Fitness-Tipp: Entgiftung, so funktioniert Detox

Detox und Entgiftungskuren – was bringt uns der Verzicht auf feste Nahrung?

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Detox, aber richtig! So funktioniert es mit der "Entgiftung".

Rosenheim - Detox-Kuren, Entgiftungssäfte und Entschlackungstees. Bereits seit einiger Zeit scheinen der Markt und die Vermarktung solcher Produkte förmlich zu explodieren. Doch wie sinnvoll ist der Verzicht auf feste Nahrung? Hilft mir eine Saft-Kur wirklich beim Abnehmen, oder trifft mich nach einer Woche Fasten der allseits bekannte Jojo-Effekt? Und sind wir überhaupt wirklich „vergiftet“ oder ziehen uns Säfte, Tees und Entgiftungs-Kuren nur unnötig das Geld aus den Taschen?

Das Gift in unserem Körper

Weitere Informationen zum Thema Detox finden Sie unter original-bootcamp.com

In der modernen Welt setzen wir unseren Körper jeden Tag einer enormen Menge an Substanzen aus. Und tatsächlich können viele dieser Stoffe unsere Gesundheit negativ beeinflussen. Substanzen, die uns oder unserem Organismus schaden definieren wir als Gifte. Das Erschreckende ist, dass wir die bedeutendsten solcher schädlichen Stoffe hauptsächlich über unsere Ernährung aufnehmen. Künstliche Konservierungsmittel und Lebensmittelzusatzstoffe belasten unseren Körper enorm. Aber auch Rückstände von Pestiziden (u.a. Pflanzenschutzmittel), Herbiziden (Unkrautbekämpfungsmittel) und Fungiziden (töten Pilze und Sporen) befinden sich haufenweise an und in Lebensmitteln und in unserem Wasser. Auch Schwermetalle aus Zahnfüllungen und Impfstoffen, Chemikalien aus dem Waschmittel, Medikamente, Kosmetika und Tattoos zählen zu den häufigsten Giftstoffen, mit denen wir täglich in Kontakt kommen.

Wie kann unser Körper mit diesen Giftstoffen umgehen?

Unser Körper schleust Gifte über ein komplexes System aus unserem Körper hinaus. Während Leber und Nieren unsere Hauptentgiftungsorgane sind, ist die Leber der absolute Superheld in der Unschädlichmachung von solch schädlichen Bösewichten. Die Leber ist bildhaft unsere Chemiefabrik und an allen Stoffwechselprozessen beteiligt. Sie spaltet giftige Stoffe auf und programmiert ihre Ausscheidung.

Der Prozess der Entgiftung im Überblick:

Nicht nur unser Herz wird im sekündlich von Literweise Blut durchflutet. Täglich wird unsere Leber von etwa 2.000 Liter Blut passiert. Dieses Blut transportiert neben sämtlichen Nährstoffen auch Abbauprodukte und giftige Schadstoffe und befördert diese in unsere Leberzellen. Hier werden sie von Helferleinproteinen (sog. Enzymen) gebunden, umgewandelt und im Anschluss über das Blut in die Nieren geleitet, unsere zweite wichtige Entgiftungsstation. In den Nieren werden die Schadstoffe herausgefiltert und können über den Urin dann endlich aus dem Körper transportiert werden.

Manchmal stellen sich jedoch besonders hartnäckige Schurken, wie z.B. wasserunlösliche Überreste in unserer Leber quer und wollen nicht von den Leberenzymen abgebaut werden. Aber unsere Leber wäre nicht umsonst der absolute Superheld der Entgiftung, wenn sie nicht auch hier eine Lösung hätte. Wasserunlösliche Schadstoffe werden in der Leber mit Galle eingedickt - einer zähen, gelblichen Flüssigkeit - und vorerst in der Gallenblase gelagert. Wenn wir nun das nächste Mal Nahrung aufnehmen, werden diese unbrauchbaren Rückstände gemeinsam mit den eingedickten Giften in den Darm entleert, dort weiter aufgespalten und später dann ausgeschieden. Ein Beispiel für den Abbau von Giften, der für uns sogar spürbar ist, ist übrigens der Abbau von Alkohol. Denn Alkohol - wie eigentlich jeder weiß - ist ein Gift für unseren Körper. Und damit wir nicht dauerhaft torkelnd durch die Weltgeschichte stolpern, muss der Alkohol von unserem Körper unwirksam gemacht werden. Da Alkohol durch seine Oxidgruppen gut wasserlöslich ist, kann er in der Leber durch Leberenzyme umgewandelt und durch die Niere dann wieder ausgeschieden werden.

