Bebauungsplan "Südlich der Schmiedwiese" in Reitmehring

"Knackpunkt Entwässerung": Anwohnerängste vor Überflutung

+
Das Modell des neuen Baugebiets in Reitmehring. Die Häuser mit den Punkten stellen die Einheimischengrundstücke dar.

Wasserburg - Das neue Baugebiet "Südlich der Schmiedwiese in Reitmehring landete neben dem Pressegespräch im Rathaus am Donnerstagabend in der Sitzung des Stadtrats erneut auf dem Tisch. Es ging um die Entwässerung: 

"Uns ist bewusst, dass die Entwässerung im Bereich der Erlenstraße nicht ganz einfach ist", räumt Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann ein. Der Grund, sich genauer mit der Thematik auseinanderzusetzen waren Bedenken einiger Anwohner, die bei Starkregen rund um ihre Häuser erneut mit Überflutungsgefahr zu kämpfen haben. Diese könne sich, so die Befürchtungen, durch weitere Bodenversieglung sogar noch verstärken.

"Stadt kann keine Sicherheit für ein Jahrhunderthochwasser bieten" 

Deshalb habe man laut Bürgermeister Michael Kölbl ein Fachbüro mit einem neuen Gutachten beauftragt, damit sich die Situation der Entwässerung für die bisherigen Anwohner und die künftigen verbessern könne. Die Fachleute würden aktuell ein Sturzflutszenario auswerten, um die Situation genau prüfen zu können. Zudem seien im Bauplan ein Rückhaltebecken, ein Wassergraben und Ausgleichsflächen vorgesehen. 

"Wir machen uns sehr viele Gedanken um das neue Baugebiet in Reitmehring", konstatierte Herrmann. "Weil uns bewusst ist, dass die Grundstücke problematisch sind, nehmen wir Bedenken und Wünsche von Anwohnern auf, setzen Vorgaben um und haben im Bauplan noch ausreichend Spielräume, um auf Anregungen reagieren zu können und diese einfließen zu lassen. Aber", warnt die Stadtbaumeisterin abschließend", die Stadt kann keine Sicherheit für ein Jahrhunderthochwasser bieten." 

Alle geplanten Maßnahmen sollen den Anwohner und Bauwerbern bei einem Informationsabend am 31. Juli vorgestellt werden. Dabei wird auch der Lärmschutz an der B15 Thema sein. Diese Debatte sei laut Kölbl jedoch zweitrangig, da in dem Bereich entlang der Bundesstraße bereits ein Schutzwall existiere. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT