Rechtsanwalt Baumgärtl stimmte dem Staatsanwalt im Wesentlichen zu, führte aber aus, dass es in diesem Falle auch mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen getan sein könnte.

Das Gericht vermochte dem nicht zu folgen. Sofern eine gesetzlich festgelegte „nicht geringe Menge“ – auch wenn nicht groß – überschritten sei, könne es mit einer Geldstrafe nicht getan sein. Acht Monate Gefängnis, die zur Bewährung ausgesetzt würden, sollen ihm klar machen, dass illegale Drogen keine Medizin sein könnten.

Dazu müsse der Angeklagte 2000 Euro in Raten abbezahlen die deutlich machen würden, dass es sich hier nicht um einen Freispruch handle.