Dorothea Perkusic beantwortet Ihre Fragen rund um "Leben" und "Liebe"

Wir bekommen ein Kind! Wie verlieren wir unsere Beziehung nicht aus den Augen?

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Ein Neugeborenes verändert das Leben eines jeden Paares. Aber wie verliert man seine Zweierbeziehung nicht aus den Augen, wenn das Kind da ist?

In unserer Service-Rubrik "Liebesfragen" können Sie Dorothea Perkusic unter dem Betreff "Liebesfragen" Ihre Fragen rund um die Themen "Leben" und "Liebe" stellen. Jeder Ratsuchende bekommt von der Einzel- und Paartherapeutin eine persönliche Antwort. Ausgewählte Fragen werden immer montags hier anonymisiert veröffentlicht.

Heute die Frage einer werdenden Mutter: 

Wir sind seit sieben Jahren ein glückliches Paar und haben uns lange ein Kind gewünscht. Ich bin nun im siebten Monat schwanger. Mein Mann und ich freuen uns so sehr auf unser Kind. Doch mich überkommen zunehmend Ängste und Zweifel, ob unsere Beziehung dadurch in Gefahr gerät. Was können wir tun, damit wir unsere Zweierbeziehung nicht aus den Augen verlieren, wenn das Kind da ist?

Dorothea Perkusic:

Stellen Sie hier der Einzel- und Paartherapeutin Dorothea Perkusic Ihre Fragen rund um die Themen "Leben" und "Liebe":

Kinder sind ein wundervolles Geschenk und gelten oft als die Krönung der Liebe. So schön es jedoch auch ist, Kinder zu haben, so sind sie doch auch ein nicht zu unterschätzender Belastungsfaktor und ein Härtetest für jede Beziehung. Vermutlich wird Ihnen langsam klar, dass Sie für einige Zeit von Ihren eigenen Bedürfnissen zurücktreten und auf vieles verzichten müssen, was Ihr Leben bis dato bestimmt hat. Dass Ihnen dies auch Respekt einflößt und sogar Angst macht, ist eine natürliche und reflektierte Reaktion. 

Über Sorgen und Ängste mit dem Partner reden

Jedoch kein Grund, panisch zu werden, denn die glücklichen Zeiten und die Nähe die Sie bis dahin miteinander hatten, können eine stabile Basis sein, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Sorgen Sie vor, sprechen Sie mit Ihrem Mann offen über Ihre Sorgen und Zweifel ohne sich dafür zu schämen, vielleicht ergeht es ihm trotz aller Vorfreude ähnlich und Sie können sich in Ihren geteilten Zweifeln und Bedenken begegnen. Aufkommende Bedenken stehen meist in keinem Verhältnis zu der Freude und Liebe, mit welcher Sie in diese spannende Zeit hineinwachsen werden.

Auch mit dem Kind werden Sie Zeit zu zweit finden

Und genau so ist es. Wir wachsen mit den Herausforderungen und nicht zuletzt auch mit unseren Kindern. Sorgen Sie vor. Räumen Sie sich genügend Freiräume ein, damit Sie sich auch um sich selbst und um Ihre Partnerschaft kümmern können. Doch geben Sie sich auch etwas Zeit. Kinder werden nicht ewig Nachts wach und Sie finden in absehbarer Zeit wieder in ein - auch auf anderen Ebenen - erfüllendes Leben zurück. 

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Es braucht eben etwas Zeit, Durchhaltevermögen und Vertrauen, Verständnis und Gespräche, um sich nicht aus den Augen zu verlieren. Steigen Sie ab und zu aus der „Elternrolle“ aus und machen Sie gemeinsam Dinge, die Ihnen gut tun und Spaß machen und nutzen Sie auch kleine Momente dazu. Ihr Kind wird von dieser Art der Beziehungspflege nur profitieren. Denn glückliche Eltern haben meist glückliche Kinder! Lassen Sie es auf sich zukommen und bleiben Sie im Gespräch. Versuchen Sie beide liebevoll mit Ihren jeweiligen Ängsten oder Wünschen umzugehen. 

Nehmen Sie sich ernst und gehen Sie aufeinander ein. Und freuen Sie sich auf eine, trotz aller Belastungen, magische Zeit mit Ihrem ersten Baby. Sie werden auf so manches verzichten müssen, doch Sie gewinnen auch einiges dazu, auch wenn der Mittelpunkt vorerst nicht mehr die Partnerschaft ist, sondern Ihr Kind. Ich wünsche Ihnen alles Liebe und Gute, Geduld, Kraft und größtmöglichen Genuss und nicht zuletzt: viel Freude und Spaß zu Dritt!!

Dorothea Perkusic

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Dorothea Perkusic
Einzel- und Paartherapie

Im Zentrum meiner Arbeit stehen die systemische Therapie und insbesondere Ihre Bedürfnisse.

In der Kindheit hat sich jeder von uns unbewusst ein Verhalten angeeignet, welches für das Zusammenleben in unserer Herkunftsfamilie nötig war und uns in diesem System am besten „zurecht kommen“ ließ. Diese erlernten Verhaltensmuster und Beziehungsmuster tragen wir weiter ins Erwachsenenleben und in unsere Partnerschaft. Wir stellen fest, dass wir damit plötzlich nicht mehr klar kommen, plötzlich scheint es etwas anderes zu brauchen, Konflikte und Enttäuschungen entstehen. Durch das Erkennen dieser veralteten Muster und Verhaltensweisen, das Überprüfen deren Notwendigkeit, diese bestehen lassen zu müssen, entstehen langsam aber nachhaltig Veränderungen. Durch tieferes Verstehen und Überprüfen lösen sich Blockaden und wir können aufbrechen in eine freie, an unsere echten Bedürfnisse angepasste Beziehung.

Kontakt:


Dorothea Perkusic
Einzel- und Paartherapie

Mobil: 0175-5611171
E-Mail: info@dorothea-perkusic.de