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Ein Kommentar von OVB24.de-Redakteur Heinz Seutter

Zorn über Corona-Maßnahmen: Bitte macht es Gastro und Einzelhandel jetzt nicht noch schwieriger!

Einzelhandel und Gastronomie dürfen immer weiter öffnen. Doch es gibt immer noch eine Reihe von Details, die lästig werden können.
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Einzelhandel und Gastronomie dürfen immer weiter öffnen. Doch es gibt immer noch eine Reihe von Details, die lästig werden können.

Gerade dürfen immer mehr Geschäfte öffnen, Speisegastronomie ist wieder erlaubt. Doch es gibt immer noch einiges an Infektionsschutzmaßnahmen, die manchem sauer aufstoßen mögen. Bitte bedenkt aber: Einzelhandel und Gastro brauchen gerade jetzt unsere Solidarität und Verständnis, findet Redakteur Heinz Seutter.

Rosenheim - Ja, auch mich nerven sie. Endlose Fluten an Kassenzetteln, die man seit Anfang des vergangenen Jahres bei jedem noch so kleinen Einkauf ausgehändigt bekommt. Sie sind nur ein weiterer Tropfen in dem Fass der Belastungen für den Einzelhandel aber auch die Gastronomie. Viele dürfen erst jetzt wieder öffnen. Die vielen Details, denen man als Kunde oder Gast gegenübersteht sind, trotz dem Aus für Testpflicht und Terminvereinbarung, immer noch zahlreich. Maskenpflicht, Händedesinfektion und eben die leidigen Kassenzettel.

Im Einzelhandel aber auch der Gastronomie macht man sich angesichts dessen ernsthaft Sorgen, wie nun trotz Öffnungen und Lockerungen das restliche Jahr laufen mag. Denn eine Rückkehr zum Normalbetrieb oder einer Annäherung daran ist ein ordentlicher Aufwand. Neben den ganzen Kosten um die vielfachen Anforderungen der aktuellen Zeit zu meistern gilt es auch Personal (wieder) einzustellen, Dienstpläne zu schreiben und das alles unter dem ständigen Damoklesschwert der Ungewissheit, ob die Lage weiter so gut bleibt, wie sie gerade ist.

Redakteur Heinz Seutter bittet: Lasst euren Frust über die Infektionsschutzmaßnahmen bitte nicht am lokalen Einzelhandel aus. Sowohl durch Nicht-Einkauf dort als auch durch Ablassen der Frustration gegenüber Inhabern und Personal.

Ich habe in den vergangenen Wochen und Monaten sowohl als Reporter als auch als Privatperson mit zahlreichen Gastronomen (Plus-Artikel BGLand24.de) und Einzelhändlern gesprochen (Plus-Artikel rosenheim24.de). Die andauernde Anspannung hält an, sie blicken mit Ungewissheit auf die nächste Zeit. Nun gilt‘s für uns alle: Der Wunsch nach dem Erhalt des Einzelhandels, ob in Rosenheim oder andernorts, darf kein bloßes Lippenbekenntnis sein. Auch wenn die zahlreichen Auflagen und Regeln lästig sind, freut doch auch ihr euch, wieder über den direkten, zwischenmenschlichen Kontakt beim Einkauf im Laden?

Bitte lasst euren Frust nicht an Inhabern und Personal aus!

Und damit kommen wir zu etwas, was mir besonders arg aufgestoßen ist: Nach einer der Demonstrationen gegen die Infektionsschutzmaßnahmen in Rosenheim vor ein paar Monaten erlebte ich eine sichtlich aufgebrachte Verkäuferin in einem Laden der Innenstadt. „Einer von den Demonstranten ist hier eben hereinmarschiert. Ohne Maske. Hat einen Riesenaufstand gemacht, ich musste erst mit der Polizei drohen, damit er wieder abgezogen ist. Was kann denn ich dafür? Warum muss er denn riskieren, dass ich am Ende dran bin, wenn er hier gegen die Regeln verstößt? Ich mache doch die Gesetze nicht, es ist nicht mal mein Laden, ich arbeite hier nur!“

Daher mein abschließender Appell: Auch wenn ihr euch über all die Maßnahmen und Anordnungen aufregt - Bitte, bitte lasst es nicht an den Angestellten und Inhabern im Einzelhandel aus. Einige Branchen haben es schon mehr als schwer genug gehabt. Wendet euch stattdessen bitte an eure Abgeordneten in Land- und Bundestag. Denn die können schließlich auch tatsächlich etwas bewirken.

Verfasst von Heinz Seutter (heinz.seutter@ovb24.de)

Dieser Kommentar muss nicht die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

hs

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