Fitness-Tipp

Denkanstöße für eine moderne Fastenzeit - Teil 1

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Rosenheim - Wann beginnt die Fastenzeit und wie lange dauert sie? Was darf man in der Fastenzeit essen? Und gibt es eine Alternative zur kirchlichen Fastenzeit? Ja, die gibt es.

Ihren Ursprung hat die Fastenzeit in der katholischen Kirche. Hier bezeichnet sie die Bußzeit vor Ostern, die am Aschermittwoch beginnt und am Gründonnerstag endet. Doch wo damals aus Buße gefastet wurde, um das Durchhaltevermögen Jesu gegen die Versuchung des Teufels zu ehren, hat das Fasten nach dem Karneval für viele heutzutage keine religiösen Hintergründe mehr. Genutzt wird die Zeit als Chance, nach der oft sündenvollen Weihnachtszeit eine Auszeit zu nehmen. Verzichtet werden kann dabei auf alles Mögliche. Neben beispielsweise Fleisch, Süßigkeiten oder Fernsehen wollen wir Ihnen einige Denkanstöße und Alternativen vorstellen.

Denn Fasten geht auch ganz modern mit vielen tollen ökologischen und nachhaltigen Ideen, die nicht nur Ihnen und Ihrer Gesundheit, sondern auch der Umwelt und Ihren Mitmenschen zu Gute kommen!

Die Regeln – was gilt denn in der Fastenzeit?

Fasten ist in vielen Religionen fester Bestandteil. Wo Muslime im Fastenmonat Ramadan nur in den dunklen Abend- und Nachtstunden das Fasten brechen dürfen, erlaubt das Judentum ein Fasten bis zu maximal 25 Stunden.

Egal, für welche Art des Fastens Sie sich entscheiden, die Idee des Fastens bezieht sich auf das Wesentliche. Es geht darum, etwas zu reduzieren, das Sie normalerweise in (zu) großen Mengen konsumieren, oder darum, bestimmte Dinge bewusster wahrzunehmen, die oft in Ihrem Alltag untergehen. Sobald Sie wissen, was Sie fasten möchten, besinnen Sie sich darauf und steigern in der Fastenzeit Ihre Achtsamkeit bezüglich dieses bestimmten Themas.

Wie lange dauert die Fastenzeit?

Wie oben bereits erwähnt, beschreibt die ursprünglich katholische Fastenzeit eine Dauer von 40 Tagen. Von Aschermittwoch bis Gründonnerstag. Für die Mathematiker unter Ihnen: Karfreitag und - samstag sind zwar Fastentage, zählen aber nicht zur österlichen Bußzeit. Die Sonntage werden ebenfalls nicht mitgezählt.

Mehr zum Thema moderne Fastenzeit gibt's auf original-bootcamp.com.

Wenn Sie nicht aus religiösen Hintergründen fasten möchten, können Sie den Zeitraum natürlich frei wählen. Aber: Viele empfinden den Zeitraum zwischen Fasching und Ostern als geeignet. A), weil man an Fasching gerne mal über die Stränge schlägt und der Körper eine Pause gut gebrauchen kann und B), weil in dieser Zeit viele Menschen fasten. Und mit Gleichgesinnten fastet es sich leichter!

Wichtig ist, dass Sie sich einen festen Mindestabschnitt aussuchen. Ein fester Zeithorizont nimmt Ihnen nicht nur die Hürde zu starten, sie gibt Ihrem Plan auch mehr Struktur und steigert Ihre Motivation. Denn Commitment geht leichter mit einer Grenze vor Augen.

Was dürfen Sie in der Fastenzeit essen?

Wenn Sie sich dafür entscheiden, auf etwas zu Essen zu verzichten, gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Die meisten verzichten auf Fleisch, Süßigkeiten (Schokolade, Weingummi und Co.) oder Alkohol. Auch auf Kaffee wird gerne verzichtet. Denn auch wenn zwei bis drei Tassen (schwarzer Kaffee!) oft als nicht gesundheitsschädigend diskutiert werden, zeigen sich bei vielen Entzugserscheinungen, wenn sie mal keinen Kaffee trinken. Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder ironischerweise auch Schlaflosigkeit können auftreten, wenn das braune Getränk einmal ausbleibt.

Heilfasten: Fasten zum Abnehmen

Einige nehmen sich für die Zeit nach Karneval nicht nur den Verzicht bestimmter Nahrungsmittel wie Schokolade oder Weingummi vor sondern starten direkt in ein komplettes Heilfasten. Detox Kuren und Co. versprechen den großen Abnehmerfolg. Und tatsächlich führen Sie sich in einer Heilfastkur in der Regel recht wenige Kalorien zu, wodurch Ihr Körper in einen Hungerstoffwechsel verfallen kann. 

