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Mit Rezept

Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Herzrasen? Es könnte eine Histaminunverträglichkeit dahinter stecken

Salami Käse Essiggurken
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Histamin ist in sehr vielen Lebensmitteln enthalten.

Jeden zweiten Sonntag gibt Ernährungsberaterin Nadine Demmel wertvolle Tipps rund um gesunde Ernährung, Kochen, Unverträglichkeiten und Darmgesundheit. Heute dreht sich alles um die gar nicht so ungefährliche Histaminunverträglichkeit. Diese kann sich durch die unterschiedlichsten Symptome äußern. Alle wichtigen Informationen dazu findet Ihr hier.

Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Hautrötungen, Herzrasen, eine häufig laufende Nase oder tränende Augen - All das können Anzeichen für eine Histaminunverträglichkeit sein. Die Symptome lassen im ersten Moment nicht an eine Unverträglichkeit denken, wodurch Betroffene oft erst nach einer Odyssee an Untersuchungen auf die Antwort der Beschwerden stoßen.

Wir haben fast alle schon davon gehört, aber was ist eigentlich Histamin?

Das Wort Histamin kommt aus dem altgriechischen und heißt übersetzt Gewebe, es zählt zu biogenen Aminen. Genauer gesagt handelt es sich dabei um einen sogenannten Naturstoff, welcher in unserem Körper als Gewebshormon und Neurotransmitter fungiert. Unser Körper kann es zum einen selbst produzieren, zum anderen nehmen wir es aber auch mit der Nahrung auf.

Durch den Reifungsprozess in unserer Nahrung enthält diese die Aminosäure Histidin. Diese wird durch die Abspaltung von Kohlenstoffdioxid zu Histamin verwandelt. Unser Körper speichert das Histamin dann in unseren Mastzellen, sowie in den Granulozyten und unseren Nervenzellen. Daher spielt das Histamin in vielerlei Hinsicht eine große Rolle, es ist wichtig für ein funktionierendes Immunsystem und bekämpft allergische Reaktionen. Aber auch im Magendarmtrakt ist es wichtig, da es zur Regulation der Magensäureproduktion beiträgt. Im zentralen Nervensystem wirkt es bei der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Kontrolle des Appetits mit. Als natürlicher Botenstoff ist es bei vielen Entzündungsreaktionen im Körper beteiligt und reguliert diese, daher ist Histamin sehr wichtig für unser Wohlbefinden.

Worum handelt es sich bei einer Histaminunverträglichkeit?

Viele sehen es als Allergie oder Intoleranz an, doch ist es genau genommen eine Stoffwechselstörung. Es gibt verschiedene Enzyme, die bei der Aufnahme von Histamin eine wichtige Rolle spielen, das ist z.B. die Diaminoxidase (DAO), eine der häufigsten Formen. Die DAO ist u.a. dafür zuständig das Histamin im Darm abzubauen. Ist diese Funktion gestört, gelangt zu viel Histamin in unseren Körper, was sich meist durch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt äußert.

Die Ursachen für die Entstehung der Unverträglichkeit sind jedoch bis heute nicht wissenschaftlich belegt. Es ist noch zu prüfen, ob die Nahrung allein für das Krankheitsbild der Histaminunverträglichkeit verantwortlich sein kann.

Auch die Diagnostik gestaltet sich schwierig. Es wird oft auf eine Auslass-Diät verwiesen, da die Ergebnisse von Blut- oder anderen Untersuchungen nicht immer eindeutig sind. Dabei werden in den ersten Wochen histaminhaltige Lebensmittel komplett reduziert. Dazu zählen vor allem lang gereifte und gelagerte Lebensmittel und Getränke wie, beispielsweise Käse, Rosinen, Nüsse und Rotwein. Aber auch Spinat, Auberginen, Sauerkraut, Schokolade, Tomaten, Orangen und Geräuchertes sind Histamin-Bomben, welche es zu vermeiden gilt. Generell ist es so, dass man immer frisch zubereitetes Essen zu sich nehmen sollte. Viel frisches und unbehandeltes Gemüse sowie Kartoffeln, Reis, Mais oder Hähnchenfleisch können hier eine Alternative sein.

