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Meinung

Der Wolf, die Bauern und das LfU – Misstrauen statt Vertrauen

Heidi Geyer, Reporterin bei den OVB-Heimatzeitungen
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Heidi Geyer, Reporterin bei den OVB-Heimatzeitungen

Es brodelt bei vielen Landwirten in Oberbayern in der Debatte um den Wolf. Keine glückliche Rolle spielt dabei das Landesamt für Umwelt (LfU), findet Heidi Geyer, Reporterin bei den OVB-Heimatzeitungen.

Kommentar– Kaum ein Thema polarisiert so stark wie der Wolf und die Frage, ob er in unsere Region gehört. Das Landesamt für Umwelt (LfU) ist daran nicht unschuldig.

Viele Bauern haben das Vertrauen in die Einrichtung verloren, wenn es darum geht, mögliche Wolfsrisse auszuwerten. Sie haben das Gefühl, da werde etwas „unter den Tisch gekehrt“. Man wolle seitens des LfU nicht wahrhaben, dass es Wölfe in der Region gebe, sagen viele Landwirte. Selbst Tierärzte, die bei den Vorfällen vor Ort waren, bestätigen dies. Da ist es nicht günstig, wenn das LfU lediglich eine knappe Pressemeldung schickt, wenn ein Wolf namens GW2425m verantwortlich für Risse in drei Landkreisen ist.

Systematisch nimmt ein Großteil der betroffenen Landwirte jetzt selbst B-Proben der DNA der Risse und lässt diese auf eigene Kosten auswerten. In einer großen WhatsApp-Gruppe werden Sichtungen geteilt.

Dynamik durch Social Media

Wie dynamisch in den Sozialen Medien kommuniziert wird, ist bekannt. Man denke nur an das Video, in dem der Wolf durch Bergen läuft. Im Kontrast dazu liegt ein Antrag auf Entnahme nahezu zwei Monate bei der Regierung von Oberbayern. Ohne Erklärung, was genau untersucht wird, um zu einer Entscheidung zu kommen. Ohne Erklärung, wie man eigentlich den Wolf aus dem Dezember noch finden will. Schließlich ist er seit Wochen nicht mehr in Erscheinung getreten.

Sorge und Frust

Die Bauern sorgen sich um ihre Tiere und sind schwer frustriert, weil sie sich nicht gehört fühlen. Da hilft es nur bedingt, wenn Landwirtschaftministerin Michaela Kaniber (CSU) zum Trösten kommt. Der Ton zwischen LfU und den Landwirten ist in vielen Fällen sogar äußerst rau geworden. Umweltminister Thorsten Glauber (FW) sollte das deshalb zur Chefsache machen, das LfU fällt in seinen Zuständigkeitsbereich. Er sollte den Vorwürfen dringend nachgehen und zwischen LfU und Bauern vermitteln.

Schreiben Sie der Autorin: heidi.geyer@ovb.net