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Einleuchtende Tipps, um Energie zu sparen

Der heimliche Stromfresser: wo man zuhause ganz einfach Licht sparen kann

Collage aus Mann mit Glühbirnen, Bewegungsmelder und Haus mit Weihnachtsbeleuchtung
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Die Beleuchtung verschlingt einen großen Teil der jährlichen Stromkosten.

Dass man im Winter mehr Energie verbraucht, weil die Heizung läuft, ist jedem Verbraucher sehr bewusst. Aber auch die Beleuchtung wird in der dunklen Jahreszeit mehr und länger gebraucht. Welche Einsparmöglichkeiten sich in diesem Bereich ergeben und was jeder ganz einfach und schnell ändern kann, erfahrt Ihr hier. 

In unseren Breitengraden ist die Wintersaison relativ ausgedehnt und dunkel. Deswegen ist es lohnenswert, sich auch mit dem Thema Beleuchtung zu beschäftigen, wenn es ums Energiesparen geht. Denn Fakt ist, dass diese „einen großen Batzen der jährlichen Stromkosten verschlingt“, berichtet das Portal Heizsparer.

Die richtigen Lampen machen‘s

Die gute alte Glühbirne gibt es auf dem Markt nicht mehr. Stattdessen haben wir jetzt die Qual der Wahl zwischen Halogenlampen, Energiesparlampen und LEDs.

Die lange favorisierten Energiesparlampen stehen immer mehr in der Kritik, weil sie Schwermetalle enthalten und eine fachgerechte Entsorgung nur selten stattfindet.

LED-Lampen sind zwar recht teuer, das relativiert sich aber aufgrund ihrer langen Lebensdauer von durchschnittlich 20.000 bis 50.000 Stunden. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie ein angenehmes Licht verbreiten und nicht heiß werden, was die Brandgefahr reduziert. Sie besitzen keine gesundheitsgefährdenden Stoffe wie Quecksilber und erzielen die besten Ergebnisse in puncto Lichtqualität

Die LED Lampen werden mit einem EU-Label nach Energieeffizienzklassen kategorisiert. Da immer effizientere Modelle entwickelt werden, musste man inzwischen die Energieklassen abändern. Leuchtmittel, die noch vor kurzem Effizienzklasse A++ waren, sind jetzt Klasse C. Trotzdem sind sie für den Privatgebrauch immer noch sparsam.

Ein kleiner Trick …

Damit mehr Licht in den Wohnraum kommt, sollte er mit möglichst hellen Möbeln und hellen Wandfarben gestaltet werden. Dunkle Wandfarben und Möbel hingegen absorbieren einen Großteil des Lichts und machen Räume dunkel und ungemütlich. Dadurch braucht man Leuchtmittel mit höherer Leistung, die wiederum mehr Energie verbrauchen.

Aber: Wer sich nach seinem Umstieg auf LED bereits im Olymp der Energiesparer wähnt, sollte die möglichen Nachwirkungen nicht unterschätzen. Denn laut dem Bundesumweltamt kommt es immer wieder dazu, „dass die technisch möglichen Effizienzgewinne in der Praxis häufig nicht erreicht werden, weil das Produkt häufiger oder intensiver genutzt wird“.

Mit anderen Worten: Wer seinen Haushalt mit LED-Lampen ausstattet, laufe Gefahr, diese länger leuchten zu lassen oder mehr Lampen zu installieren. Dieser sogenannte „Rebound“- oder auch „Bumerang-Effekt“ setze ein, weil eingesparte Ressourcen „an anderer Stelle eingesetzt“ werden „und damit auch der Energieverbrauch steigen“ kann. 

Verbraucher, die sich diesen Effekt bewusst machen und entsprechend stromsparend handeln, dürfen sich auf einen deutlich niedrigeren Zählerstand freuen. Durch einen Umstieg von Glüh- und Halogenlampen auf LED-Glühbirnen könne man „bis zu 90 Prozent Energie in den Leuchten sparen“, berichtet Öko-Test.

Eine durchaus interessante Alternative für manche Räume sind Solarlampen. Sie laden sich in einer recht kurzen Zeit am Tag im Sonnenlicht auf und spenden anschließend 24 Stunden lang kostenloses Licht. Solarlampen sind perfekt geeignet für Garten-, Terrassen- oder Balkon-Beleuchtung. Aber auch für das Bad - wenn es Fenster hat - oder für das Schlummerlicht im Kinderzimmer bietet sich ein Solarmodell an.

Licht aus dank Bewegungsmelder

Um Energie zu sparen, solltet Ihr das Licht natürlich auch nur einschalten, wenn es tatsächlich benötigt wird. Und vor allem: Beim Verlassen eines Raums das Licht auch wieder ausschalten! 

Bewegungsmelder helfen, Licht effizienter zu nutzen, nämlich nur dann, wenn es gerade gebraucht wird. So schalten sie das Licht beim Betreten eines Raums automatisch ein und beim Verlassen wieder aus. 

Sie eignen sich zum Beispiel gut, um Carports, Gartenwege und Hauseingänge zu beleuchten, um in der Dunkelheit sicher an die Tür zu gehen. Auch für Kellerräume, das Treppenhaus oder ein selten benutztes Gäste-WC sind sie geeignet. Und: Automatische Bewegungsmelder lassen sich meistens erstaunlich einfach nachrüsten.

