Rezept

Saftig und knusprig: Mit dieser Methode werden Burger perfekt

Für den perfekten Burger dürfen Sie ein wenig tricksen.
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Für den perfekten Burger dürfen Sie ein wenig tricksen.

Sie wollen den ultimativen Burger oder einfach nur Hack auf dem Grill so braten, dass es saftig bleibt und trotzdem tolle Röstaromen hat? Hier kommt die Lösung!

  • Burger gehören mittlerweile für viele zum Grillabend dazu.
  • Aber selten schmeckt es so, wie im Burgerladen.
  • Mit dieser Methode meistern Sie das Kunststück.

"Burger grillen" stimmt, wenn man es wortwörtlich nimmt, nicht genau. Denn der Burger selber wird in den wenigsten Fällen komplett gegrillt. Genauer gesagt: Das Patty, also die Hackfleisch-Bulette, kommt auf den Grillrost. Doch nicht bei diesem Burger. Zum einen wird das Patty nicht vor, sondern während des Grillens geformt. Und zum anderen grillen wir heute nicht auf dem Grillrost. Warum? Weil dies der einzige Burger ist, bei dem das Fleisch maximale Röstaromen bekommt. Wie's klappt und warum sehen wir uns nun mal genauer an.

So gelingen Ihnen die Röstaromen beim Burger grillen

Diese rühren daher, dass das Fleich ja normalerweise auf dem Grillrost aufliegt. Und die meisten Röstaromen befinden sich immer an jenen Stellen, an denen das Patty mit dem Rost in Berührung kommt. Wir alle kennen die braun-dunklen Streifen auf dem Burger – auch Grillmuster genannt. Viele Menschen stehen auf diese Röstung und die damit verbunden Röstaromen. Wie lassen sich diese also maximieren?

Burger grillen: Dieser simple Profi-Tipp ist Gold wert

Knuspriger Burger: Der Smashed Burger hat 100 Prozent Röstung

Die Lösung liegt nahe: Die Röstung muss über den kompletten Burger verteilt sein. Das wird auf dem Grillrost also nicht klappen. Es muss demnach getrickst werden. Wir benötigen eine Feuerplatte, auch Plancha genannt. Dies ist ein praktisches Grillzubehör. Eine rechteckige Eisenplatte die auf den Grillrost aufgelegt wird. Sie eignet sich neben der Burger-Zubereitung vor allem für kleines Grillgut, das sonst durch den Rost fallen würde. Wie zum Beispiel Garnelen, gegrillten Fenchel*, kleine Tomaten oder auch Mini-Champignons.

Jetzt aber zum angekündigten Smashed Burger

Es funktioniert ganz einfach: Ist die Feuerplatte mal aufgeheizt, kommt ein klein wenig Sonnenblumenöl darauf. Das Hackfleisch wird zu Kugeln geformt und diese wandern auf die heiße Feuerplatte. Dort werden sie sogleich mit einem Pfannenwender plattgedrückt. Und so lange gegrillt, bis der Fleischsaft an der Oberfläche austritt. Danach wenden, mit Käse belegen und bei geschlossenem Grilldeckel grillen bis der Käse zerlaufen ist. Sie werden sich wundern, wie die Ober- und Unterseite des Patties aussieht: Eine komplette Schicht nur Röstaromen.

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Der Belag vom Smashed Burger

Da gibt es keine Vorschriften. Drauf kommt neben den Patties (mit Käseschicht), was das persönliche Grillerherz begehrt! Doch: Wenn man schon mit einer Feuerplatte arbeitet, bietet es sich natürlich an Speck und Zwiebeln anzubrutzeln – während das Fleisch gart. Und in Bezug auf Soßen gilt: Greifen Sie zu Ketchup, Senf, Mayo, einer Käse-Soße oder BBQ-Soße – oder mixen Sie einige der Genannten zusammen. Das schmeckt auch sehr lecker!

Auf der Feuerplatte haben alle Zutaten für einen leckeren Burger Platz.

Rezept für Smashed Burger

Portionen: 2
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 15 Minuten

Diese Zutaten brauchen Sie für den Smashed Burger

  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 2 Burger Buns
  • 4 Scheiben Bacon
  • 1 Essiggurke
  • 1 Fleischtomate
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 4 Blätter Salat (nach Wahl)
  • 4 Scheiben Cheddar Käse
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • Ketchup
  • Senf
  • Mayonnaise*
  • Salz (zum Würzen)
  • Pfeffer (zum Würzen)

So bereiten Sie den Smashed Burger zu

  1. Das Hackfleisch* in vier jeweils 125 g schwere Kugeln formen.
  2. Dann die Feuerplatte im Grill erhitzen (ungefähr 250 Grad).
  3. Das Sonnenblumenöl auf die Grillplatte geben, kurz heiß werden lassen und die Hackfleischkugeln auflegen.
  4. Nach wenigen Sekunden diese platt drücken – mit einem Pfannenwender oder ähnlichem Hilfsmittel. Das Burger Patty grillen bis der Fleischsaft an der Oberfläche austritt.
  5. Jetzt wenden, falls noch nicht geschehen mit Salz und Pfeffer würzen. Den Cheddar Käse doppelt auf die Patties legen. Grillen bis der Käse zerlaufen ist.
  6. Währenddessen die Zwiebelringe auf der Plancha anrösten und den Speck auslassen bis er kross ist. Kurz bevor der Käse auf den Pattie zerlaufen ist die Innenseite der Burger Buns auf dem Grillrost anrösten.
  7. Die Burger sodann mit jeweils zwei Patties, den übrigen Zutaten sowie Soßen nach Wahl zusammenbauen.

Das Rezept für den Smashed Burger im Video

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Anja Auer

Von Entrecôte bis Tenderloin: Eine kleine Steakkunde

Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei "Kumpel & Keule" in Berlin - wandern, ist groß. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei «Kumpel & Keule» in Berlin - wandern, ist groß. © Lino Mirgeler
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. © Lino Mirgeler
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. © Lino Mirgeler
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. © Lino Mirgeler
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. © Lino Mirgeler
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. © Lino Mirgeler
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. © Lino Mirgeler
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. © Lino Mirgeler
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. © Lino Mirgeler
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH © dpa-infografik GmbH

Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ & Food-Magazins "Die Frau am Grill". Nebenbei betreibt sie den größten YouTube-Kanal zum Thema "Grillen" der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten der Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill, sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf www.die-frau-am-grill.de und dem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill

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