Warum unser körpereigenes Entgiftungssystem manchmal nicht ausreicht

Konfrontieren wir unseren Körper ununterbrochen mit Giftstoffen, schwächen und überlasten wir unsere Entgiftungsorgane. Man kann sich das wie bei einem Türsteher vor einer Disko vorstellen, der die friedliche Partymeute von den fiesen Halunken unterscheiden muss. Zu Beginn des Abends, wenn noch nicht viel los ist, fällt es dem Türsteher einfach, die ungewünschten Gäste zu erkennen und auszusortieren. Wird es jedoch voll und alle versuchen gleichzeitig durch die Tür zu kommen, ist der Türsteher überfordert und es landen neben friedlichen Partygästen eben auch ungebetene Halunken in der Disko. Das heißt übersetzt, unser Körper kann die Giftstoffe nicht mehr ordnungsgemäß abtransportieren, wenn die Menge zu groß ist.

So funktioniert Detox!

Die Top 5 der typischen Symptome für eine „Türsteherüberlastung“:

1. Verstopfungen: Sammeln sich die Gifte im Darm an und wird dadurch die Darmwand beschädigt, können Abfallstoffe nicht mehr wie gewünscht abtransportiert werden. Die Abfallstoffe lagern sich an, verhärten und der Stuhlgang wird unregelmäßig. 

2. Gewichtszunahme: Unsere Schilddrüse sondert fettverbrennende Hormone ab und regelt so im Normalfall unseren Fettstoffwechsel und damit auch unser Gewicht. Diese Absonderung kann durch die Giftstoffe jedoch verlangsamt werden, wodurch sich Fett schneller anlagert und wir an Gewicht zunehmen. 

3. Hautprobleme: Auch unsere Haut ist zur Entgiftung unseres Körpers fähig. Sammeln sich zu viele Schadstoffe in der Leber und im Darm an, versucht der Körper diese über die Haut abzubauen, was sich in unreiner Haut und übermäßigem Schwitzen bemerkbar machen kann. Gifte, die über Cremes, Make-Up, Shampoos oder Ähnliches über die Haut aufgenommen werden, können zusätzlich die Poren verstopfen und zu Hautreizungen, -unreinheiten, -entzündungen, Falten und Erkrankungen des Bindegewebes führen. 

4. Kopfschmerzen: Auch unser zentrales Nervensystem können die Giftstoffe angreifen, was zu einer erhöhten Empfindlichkeit des Gehirngewebes führen und somit die Ursache für Kopfschmerzen oder sogar Migräneanfällen bilden kann. 

5. Muskelkrämpfe Sammeln sich übermäßig viele Giftstoffe im Körper an und aktivieren wir dann unsere Muskulatur, so können sich die Kapillaren verengen und die Durchblutung stören. Durch den daraus resultierenden Sauerstoffmangel belasten wir unsere Muskulatur quasi doppelt und sie ermüdet deutlich schneller. Unsere Muskeln schmerzen oder verkrampfen.

Detox-Kuren – die Rettung in der Not?!

Die Werbung verspricht uns: Durch Tees, Säfte und Co. entgiften wir unseren Körper schneller, besser und intensiver. Aber ist da wirklich was dran an den zahlreichen Slogans der Werbeindustrie? Wie helfen uns Detox-Kuren aus dem Supermarkt, unseren Körper von Giftstoffen zu entlasten?

