KOMMENTAR VON innsalzach24.DE-REPORTER Heinz Seutter

Es braucht eine Ortsumfahrung für Pürten!

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Schon jetzt ist die St2091 in Pürten eine vielbefahrene Straße. Das dürfte sich in der Zukunft erheblich verstärken.
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Derzeit setzt sich der Waldkraiburger Stadtrat für den Bau einer Ortsumfahrung für Pürten im Rahmen des geplanten Ausbaus der Staatsstraße (St) 2091 ein. Zuletzt machte sich auch Umweltminister Dr. Marcel Huber (CSU) vor Ort ein Bild der Lage und versprach seine Unterstützung für das Anliegen. Inzwischen hat er auch ein Schreiben mit ausführlichen Informationen zu den Varianten für die mögliche Ortsumfahrung erhalten. 

Mögliche Varianten für die Ortsumfahrung.

Im aktuellen siebten Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern ist die Ortsumfahrung Pürten im Zuge der Staatsstraße 2091 nur nachrangig in der sogenannten zweiten Dringlichkeit enthalten. Das Verkehrsministerium und seine nachgeordneten Staatlichen Bauämter, planen die Projekte des siebten Ausbauplans grundsätzlich in der Reihenfolge ihrer Dringlichkeit. Deshalb könne es derzeit bei der Ortsumfahrung von Pürten nicht tätig werden, so das Bayerische Verkehrsministerium gegenüber unserer Redaktion im Juni.

Der aktuelle Zustand (links) und die Pläne für den Ausbau der Staatsstraße 2091 (rechts) im Vergleich.

Sofern unvorhergesehenerweise ein höherer Verkehrsbedarf auftreten sollte, sei es zwar möglich, ein Staatsstraßenprojekt nachträglich in die erste Dringlichkeit höherzustufen. Dies jedoch nur dann, wenn im Gegenzug zum vorgezogenen Projekt dann Projekte der ersten Dringlichkeit mit vergleichbarer Kostenhöhe zurückgestellt würden, beispielsweise weil ihre vorrangige Verwirklichung durch den Freistaat Bayern nicht mehr gegeben sei oder sie aufgrund außergewöhnlicher Schwierigkeiten bei der Erlangung von Baurecht nicht innerhalb der festgelegten Laufzeit realisiert werden können. Ein entsprechendes Tauschprojekt aus der Planungsregion Südostoberbayern sei derzeit aber nicht vorgesehen.

Pürten braucht eine Ortsumfahrung!

Die Forderung nach einer Ortsumfahrung für Pürten ist mehr als berechtigt, findet innsalzach24.de-Reporter Heinz Seutter.

Doch es braucht eine Ortsumfahrung für Pürten. Ich selbst befahre die St2091 und den Abschnitt durch Pürten hindurch seit Jahren regelmäßig und kann daher den Argumenten der Befürworter einer Ortsumfahrung nur zustimmen. Denn wenn die St2091 zum Zubringer für die A94 wird, kommt es zu einem Zustand, der niemandem recht sein kann. Den Anwohnern nicht, weil sie dann einer ganz erheblichen Verkehrsbelastung ausgesetzt sein werden. Denn dann wird alles, Pendler nach München, Fracht- und Lieferverkehr und so weiter durch den Ortsteil brettern. 

"Die Beeinträchtigungen und Gefährdungen für die Pürtener Bürger durch die Ortsdurchfahrt der St 2091 nehmen zu", heißt es auch in dem Schreiben an Staatsminister Huber. Die jetzige Gefällestrecke sei aufgrund ihrer kurvenreichen Verkehrsführung, der großen Steigung und auch der unklaren und unbefriedigenden Radführung, sowie der höhengleichen Kreuzung des stark frequentierten Inn-Fernradweges eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer. "Mehrere Unfälle mit Lkws, Landmaschinen und Radfahrern in den letzten beiden Jahren sprechen eine deutliche Sprache." Daher wird dringend an Huber appelliert, sich wie versprochen einzusetzen.

Daher kann der jetzige Zustand auch jedem Autofahrer nicht recht sein. Die Ortsdurchfahrt von Pürten ist schlicht nicht als Autobahnzubringer geeignet. 

Noch kann dabei rechtzeitig gehandelt werden. Es darf nicht unterschätzt werden, welchen Zeitaufwand noch Genehmigungsverfahren und Planungen mit sich bringen werden. Pürten wird in jedem Fall noch eine Zeit eines erheblich verstärkten Verkehrsaufkommens durchmachen müssen, wenn der nächste A94-Abschnitt Ende des kommenden Jahres eröffnet wird. Aber so würde es zumindest eine dauerhafte Lösung geben. 

Verfasst von Heinz Seutter (heinz.seutter@ovb24.de)

Dieser Kommentar muss nicht die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

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