Verbessern sich, während der Auslass-Diät die Symptome, können einzelne Provokationstests durchgeführt werden. So kann die individuelle Verträglichkeit besser bestimmt werden. Oft ist die Menge an Histamin, die Betroffene vertragen können individuell sehr verschieden. Sehr hilfreich ist es dabei auch ein Ernährungstagebuch zu führen, dies geht natürlich auch ganz einfach mit diversen Apps oder Vorlagen im Internet. (Bitte wende dich bei Beschwerden immer an deinen Hausarzt und führe die Ernährungsumstellung immer in geschulter Begleitung durch).

Wie sieht eine histaminarme Ernährung aus:

Verzichte auf…

geräucherte, getrocknete oder eingesalzene Fisch- oder Wurstwaren, Histamin reiche Fischarten, lang gereiften Käse, Kakao oder Schokoladenprodukte, Alkohol, Fertiggerichte, Chips, Mahlzeiten mit Geschmacksverstärker wie, beispielsweise Glutamate, fermentiertes Gemüse (Sauerkraut, Essiggurken)

Nutze stattdessen…

Frisch zubereitete Lebensmittel, frische histaminarme Gemüse- und Obstsorten, Kartoffeln, Reis, Mais, Hafer, hefefreie Backwaren, Nudeln (ohne Weizen, Hefe & Ei), Milch, Sahne, Quark, Joghurt, Olivenöl, Butter, frischer Fisch, Fleisch und Geflügel, Macadamianüsse, frische Kräuter, u.v.m.

REZEPT: Reispfanne mit Gemüse und Hähnchen 

Zutaten für 2 Personen:

  • 125 g Wildreis

  • 1 Paprika

  • 1 (ca. 250 g) Zucchini

  • zum Anbraten: 1 EL Kokosfett

  • 250 g Hähnchenbrustfilet

  • 2 EL Frischkäse

  • 1-2 TL Kurkuma

  • Salz & Pfeffer

Und los geht‘s:

Den Wildreis nach Packungsanweisung kochen. Dann die Paprika waschen, entkernen und in Streifen schneiden. Zucchini waschen, längs halbieren und in Scheiben schneiden. Kokosfett in einer Pfanne erhitzen.

Das Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Stücke schneiden und anbraten, bis es leicht gebräunt ist. Aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen. Das Gemüse in die Pfanne geben und vier Minuten anbraten. 

Den Frischkäse einrühren, mit Kurkuma, Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. Zum Schluss den Reis und das Hähnchen zum Gemüse in die Pfanne geben und vermischen. Auf zwei Tellern verteilen, mit frischen Kräutern garnieren und genießen.

Wenn du Unterstützung bei der Umsetzung einer Ernährungsumstellung benötigst, stehe ich dir in der Ernährungsberatung gerne zur Seite. Ich gebe dir Tipps und Tricks an die Hand, welche dir das Kochen erleichtern und erarbeite mit dir gemeinsam die Auswahl der für dich richtigen Lebensmittel. Mir ist es wichtig, deine Ernährung individuell auf dich und mit dir abzustimmen, so dass es dir schmeckt und du nicht das Gefühl hast verzichten zu müssen.

Wenn auch du deine Ernährung verbessern willst, dann freue ich mich auf deinen Anruf unter 0160/2449994 oder lasse mir online unter www.ernaehrung-nadine.de eine Nachricht zukommen.

Hinweis: Meine Beratung ersetzt keinen Arztbesuch. Bei gesundheitlichen Problemen sollte dieser immer hinzugezogen werden.

Weitere Infos, Tipps und Anregungen findest du auf www.ernaehrung-nadine.de oder Instagram.

Eure Nadine

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