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MEINUNG

Burka-Pflicht in Afghanistan: Sträfliche Ignoranz

Klaus Rimpel online rahmen
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Klaus Rimpel

Es war alles umsonst… Fast 200.000 getötete Afghanen, rund 3600 gefallene Soldaten der westlichen Allianz, darunter 53 Deutsche: Nach all diesem Blutzoll steht Afghanistan wieder da, wo es vor dem US-Angriff 2001 war.

Der Rückfall in die dunkelsten Zeiten der Taliban-Herrschaft ist mit der Burka-Entscheidung des „Ministeriums für die Förderung der Tugend und die Verhütung des Lasters“ perfekt. Die Versprechen der Islamisten, eine moderatere Regierung als vor 2001 mit stärkerer Berücksichtigung der Frauenrechte anzustreben, sind mit dieser symbolträchtigen Entscheidung für die erneute Pflicht zur Ganzkörper-Verhüllung Makulatur.

Auch die Hoffnungen des Westens, wirtschaftliche Abhängigkeit könnte die Taliban zügeln, scheinen damit zerstoben. Die afghanischen Islamisten können auch deshalb so hart durchgreifen, weil die Aufmerksamkeit der Welt sich von ihnen abgewendet hat. Angesichts des Ukraine-Krieges schert sich derzeit kaum noch ein Politiker um das, was am Hindukusch passiert.

Dort, wo wir doch mal laut Verteidigungsminister Peter Struck unsere Freiheit verteidigten. Diese Ignoranz könnte sich bitter rächen – spätestens dann, wenn in Afghanistan ausgebildete Islamisten die Gunst der Stunde nutzen, den ohnehin krisengeschüttelten Westen mit neuen Terroranschlägen zusätzlich zu destabilisieren.

Klaus.Rimpel@ovb.net