Leider haben diese automatisch gesteuerten Lampen zwei grundlegende Mängel, die sie für den Einsatz im Innenbereich unbrauchbar machen. Zum einen ist Bewegung nicht gleich Anwesenheit: Infrarot-Sensoren registrieren Bewegungen und schalten dementsprechend das Licht an. Nach einer vorher eingestellten Zeit geht die Lampe dann wieder aus. „Jeder Mann, der beim Pinkeln schon mal auf der Toilette mit Bewegungsmelder plötzlich im Dunkeln stand, wird das bestätigen. Man muss in dieser Lage mit den Armen rudern, damit das Licht wieder angeht. Ebenso wenig sind solche gesteuerten Lampen fürs Lesen geeignet”, heißt es vom Bund der Energieverbraucher.

Zum anderen der Stromverbrauch der Sensoren: Der Eigenverbrauch der Infrarot-Sensoren ist mit 2 Watt je Lampe viel zu hoch. Der Bereitschaftsverbrauch liegt bei 24 Stunden pro Tag und 365 Tagen im Jahr. Bei den meisten Lampen würde dies nicht zu einer Einsparung, sondern sogar zu einer Stromerhöhung führen.

Dimmer reduzieren den Stromverbrauch

Ein weiterer Spartipp ist der Dimmer, der zugleich für mehr Gemütlichkeit im Zimmer sorgt. Dunkelt man die Raumbeleuchtung damit runter, verbrauchen die Lampen weniger Energie. Durch die geringere Spannung im Vergleich zur Volllast, erhöht sich dadurch außerdem die Lebensdauer der Leuchtmittel.

LED-Dimmer lassen sich einfach nachrüsten. Man kann sie etwa in eine Unterputzdose integrieren oder gegen einen vorhandenen Schalter austauschen. Dieser langfristige Spartipp kostet für die Anschaffung aber natürlich erst einmal Geld.

Strom sparen auch bei festlicher Beleuchtung

Eine festliche Beleuchtung im Innenraum und an der Hausfassade gehört für viele Verbraucher unbedingt zur Weihnachtszeit. Ihr dauerhafter und großflächiger Einsatz steigert jedoch die Stromkosten

Zum stromsparenden und sicheren Einsatz von Weihnachtsbeleuchtung gibt die Verbraucherzentrale einige Tipps:

  • LED schlägt Glühlampe: LEDs haben bei gleicher Helligkeit einen 5- bis 10-mal niedrigeren Stromverbrauch als Glühlampen. „Bis zu 10 Euro pro Monat können Verbraucher einsparen, wenn sie umfassend LEDs statt Glühlampen bei Lichterketten, Baumbeleuchtung und Schwibbögen verwenden“, erklärt Joshua Jahn von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Gleichzeitig sinkt damit auch die CO2-Emission.
  • Auf Dauerbeleuchtung verzichten: „Den Stromspareffekt können Verbraucher zudem verstärken, indem sie Weihnachtsbeleuchtung mit eingebautem Timer wählen“, empfiehlt Jahn. Alternativ können sie auch eine handelsübliche Zeitschaltuhr verwenden, sodass die weihnachtliche Beleuchtung nicht dauerhaft in Betrieb ist. Generell sollte die Beleuchtung nur eingeschaltet werden, wenn sie auch jemand sehen kann.
  • Verschiedene Lichtfarben für die festliche Stimmung: LED-Lampen gibt es in verschiedenen Lichtfarben, die auf der Verpackung durch die Farbtemperatur in Kelvin (K) angegeben sind. Die Auswahl reicht von warmweißer (2.700-3.300 K) über neutrale (3.000-5.300 K) bis hin zu tageslichtweißer Lichtfarbe (5.300 K und mehr). „Viele Verbraucher bevorzugen für die weihnachtliche Stimmung eine warmweiße Lichtfarbe“, so die Empfehlung des Experten.
  • Sicherheit geht vor: „Verschiedene Siegel können Verbrauchern Aufschluss über die Sicherheit eines Leuchtmittels geben – egal ob LED, Halogen- oder Glühlampe“, so Jahn. „Verbraucher sollten sich nicht ausschließlich am CE-Zeichen orientieren“, so der Experte. Mit diesem bestätigen die Hersteller lediglich, dass sie sich selbst verpflichtet haben, geltende EU-Richtlinien einzuhalten. Als Auswahlkriterien für eine sichere Lampe eignen sich das Prüfsiegel GS (geprüfte Sicherheit), ein VDE-Prüfzeichen oder das TÜV-Siegel. Außerdem ein Zeichen für ein sicheres Produkt: Wenn auf der Verpackung Angaben zum Hersteller, zur Elektronik sowie Sicherheitshinweise zu finden sind.

Die Energieberater der Verbraucherzentralen helfen Verbrauchern, die Energieeffizienz der eigenen Weihnachtsbeleuchtung zu beurteilen, und beraten zu Neuanschaffungen. Darüber hinaus bieten sie individuelle Beratung zu Fragen zum Energiesparen an. Weitere Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenlos unter 0800-809 802 400.

Praxistipp vom Bund der Energieverbraucher

Festbeleuchtung in der kompletten Wohnung muss nicht sein! Im Durchschnitt werden fünf Prozent des Stroms für Beleuchtung verbraucht. Bei gedankenloser Vollbeleuchtung vervielfacht sich der Anteil - durch bewussten Umgang kann er halbiert werden.

as

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