Generell gilt: Unsere zentralen Unterstützer in Sachen Entgiftung (Leber, Nieren und Darm) haben auch andere Aufgaben, denen sie sich widmen müssen. Die Leber ist neben ihrem Superheldenjob in der Giftbranche gleichzeitig noch verantwortlich für die Speicherung von Glukose, Fette, Vitaminen und Eisen, sie bildet Eiweiße und ist verantwortlich für die Blutbildung während einer Schwangerschaft. Unsere Nieren müssen nicht nur Schadstoffe filtern, sondern auch die Erythrozytenbildung

stimulieren und unser Darm ist nebenher noch mit der allgemeinen Verdauung und der Energiebereitstellung beschäftigt. Das heißt also: Je mehr unsere Entgiftungszentralen mit anderen Aufgaben beschäftigt sind, desto weniger können sie sich auf das Bekämpfen von Giftstoffen konzentrieren. Und genau hier setzt der Trend mit der Flüssignahrung in Detox-Kuren an:

1. Indem wir nur flüssige bis keine Nahrung aufnehmen, geben wir dem Körper Zeit, zu entgiften. Es wird deutlich weniger Energie aufgewendet, die Nahrung in ihre Bestandteile aufzuspalten und Leber, Darm und Nieren können sich voll und ganz auf das Umwandeln und Ausscheiden der Schadstoffe konzentrieren. 

2. Die Einnahme von sehr mikronährstoffreichen Lebensmitteln haben verschiedene Wirkweisen. So wirken bestimmte Stoffe aus beispielsweise Tees entwässernd, wodurch Giftstoffe schneller ausgespült werden können. Stellen Sie sich das wie auf einer Rutsche vor. Wenn die Rutsche voller Sand ist und man oben mit einem Schlauch Wasser hineinspült, wird der Sand von Wasser mitgerissen. Der Saft einiger Obstsorten enthält zusätzlich eine hohe Menge an Antioxidantien, die die Unschädlichmachung von Umweltgiften positiv beeinflussen. 

3. Die Gesundheit unseres Darms wird dadurch unterstützt. Wie bereits erwähnt, können sich Giftstoffe im Darm ablagern. Dies reizt Darmflora und Darmschleimhaut und es entstehen „Risse“, in denen sich krankmachende Keime ansammeln und vermehren können. Folgen sind Fäulniserkrankungen oder Durchfall. Demnach gibt ausgewählte, flüssige Nahrung einem gereizten Darm die Zeit und Möglichkeit sich wieder zu erholen.

Doch halten Entgiftungssäfte, Entschlackungstees und Detox- Kuren wirklich auch das, was sie versprechen? 

Verschaffen sie allein uns ein gesünderes Lebensgefühl und eine schnelle und unkomplizierte Gewichtsreduktion?

Die Idee, durch eine flüssige, nährstoffreiche Ernährung die Entgiftungszentren des Körpers zu unterstützen, ist erst mal keine schlechte. Aber dabei sollten Sie beachten: Wer sich auf gekaufte Ware verlässt, bekommt wenig und zahlt viel. 30€ für ein Detox-Pflaster, 80€ für drei Tage Detox-Saftkuren, 300€ für ein fünf Tage Detox-Juice-Set und ähnliche Angebote ziehen uns nicht das Gift aus den Körpern, sondern in erster Linie vor allem das Geld aus der Tasche.

Denn:

1. Die meisten Produkte fokussieren sich lediglich auf einen Teil unseres Körpers (zum Beispiel die Leber), statt ganzheitlich anzusetzen. 

2. Sie legen ihr Augenmerk vor allem auf die Stoffe, die dem Körper entzogen werden sollen und vergessen dabei die notwendigen Stoffe, die dem Körper zugefügt werden müssen.Die Aufmerksamkeit darauf, dass die Produkte das volle Spektrum an nötigen Nährstoffen (Proteine, mehrfach ungesättigte Fettsäuren usw.) sicherstellen, geht meist leider verloren. 

