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Nahrungsmittelunverträglichkeit

Fruktose-Intoleranz: Symptome, Diagnose und Behandlung

Obst in einem Korb
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Fruktose-Intoleranz: Symptome, Diagnose und Behandlung

Jeden zweiten Sonntag gibt Ernährungsberaterin Nadine Demmel wertvolle Tipps rund um gesunde Ernährung, Kochen, Unverträglichkeiten und Darmgesundheit. Immer mehr Menschen leiden an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, deshalb dreht sich heute alles um das Thema Fruktose-Intoleranz. In diesem Artikel werden Symptome beschrieben und eine mögliche Behandlung erklärt.

Schätzungsweise jeder zehnte Deutsche leidet unter einer Fruktose-Intoleranz, auch -Malabsorption genannt. Übelkeit, Blähungen, Durchfall, oder Bauchschmerzen sind die klassischen Symptome, doch viele wissen nicht, dass auch Kopfschmerzen und Depressionen ein Symptom bzw. eine Folge der Unverträglichkeit sein können. 

Arten der Fruktose-Intoleranz

Es wird hierbei zwischen zwei Arten der Fruktose-Intoleranz unterschieden. Es gibt eine angeborene Form, die sog. hereditäre Fruktose-Intoleranz, welche seltener Auftritt oder die intestinale, auch Fruktose Malabsorption genannt. Bei der intestinalen Form (das heißt: vom Darm herrührende) handelt es sich um eine Stoffwechselstörung und keine Abwehrreaktion des Immunsystems. Hierbei ist die Aufnahme von Fruchtzucker aus dem Darm in die Blutbahn gestört. In unserer Dünndarmwand befinden sich Transporteiweiße, welche die Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei aufnehmen und durch die Wand hindurchbefördern. Es gibt viele verschiedene Transporter für die einzelnen Nährstoffe. Für den Abbau des Fruchtzuckers ist der GLUT-5 Transporter verantwortlich. Ist dieser nicht ausreichend vorhanden oder „defekt“, dann bleibt Fruchtzucker im Nahrungsbrei und wandert weiter in den Dickdarm, der von Bakterien besiedelt ist. Die süße Nahrung produziert Gase wie Wasserstoff oder Methan sowie kurzkettige Fettsäuren, die den Druck ansteigen lassen. So entstehen die typischen Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Durchfälle. Oft können aber auch noch kleine Mengen vertragen werden, da der GLUT-2 Transporter, die für den Abbau der Glukose verantwortlich sind, den Fruchtzucker „mitfahren“ lassen. 

Bei der hereditären Fruktose-Intoleranz kann keinerlei Fruchtzucker abgebaut werden, da dieser nicht verstoffwechselt werden kann. Der einzige Weg ohne Symptome zu leben ist eine strikte Vermeidung aller Fruktosehaltigen Lebensmittel

Wird, egal bei welcher Form, die Ernährung nicht umgestellt, folgen häufig weitere Unverträglichkeiten oder etwa ein Reizdarmsyndrom. Oft klagen Betroffene auch über weitere Mangelerscheinungen und sind häufig krank. Auch ein niedriger Folsäure- oder Zinkspiegel ist typisch. Wenn der GLUT-5 Transporter nicht richtig funktioniert, wird auch die essenzielle Aminosäure Tryptophan nicht richtig aufgenommen. Da dies aber eine Vorstufe für unser Glückshormon Serotonin ist, können auch psychische Veränderungen bis hin zu innerer Unruhe, Panikattacken oder Depression die Folge sein. Auch Müdigkeit und Konzentrationsstörungen gehen damit oft einher. 

Diagnose und Behandlung

Ob du an einer Fruktose Malabsorption leidest, kannst du über einen Wasserstoff-Atemtest ganz leicht feststellen. Dieser wird bei einem Gastroenterologen durchgeführt, indem man nüchtern ein Glas in Wasser aufgelösten Fruchtzucker zu sich nimmt. Im Anschluss wird über einen Zeitraum von 2-3 Stunden der Wasserstoff im Atem gemessen. 

Ist die Diagnose erst einmal gestellt kann durch eine Fruktosearme Ernährung über mehrere Wochen, die Funktionalität in den meisten Fällen wieder hergestellt werden. Hierzu musst du 4-6 Wochen auf alle Lebensmittel verzichten, welche einen hohen Fruchtzuckergehalt haben. Im Anschluss wird der Fruchtzuckergehalt langsam erhöht. 
Zur Malabsorption zählt jedoch nicht nur der klassische Fruchtzucker, der sich im Obst befindet, sondern auch sogenannte Zuckeraustauschstoffe, wie Sorbit, Maltit, Xylit oder Inulin. Diese verstecken sich in Süßwaren, Fertiggerichten, Alkohol und in Gebäcken. Auch bestimmte Gemüsesorten enthalten einen hohen Fruchtzuckergehalt und sind in der ersten Phase erstmal zu meiden.

Es kann aber auch in der ersten strikten Phase auf Ersatz zurückgegriffen werden, wie bspw. auf Traubenzucker, da sich darin nur Glukose befindet, welcher durch den GLUT-2 Transporter abgebaut werden kann. So habe ich mir in dieser Phase gerne Haferkekse gebacken und diese nur mit wenig Traubenzucker gesüßt. So hatte ich immer ein „kleines Zuckerl“ für den Nachmittag. 

Gerne unterstütze ich dich in meiner Beratung, bei der Wahl der richtigen Lebensmittel, gebe dir Tipps und Links an die Hand, welche dir das Kochen erleichtern. Mir ist es wichtig, deine Ernährung individuell auf dich und mit dir abzustimmen, so dass es dir schmeckt und du nicht das Gefühl hast auf zu viel verzichten zu müssen. Über mein Kontaktformular kannst du jederzeit ein unverbindliches Kennenlerngespräch vereinbaren oder du nimmst direkt Kontakt mit mir auf, unter 0160/2449994.

Hinweis: In meiner Beratung stelle ich keine Diagnosen. Bitte ziehe bei Beschwerden stets einen Arzt hinzu.

Weitere Infos, Tipps und Anregungen findest du auf www.ernaehrung-nadine.de oder Instagram.

Eure Nadine

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