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Meinung

Reaktion auf Putins Kriegsgräuel: ein Ölboykott - für unsere Sicherheit

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis

Wer hat Deutschland an Putins kriegslüsternes Russland verraten und verkauft, stand Schlange im Kreml? Es waren dieselben Politiker, die sich jetzt, nach der Mordorgie von Butscha, hinstellen, ein betroffenes Gesicht machen.

Und die  der Öffentlichkeit erklären, dass das in der Ukraine alles ganz schrecklich sei – um noch im selben Satz hinterher zu schieben, dass ein Energieboykott gegen den Kreml gleichwohl nicht in Frage komme, da er ja unsere Wirtschaft belaste. Kaltschnäuziger geht es nicht mehr.

Das ist dieselbe verlogene Logik, die wir aus den Merkel-Jahren so sattsam kennen: Die Deutschland AG beschwor ihre überlegene Moral, als es in Wahrheit ums Geschäft ging. Lieferte sich ganz und gar Moskau und Peking aus und „outsourcte“ ihre Verteidigung an die Nato. Berauschte sich als „Friedensmacht“, ereiferte sich über Trumps „America first“, als es selbst „Germany first“ in seiner brutalsten Form praktizierte.

Bis heute spreizen sich die Politiker, die dieses historische Debakel angerichtet haben, lieber über den gnadenlos ehrlichen ukrainischen Botschafter Melnyk, als zuzugeben, dass sie unser Land systematisch wehrlos gemacht haben. Den höchsten Preis entrichten nun die Ukrainer, die dem Terror von Putins entmenschlichter Armee ausgeliefert sind; diese ist ganz und gar zum Spiegelbild des moralisch verkommenen Regimes im Kreml geworden. Doch auch Deutschland wird sich seinen Zahlungsverpflichtungen nicht entziehen können.

Ja, ein Energieboykott ist teuer. Aber noch viel teurer wäre es, Putins Kriegsmonster weiter mit täglich 200 Millionen Euro zu füttern – bis es sich stark genug fühlt, um auch unsere Nato-Verbündeten anzugreifen. Dann wäre unser Land im Krieg.

Das gilt es unbedingt zu verhindern. Erdöl ist auf den Weltmärkten leicht zu beschaffen. Ein Importstopp für russisches Blut-Öl wäre für Deutschland leicht zu verkraften. Zumindest dazu muss sich die Ampelregierung nun aufraffen, auch wenn sie ein Gas-Embargo noch scheut. Wenn sie es schon nicht für die gepeinigten Ukrainer tun will, dann bitte als Investition in die eigene Sicherheit.