Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Diese Schutzmaßnahmen helfen

Hitzefrei: So bleiben Wohnräume auch im Sommer kühl

Ventilator an der Decke eines Wohnraums
+
Für einen angenehmen Luftzug im Sommer sorgt ein Ventilator.

Sind Wohnräume im Sommer sehr aufgeheizt und kühlen auch nachts nicht mehr richtig ab, kann das die Bewohner schnell belasten. Alltägliche Aufgaben fallen schwerer und der Schlaf ist weniger erholsam. Aber mit ein paar einfachen Tricks könnt Ihr die Hitze langfristig aussperren.

Wenn es draußen sehr heiß ist, zieht man sich gerne in die eigenen vier Wände zurück, um sich vor der Sonne zu schützen und nicht der Hitze ausgesetzt zu sein. Was aber, wenn es auch in den Innenräumen unangenehm warm wird? „Wie ich meine Wohnung oder mein Haus besser vor der sommerlichen Hitze schütze, ist ein Thema, das Verbraucher jedes Jahr beschäftigt“, weiß Meike Militz, Expertin der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Investitionen für kühle Räume: Sonnenschutz und Ventilator

Um die Wärme erst gar nicht in die Innenräume zu lassen, solltet Ihr möglichst außen am Haus einen Sonnenschutz in Form von Rollläden, Jalousien oder Markisen anbringen. Sie alle können in den meisten Fällen problemlos nachgerüstet werden. 

Laut Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern sollte man bei der Auswahl am besten auch gleich an die Sicherheit denken und sich für eine einbruchhemmende Variante mit mindestens Widerstandsklasse RC2 entscheiden. 

Vorhänge solltet Ihr tagsüber möglichst zugezogen lassen. Besonders geeignet sind helle, blickdichte Gardinen, da sie das Sonnenlicht besser reflektieren und sich weniger stark aufheizen als dunkle Stoffe.

Für einen angenehmen Luftzug sorgt ein Ventilator. Wenn Ihr dabei folgende Tipps beachtet, könnt Ihr die Kühlung Eurer Wohnung gut damit unterstützen:

  • Benutzt den Ventilator nur, wenn Ihr Euch im Zimmer aufhaltet. Er sorgt ausschließlich für einen erfrischenden Luftzug, kühlt den Raum aber nicht nachhaltig ab.
  • Stellt den Ventilator morgens oder abends ans Fenster, um den Luftaustausch zu beschleunigen. Achtet darauf, dass er die warme Luft aus dem Zimmer bläst – er sollte also mit den Rotorblättern Richtung Fenster aufgestellt sein.
  • Stellt eine Schale mit Eiswürfeln vor den Ventilator. Damit erzielt Ihr einen ähnlichen Effekt wie bei einer Klimaanlage.

Quelle: EnBW

Einfache Tricks für ein kühles Zuhause - und kostenlos

Aber auch ohne lange Vorbereitung und vor allem ohne finanziellen Aufwand schafft Ihr es mit ein paar einfachen Tricks, Eure Wohnung kühl zu halten oder die Raumtemperatur zu senken. Die Experten des Energieversorgungsunternehmens EnBW Energie Baden-Württemberg AG haben dazu einige Tipps

Zur richtigen Zeit lüften

Wenn es heiß ist, möchte man am liebsten ständig die Fenster aufreißen für einen erfrischenden Luftzug. Aber: Ist die warme Außenluft erst einmal im Raum, wird das Kühlen schwierig. Trotzdem könnt und solltet Ihr natürlich Eure Wohnung im Sommer lüften. Öffnet dafür alle Fenster morgens oder abends, wenn die Temperaturen draußen nicht so hoch sind, und sorgt so für Durchzug. Insbesondere zur Mittags- und Nachmittagszeit sollten die Fenster dann geschlossen bleiben, um die warme Luft auszusperren.

Feuchte Tücher aufhängen

Hängt ein feuchtes Handtuch oder Laken direkt vor dem Fenster oder auf einem Wäscheständer in der Wohnung auf – der Stoff gibt die Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab und hilft durch das Phänomen der Verdunstungskälte dabei, das Zimmer zu kühlen. Besonders wichtig ist es dann aber, morgens und abends gründlich zu lüften, um eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Elektrogeräte ausschalten

Fernseher, Laptop und Stereoanlage strahlen im Betrieb, aber auch noch im Stand-by enorme Wärme ab. Durch das vollständige Ausschalten Eurer Elektrogeräte im Sommer unterstützt Ihr die Kühlung der Innenräume - und spart zusätzlich Strom. Auch der Herd wirkt übrigens wie ein Heizkörper, wenn er länger in Betrieb ist. 