Resultat: Sie verlieren zwar innerhalb der Fastenzeit relativ schnell an Gewicht - wenn Sie im Anschluss jedoch wieder zu Ihrer ursprünglichen Ernährungsroutine übergehen, nehmen Sie wieder zu. Und das leider oft mehr, als Sie ursprünglich abgenommen haben. Ein regelmäßiger gesunder Ernährungsrhythmus ist damit viel wichtiger als eine Woche nichts Essen.

Übrigens: Schwangere, stillende Mütter oder Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenerkrankungen sollten von Heilfasten lieber die Finger lassen und/oder sich von einem Arzt beraten lassen.

Modernes Fasten – was Ihnen, der Welt und Ihren Mitmenschen guttut

Wie zu Beginn bereits angeklungen ist, möchten wir Ihnen gerne ein paar Denkanstöße mit an die Hand geben, wie Sie mit Ihrer Fastenzeit nicht nur Ihnen selbst, sondern auch Ihrer Umwelt etwas Gutes tun kannst.

1. Fasten für die Umwelt: Das Auto stehen lassen

Stattdessen häufiger das Rad / die Bahn nehmen oder zu Fuß gehen. Seien Sie doch einmal ganz ehrlich zu sich selbst: Benutzen Sie manchmal das Auto, um zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freunden zu fahren, obwohl Sie die Strecke auch gut mit dem Fahrrad, der Bahn, oder sogar zu Fuß hätten bewältigen können? Klar, manchmal regnet es in Strömen, oder Sie müssen größere Mengen oder Wasserkisten einkaufen. Aber manchmal ist das Auto auch einfach die bequemere Lösung. Oder? 

Praxis-Tipp: Hängen Sie sich eine Liste mit grünen Kilometern an den Kühlschrank oder ins Büro (auch als Team sehr schön durchführbar). Hier tragen Sie sich in eine Liste ein mit einem Strich für jede gesparte Autofahrt ein. Oder sogar für jeden gesparten Auto-Kilometer, wenn Sie zum Beispiel das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt haben. Am Ende des Jahres können Sie dann genau sehen, wie viele Kilometer Sie grün zurück gelegt haben. Sie können sich z.B. auch ein festes Ziel setzen, dass Sie 1000 km im Jahr schaffen.

2. Fasten für die Umwelt: Plastik-Verzicht

Mehr als 10 Millionen Tonnen Abfälle gelangen jährlich in die Ozeane. Und davon bestehen 75 Prozent aus Kunststoff und Plastik. Diese Zahlen kann man sich gar nicht bildlich genug vorstellen. Unsere Wegwerfgesellschaft kostet jedes Jahr bis zu 100.000 Meeressäugern und 1.000.000 Meeresvögeln das Leben. 

Die Tiere verhungern mit vollen Mägen, da Plastik den Verdauungsapparat verstopft. Oder sie verfangen sich in alten Fischernetzen und ertrinken oder erleiden schwere Verletzungen bei Befreiungsversuchen. Ein besonderes Phänomen sind sogenannten Müllstrudel. Gigantische Müllteppiche sammeln sich hier an. Einer der bekanntesten ist der „Great Pacific Garbage Patch“ im Nordpazifik, der inzwischen die Größe Mitteleuropas erreicht hat. Wenn Sie sich also dafür entscheiden eine plastikfreie Zeit in Angriff zu nehmen, leisten Sie einen riesigen Beitrag für unsere Umwelt. Natürlich ist es schwierig auf jede Art von Plastik zu verzichten. Viele Gebrauchsartikel wie zum Beispiel Damenhygiene Artikel oder bestimmte Lebensmittel findet man fast ausschließlich in Plastik verpackt.

Bilder: Denkanstöße für eine moderne Fastenzeit

Stellen Sie sich doch mal die Frage: Wie viel Plastik verbrauche ich am Tag? Trennen Sie Plastik knallhart vom Restmüll und stellen Sie fest, wie viel da tatsächlich zusammen kommt. Und dann beginnen Sie, auf kleine Dinge zu verzichten. Joghurt und Milch gibt es beispielsweise mittlerweile in fast jedem Supermarkt in Glasbehältern.

Wenn Sie bei einem Gegenstand oder einem Nahrungsmittel keine plastikfreie Alternative finden, ist das nicht so schlimm. Ein Plastik reduziertes Leben ist mehr ein schleichender Prozess.

Und wenn jeder von uns an ein, zwei, oder sogar drei kleinen Stellschrauben dreht, können wir die Welt mit kleinen Schritten jeden Tag ein bisschen besser machen.

Drei weitere Tipps für Ihre ganz individuelle Fastenzeit gibt’s nächste Woche!

Original Bootcamp

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