Für den Nachhälter nominiert

Wasserburger Unternehmen Grünkunft ist Finalist des Deutschen Nachhaltigkeitspreises

Erneut ausgezeichnet: die Grünkunft-Gründer Christoph Kleber und Ehefrau Edna Kleber-Belizário mit dem „Nachhälter“ und der Glasstele.
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Erneut ausgezeichnet: die Grünkunft-Gründer Christoph Kleber und Ehefrau Edna Kleber-Belizário mit dem „Nachhälter“ und der Glasstele.

2020 war das erfolgreichste Jahr der noch jungen Firma Grünkunft aus Wasserburg: Mit ihrem „Nachhälter“, einer Verpackung ohne Plastik, gewann sie die Pro-Sieben-Gründershow „Ding des Jahres“. 2021 hat gerade erst angefangen – und es geht gleich weiter mit den Ehrungen.

Wasserburg – Grünkunft ist Finalist des renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Jetzt ist der Pokal, eine Glasstele, im Geschäft am Wasserburger Marienplatz eingetroffen.

Firmengründer Christoph Kleber und Ehefrau Edna Kleber-Belizário fühlen sich nach eigenen Angaben „sehr geehrt“, dass sie es mit ihrer Erfindung ins Finale geschafft haben. Schließlich gilt der Deutsche Nachhaltigkeitspreis als die höchste offizielle Auszeichnung in Deutschland für Unternehmen, die sich mit Konzepten gegen Erderwärmung und Artensterben, gegen Ressourcenverschwendung und gesellschaftliche Spaltung verdient gemacht haben. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung vergeben, die Jury ist hochkarätig besetzt. Der Wettbewerb gilt als Königsdisziplin der Unternehmensauszeichnungen in einer Welt, die sich neuen Herausforderungen zur Bewältigung des Klimawandels stellen muss.

Mit dem Nachhälter im Finale dabei

Die Verleihung fand zum 13. Mal statt – wegen der Corona-Pandemie ausschließlich online. Ehrenpreise gingen unter anderem an den britischen Sänger Elton John, US-Zukunftsforscher Jeremy Rifkin und Professor Ugur Sahin sowie Dr. Özlem Türeci, die für die Entwicklung des ersten Corona-Impfstoffes ausgezeichnet wurden.

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Als Finalist live dabei: die Klebers. Ihr „Nachhälter“, ein Zellulose-Beutel, entstanden aus gepressten Holzresten (Markenzeichen: die Naht als Verschluss) war in der Kategorie Design nominiert. Den Sieg des Wettbewerbs, der nicht dotiert ist, räumte im Bereich Verpackung zwar die Frosta Tiefkühlkost GmbH ab, doch das Wasserburger Unternehmen darf sich offiziell mit dem Titel „Finalist des deutschen Nachhaltigkeitspreises“ schmücken – erneut eine Chance für das Marketing und die überregionale Bekanntheit, wie die Klebers betonen.

Zur Bewerbung aufgefordert worden

Grünkunft hatte sich nicht selber beworben, sondern war von einer unbekannten Person vorgeschlagen und von der Stiftung „Deutscher Nachhaltigkeitspreis“ aufgefordert worden, Bewerbungsunterlagen zur Geschäftsphilosophie und zur Marktentwicklung des „Nachhälters“ einzureichen.

Die in jahrelanger Tüftelei entstandene Erfindung dient nicht nur im Geschäft am Wasserburger Marienplatz als Verpackung für Bio-Lebensmittel und Pflegeprodukte sowie Waschmittel, Grünkunft ist auch Verpackungslieferant für andere Branchen, die Produkte im stationären Einzelhandel oder in Online-Shops anbieten.

Ende der Plastiktüte eingeläutet

Das Unternehmen sieht die neue Auszeichnung als weiteren Ansporn, den Weg in eine plastikfreie Verpackungszukunft weiter fortzusetzen. Die 2020 geplante Produktionserweiterung musste laut Kleber wegen Corona zum Teil auf 2021 verschoben werden. Im neuen Geschäftsjahr will sich Grünkunft außerdem darauf konzentrieren, weitere Unternehmen zu unterstützen, die auf biologisch abbaubare Verpackungen umstellen wollen. Gemeinsam soll das Ende der Plastiktüte in Teilbereichen des Einzelhandels eingeläutet werden.

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