Übrigens: Der Trick, sich vor den geöffneten Kühlschrank zu stellen, bringt wenig. Danach muss der Kühlschrank den Kälteverlust nämlich ausgleichen, was nicht nur zu einem höheren Stromverbrauch führt, sondern ihn auch Wärme abgeben lässt.

Auf Heimtextilien verzichten

Teppiche, aber auch andere Textilien, wie etwa Kissen oder Decken auf dem Sofa, nehmen Hitze auf, die sie nach und nach an den Raum wieder abgeben. Diese Wärmequelle könnt Ihr vermeiden, indem Ihr Teppiche, Vorleger und Co während der Sommermonate in den Keller oder die Abstellkammer verbannt.

Warm duschen

Bei hohen Temperaturen träumt man eigentlich von einer kalten Dusche zur Erfrischung, aber gerade an heißen Tagen sollte man lieber warm duschen. Denn wenn Ihr kalt duscht, versucht Euer Körper danach, die Kälte wieder auszugleichen und erhöht seine Temperatur. Die Folge: Euch wird noch wärmer und Ihr schwitzt mehr.

Sollte es Euch trotz allem abends immer noch zu heiß sein zum Einschlafen, helfen ein paar kleine Tricks: Legt Eure Nachtwäsche oder die Decke vor dem Schlafengehen kurz in die Gefriertruhe. Der kalte Stoff hilft Eurem Körper beim Runterkühlen. In einem heißen Raum kann auch eine mit eiskaltem Wasser gefüllte Wärmflasche einen angenehmen Effekt haben.

Baumaßnahmen als langfristige Alternative

Um die Wärme im Sommer wirklich vollständig und dauerhaft aus den eigenen vier Wänden fernzuhalten, sind größere Bauvorhaben notwendig. Insbesondere bei Dachgeschosswohnungen oder nach Süden ausgerichteten Fassaden lohnen sie sich aber im Kampf gegen die Hitze.

Rollläden und Verglasung

Dachgeschosse sind im Sommer meist die heißesten Räume im Haus. Eine nachträgliche Wärmedämmung und Abdichtung halten die Hitze draußen. Dachflächenfenster sollten durch außenliegende Rollläden verschattet werden. Am besten ist es, die normalen Fensterscheiben gegen eine Sonnenschutzverglasung zu tauschen, damit einfallendes Licht reflektiert wird.

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden sowohl außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen als auch nachträgliche Dachdämmungen gefördert und können jeweils mit 20 Prozent der Kosten bezuschusst werden.

Kühlen mit Heizung 

Obwohl Wand- und Fußbodenheizungen eigentlich der Erwärmung des Hauses dienen, eignen sie sich mit den passenden Komponenten auch für das Kühlen der Zimmer. Dafür braucht Ihr eine Wärmepumpe, mit der Ihr unkompliziert auch kaltes Wasser durch die Heizrohre leiten und damit die Wohnung auf eine angenehme Temperatur herunterkühlen könnt.

Natürliche Klimaanlage dank Begrünung

Begrünte Fassaden kühlen Gebäude an heißen Sommertagen ab. Und sie verhindern, dass sich die Außenwände aufheizen. Dafür müssen keine teuren vertikalen Gärten mit aufwendiger Bewässerung angelegt werden. Rankhilfen, an denen Kletterpflanzen entlang wachsen, erfüllen den gleichen Zweck. Ausreichende Abstände zwischen Fassade und Rankgittern verhindern Schäden am Putz.

Auch Grünflächen auf dem Dach können eine kühlende Wirkung haben. Hier sollte man aber immer einen Experten um Rat fragen, da das Gewicht von Erde, Pflanzen und abgefangenem Regenwasser die Statik des Gebäudes beeinflusst. Besonders wichtig ist auch eine gute Abdichtung.

Bei Fragen zum baulichen Hitzeschutz könnt Ihr Euch an die Energieberatung der Verbraucherzentrale wenden. Nützliche Tipps findet Ihr auch unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

as

Kommentare