Rezept

Grill-Expertin testet: Teures Rindersteak panieren – schmeckt das?

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Teures Rindfleisch mit einer Panade "verhunzen"? Das sollten Sie mal probieren.
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Am ehesten panieren wir Schweinefleisch und Hähnchen, aber Rindfleisch? Das kommt vielen wie ein Frevel am teuren Fleisch vor, aber entgeht Ihnen da etwas?

  • In der Regel wird Rindfleisch bei uns pur genossen.
  • Aber auch mit einer knusprigen Panade kann man das feine Fleisch zubereiten.
  • Grillexperten Anja Auer hat getestet, ob der Geschmack darunter leidet.

Eigentlich müsste der Titel ja korrekterweise "panieren und frittieren" heißen. Denn mit panieren alleine werden wir nicht weit kommen. Doch wir wollen nicht päpstlicher als der Mann in Rom sein.

Um was es geht: Wir panieren und frittieren doch eigentlich alles, oder? Schnitzel, Fischfilets und auch verschiedene Sorten von Gemüse. Die wenigsten werden aber schon einmal ein Rindersteak paniert haben.

Warum liest und hört man so selten etwas von panierten Rindersteaks?

Nun ja, weil es sich hierzulande einfach noch nicht durchgesetzt hat. Viele sind der Ansicht, dass hochwertige Rindersteaks* schon für sich alleine einen wunderbaren Eigengeschmack haben. Und deshalb nicht in die Nähe von Paniermehl kommen dürfen. Weil eben die Panade besagtem Geschmack die Show stiehlt. Ob's stimmt? Oder besser gesagt, wie es in unserem Test lief: Das erfahren Sie weiter unten im Beitrag…

Das Entrecôte ist ein saftiges Zwischenrippenstück.

Welches Stück Fleisch ist ideal für panierte Rindersteaks?

Ich habe mir ein Entrecôte ausgesucht. Auch Rib-Eye-Steak genannt. Das Wort "Entrecôte" stammt aus dem französischen und heißt soviel wie zwischen den Rippen – es ist also ein Zwischenrippenstück. Und Rib-Eye kommt daher, dass das Stück im Inneren ein Fettauge beinhaltet. Dieses Stück ist mal mehr mal weniger mit Fett marmoriert, was einen zusätzlichen großartigen Geschmack mit ins Spiel bringt. Andere hochwertige Rindersteaks wären zum Beispiel das Rinderfilet oder das Roastbeef. Letzteres auch bekannt unter der Bezeichnung Rumpsteak. 

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Panierte Rindersteaks: Auf was muss man bei dieser Zubereitung achten?

Beim Panieren kann man nicht allzu viel falsch machen. Dieser Vorgang läuft wie beim Schnitzel* ab. Für alle, die sich noch nicht damit beschäftigt haben: Zuerst im Mehl wenden, dann ins verquirlte Ei tunken und sodann im Paniermehl wälzen. Der Fehler wäre nun: Ab damit ins heiße Öl und die Pfanne fortlaufend auf Vollgas zu beheizen. Dann ist die Panade in kürzester Zeit schwarz und das Fleisch innen noch ganz blutig. Also: Vollgas beim Erhitzen vom Öl, wenn das Steak in der Pfanne liegt auf mittlere Hitze zurückfahren. Und frittieren bzw. backen, bis es von beiden Seiten goldbraun ist.

Das Fazit zum Thema: panierte Rindersteaks

Mein Fleisch hatte eine unglaublich feine Konsistenz. Butterweich und sehr saftig*. Die Show hat die Panade dem Fleisch nicht gestohlen. Aber die Panade war auch nicht besonders dick und das Steak hatte schon eine Dicke von rund zwei Zentimetern. Also weit entfernt von einem dünnen Schnitzel. Einzig auffällig: Im Gegensatz zu einem eher trockenen Schnitzel verliert das fertige saftige Steak nach einiger Zeit Fleischsaft. Und weicht damit Teile der Panade auf. Darum: Schnell genießen!

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Rezept für paniertes Rindersteak

Portionen: 1
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten

Diese Zutaten brauchen Sie für paniertes Rindersteak

  • 1 Entrecôte (ca. 300 g)
  • Paniermehl 
  • 1 Ei 
  • Sonnenblumenöl 
  • Mehl 
  • 0,5 TL Pfeffer 
  • 0,5 TL Salz

Rezept: So bereiten Sie das panierte Rindersteak zu

  1. Schlagen Sie das Ei in einen Suppenteller auf und verquirlen Sie es, anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Wälzen Sie das Fleisch im Mehl, danach tunken Sie es beidseitig ins verquirlte Ei und abschließend wenden Sie es im Paniermehl.
  3. Nun frittieren Sie das panierte Steak in einer Pfanne, (in reichlich heißem Öl) bis es beidseitig goldbraun ist.

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Das Rezept für paniertes Rindersteak im Video

Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ & Food-Magazins "Die Frau am Grill". Nebenbei betreibt sie den größten YouTube-Kanal zum Thema "Grillen" der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten der Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill, sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf www.die-frau-am-grill.de und dem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill.

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Als ich zusammen mit meinem Kameramann 2017 meine Pilates-Webseite www.anjaauer.de aufgesetzt habe, wurde innerhalb dieser auch ein Food-Blog namens „Salz & Pfeffer“ gestartet. Die Resonanz auf diesen Blog war überaus positiv. Es hieß: „Mensch mach‘ doch gleich noch einen Grillblog auf“. Gesagt getan. „Die Frau am Grill“ war im November 2017 geboren. Und parallel dazu auch der gleichnamige YouTube-Kanal.

Nachdem aber die Nachfrage nach Rezepten auf dem Blog ein Ausmaß erreichte, dem ich als einzelne Bloggerin nicht mehr gerecht werden konnte, veröffentlicht nicht mehr nur meine Wenigkeit die Beiträge, sondern auch Autoren, die alle aus der BBQ- und Kochwelt stammen.

Aus diesem Grund is "Die Frau am Grill“ seit dem 4. April 2019 ein BBQ & Food-Magazin. Mit Beiträgen von vielen Autoren. Rund um die Themen Grillen und Kochen. Mit Tipps & Tricks von Profis. Mit Interviews. Mit Produkttests. Und besonders auch mit Rezepten zu Fleisch, Fisch, Beilagen, Süßem, Saucen, Dressings, etc…

Das Credo dieses neuen BBQ & Food-Magazins: Inspiration & Information!

In diesem Sinne,

Eure Anja