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Meinung

Finnland drängt in die Nato: Putins Eigentor

Sebastian Horsch online rahmen
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Sebastian Horsch

Finnland legt sich fest – das bisher neutrale Land mit einer 1300 Kilometer langen Grenze zu Russland will so schnell wie möglich der Nato beitreten. Dass auch Schweden seinem Nachbarn folgen wird, gilt als ausgemacht. Was für ein Eigentor von Wladimir Putin.

Mit seinem Angriff auf die Ukraine hat der Mann im Kreml das Stimmungsbild in den beiden skandinavischen Ländern komplett verändert – auch politisch. Finnlands besonnener Präsident Sauli Niinistö galt lange als eine Art Putin-Versteher und Bindeglied der EU nach Moskau. Auch Schwedens Regierungschefin Magdalena Andersson war keine glühende Nato-Befürworterin. Nun wollen beide lieber heute als morgen beitreten.

Die Kräfteverhältnisse werden sich dadurch noch stärker zugunsten des Westens entwickeln – nicht nur durch die strategische Lage der Länder. Insbesondere Finnland hat über die vergangenen Jahrzehnte darauf geachtet, Russland nicht nur im Eishockey Gegenwehr leisten zu können – die Streitkräfte sind hochgerüstet. Denn dort machte man sich anders als in der EU keine Illusionen darüber, wozu der große Nachbar fähig ist.

Doch wird Putin den Beitritt der Länder zulassen? Der Kreml hat bereits mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht. In Wahrheit dürfte das russische Militär derzeit aber zu schwach sein, um einen zweiten Krieg im Norden zu beginnen. Die Nato muss nun schnell sein.

Sebastian.Horsch@ovb.net