3. Sie setzen am Körper an, nicht an der Psyche. Die Hersteller erzählen uns, welche Lebensmittel schlecht für uns sind (Alkohol, Zucker, industriell verarbeitete Lebensmittel, usw.). Sie helfen uns aber nicht, mit stressigen Situationen im Alltag fertig zu werden oder jahrelanges Gewöhnungsverhalten abzulegen. Nach einer Woche an-die-Regeln- halten fallen wir daher meistens in alte Muster zurück und möglicherweise ausgespülte Gifte werden auf schnellstem Wege wieder aufgenommen. Zusätzlich führen wir uns in der Fastenwoche in der Regel relativ wenige Kalorien zu, wodurch der Körper meist in einen Hungerstoffwechsel verfällt. Resultat: Wir verlieren zwar innerhalb der Fastenzeit an Gewicht - wenn wir im Anschluss jedoch wieder in unsere alte Ernährungsroutine verfallen, nehmen wir sehr schnell wieder zu. Und das leider oft mehr, als wir ursprünglich abgenommen haben. Und da ist er dann: der sogenannte Jojo-Effekt.

Aber nun Klartext: Detox – ja oder nein?

Sagen wir mal so:

Wenn Sie darauf achten, dass Sie trotz Flüssignahrung alle essentiellen Bausteine unserer Ernährung aufnehmen, wie beispielsweise Proteine und Ballaststoffe, dann kann eine Woche Trinken in der Regel nicht schaden um Leber, Nieren, Darm in ihrer Arbeit zu unterstützen (einige Personengruppen sind hier ausgenommen, wie z.B. Schwangere, Stillende, Kinder, Senioren und Personen mit bestimmten Krankheitsbildern). 

Eine Absprache mit dem Arzt oder einem Ernährungsberater sollte jedochimmer vor dem Start einer Detox-Kur erfolgen! 

Aber eine Woche der Entgiftung ist definitiv nicht ausreicht, um Probleme wie Übergewicht, Hautirritationen und Migräne aus der Welt zu schaffen. Eine Kur kann immer nur Anstoß für eine Veränderung sein. 

Wir haben mit Stephanie Urban gesprochen, sie ist Cheftrainerin von ORIGINAL BOOTCAMP, die neben effektivem Training an der frischen Luft auch besonders auf eine gesunde, ausgewogene und natürliche Ernährung Wert legen. Sie sagt zum Thema Entgiftung:

„Entscheidend sind 3 Dinge: 

1. Achten Sie auf qualitativ hochwertige Lebensmittel. Und das sowohl während als auch nach einer Entgiftungsphase. Regionale- und Bio- Produkte und der Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel verringern die Giftbelastung durch Pestizide und Herbizide um ein Vielfaches. Auch nach einer Kur sollten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. 

2. Vermeiden Sie zu rauchen und trinken Sie Alkohol nur in Maßen! Auch wenn es noch so offensichtlich ist, sind unser e Körper (und Straßen) leider voller Rückstände von Zigarettenrauch und Tabak, zwei der schädlichsten Umweltgifte. Und auch der Konsum von Alkohol alarmiert in unserer Leber die Giftglocken und sollte daher möglichst auf ein Minimum reduziert werden. Das heißt nicht, dass Sie sich nicht mal ein Gläschen schmecken lassen dürfen. Aber Sie tun Ihrem Körper wirklich etwas außerordentlich Gutes, wenn Sie nur noch zu besonderen Anlässen Alkohol trinken – und ihn dann auch ohne ein schlechtes Gewissen genießen zu können! 

3. Sport und Bewegung! Körperliche Aktivität regt den Stoffwechsel immer noch am meisten an und somit auch die Arbeit von Leber, Darm und Nieren. Ein aktiver Lebensstil verhilft Ihrem Körper zu einer schnelleren und effektiveren Bekämpfung von Giftstoffen und dazu - um das Bild des Türstehers noch einmal aufzugreifen - fiese Halunken aus Ihrer Körperdisko fernzuhalten. 

Wir bei Original Bootcamp bieten Kurse in Rosenheim, Wasserburg und Brannenburg an. In kleinen Gruppen trainieren wir zweimal pro Woche kurz, knackig und besonders effektiv. Sie sind herzlich eingeladen, uns bei einem kostenlosen Schnuppertraining persönlich kennenzulernen. Wir freuen uns auf Sie!“

Original Bootcamp

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