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Das Wichtigste im Überblick

Mit diesen Tipps findet Ihr den passenden Strom- oder Gastarif

Eine Mehrfachsteckdose und Bargeld
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So findet Ihr den passenden Strom- oder Gastarif (Montage)

Die Strom- und Gaspreise befinden sich aktuell auf einem Rekordniveau. Aufgrund der explodierenden Kosten überlegen sich viele Verbraucher, den Anbieter zu wechseln. Mit der Wahl des passenden Tarifs könnt Ihr jährlich viel Geld sparen. In diesem Artikel erfahrt Ihr, wie Ihr bei der Tarifsuche vorgehen solltet und was dabei zu beachten ist. 

Russlands Krieg in der Ukraine und fehlende Gas-Lieferungen nach Deutschland, die damit verbunden sind, sorgen aktuell für die drastisch angestiegenen Preise auf dem Strom- und Gasmarkt. Um die Gasversorger von der Insolvenz zu schützen, hat die Bundesregierung vor kurzem die sogenannte Gas-Umlage beschlossen, die die Energiepreise zusätzlich verteuert.

Ein Ende der Teuer-Welle ist vorerst nicht in Sicht. Der Verbraucherzentrale zufolge ist davon auszugehen, dass die Preise in den nächsten ein bis zwei Jahren auf einem hohen Niveau bleiben werden. Da es in der Regel schwierig sein kann, einen attraktiven Tarif zu finden, haben wir in diesem Artikel die wichtigsten Tipps für Eure Suche gesammelt.

So könnt Ihr einen günstigen von einem teurem Tarif unterscheiden

Nutzt zum Preisvergleich die angebotenen Tarife auf den Vergleichsportalen. Liegt Euer Tarif preislich darunter, ist er eher günstig, liegt er deutlich darüber, ist es ein teures Angebot, erklärt die Verbraucherzentrale.

Überlegt Ihr, Euren Anbieter zu wechseln, so sagt dazu Finanztip, dass so ein Wechsel des Stromanbieters sich nur in dem Fall lohnen würde, wenn Euer aktueller Anbieter mehr als 40 Cent pro Kilowattstunde verlangt. Liegt Euer Strompreis darunter, sind Eure Chancen einen preiswerteren Vertrag zu finden, eher gering. 

Kürzere Vertragslaufzeiten ermöglichen mehr Flexibilität 

Bei der Suche nach einem günstigen Tarif solltet Ihr unbedingt auf die Vertragslaufzeit achten. So rät die Verbraucherzentrale, die Anbieter zu bevorzugen, bei denen eine monatliche oder eine Kündigung zum Quartal möglich ist. Auf diese Weise könnt Ihr Euch nach einiger Zeit immer noch nach günstigeren Tarifen umschauen. Grundsätzlich gilt: Je kürze die Vertragslaufzeit ist, desto mehr Flexibilität habt Ihr als Kunde. 

Tarif mit Preisgarantie: Schutz vor Preiserhöhungen?

Ein Vertrag mit der Preisgarantie stellt für viele Verbraucher eine optimale Option dar. Zwar sollte die Preisgarantie dazu dienen, Euch vor Preiserhöhungen zu schützen, trotzdem müsst Ihr beachten, dass diese den Verbrauchern nur einen eingeschränkten Schutz bieten.

Sie klammern gesetzlich regulierte Preisbestandteile, wie Netzentgelte, Steuern, Abgaben oder Umlagen aus. Verändern sich diese Preisbausteine, greift die Garantie also nicht – der Anbieter kann seine Preise trotzdem erhöhen, heißt es bei der Verbraucherzentrale. So könnt Ihr trotz eines Gas- oder Stromvertrages mit Garantie, mit Preiserhöhungen konfrontiert werden. 

Online-Tarife: Das müsst Ihr beachten

Zwar bieten solche Tarife die günstigen Angebote an, jedoch müssen die Verbraucher, die sich für diese Option entscheiden, teilweise mit einem eingeschränkten Kundenservice rechnen. Da der Kontakt zum Anbieter bei den Online-Tarifen in der Regel ausschließlich per E-Mail oder ein Kundenportal läuft, sind die persönlichen Gespräche bei der Entstehung eines Problems hingegen nicht vorgesehen.

Auch von möglichen Preiserhöhungen werden die Verbraucher in diesem Fall per E-Mail benachrichtigt. Aus diesem Grund rät die Verbraucherzentrale, einen Online-Tarif nur bewusst zu wählen. 

Vorkasse-Tarife stellen ein unnötiges Risiko für Verbraucher dar

Laut dem Geld-Ratgeber Finanztip geht Ihr mit einem Vorkasse-Tarif ein unnötiges Risiko ein. So besteht im Falle der Insolvenz für die Verbraucher die Gefahr, dass sie die gezahlten Beiträge nur noch zur Insolvenztabelle anmelden können und dazu noch den neuen Stromlieferanten bezahlen müssen. 

Öko-Tarife erweisen sich nicht immer als umweltfreundlich 

Einen günstigeren Tarif finden und damit noch die Umwelt schonen? Für viele Verbraucher klingt es besonders verlockend. Jedoch müsst Ihr beachten, dass nicht jedes Angebot, das mit „Öko“ wirbt, der Umwelt tatsächlich Vorteile bringt.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird in Deutschland vor allem über die EEG-Umlage finanziert, die Verbraucher sowieso bezahlen. Viele Ökostromtarife haben keinen darüber hinausgehenden Klimanutzen und helfen gar nicht bei der Energiewende, so die Verbraucherzentrale. 

Prämien und Bündelangebote: Nicht in die Kostenfalle tappen 

Manche Anbieter versuchen potenzielle Kunden mit Prämien oder zusätzlichen Produkten anzulocken. Dabei besteht die Gefahr, für ein solches Bündelangebot einen höheren Grundpreis zu zahlen, wenn es günstiger wäre, das Prämien-Produkt separat zu kaufen, betont die Verbraucherzentrale.

Auch von einem „geschenkten“ Abo solltet Ihr Euch nicht blenden lassen, denn dieses kann möglicherweise länger als Euer Energievertrag laufen. Deshalb solltet Ihr solche Angebote immer genau unter die Lupe nehmen.

Bonus-Tarife: Darauf müsst Ihr achten

Bei einem Bonus-Tarif solltet Ihr damit rechnen, nach einem Jahr erneut zu wechseln, denn das zweite Vertragsjahr bei solchen Tarifen meistens teurer ist, erklärt die Verbraucherzentrale. Daher wäre es ratsam, die Bedienungen für den Bonus genau zu lesen und beim Tarifvergleich den Bonus nicht einzurechnen. 

Auch dem Finanztip zufolge, ist von Tarifen mit Rabatten und Boni abzuraten, denn diese nicht immer automatisch ausbezahlt werden. So müssen Kunden bei manchen Anbietern erst die Zahlung fordern, bis sie den Bonus erhalten, oder auch mit rechtlichen Schritten drohen.

Bei Vergleichsportalen ist Vorsicht geboten

Ihr solltet den Vergleichsportalen nicht blind glauben. Zwar werben diese mit einem objektiven Vergleich der Angebote bei verschiedenen Anbietern, Ihr müsst aber beachten, dass diese eine Provision vom Stromanbieter für Vertragsabschlüsse bekommen. Deswegen lohnt es sich, einen Anbieter auf zwei verschiedenen Plattformen zu vergleichen, um sich einen genaueren Überblick über die Tarifen zu verschaffen. 

Nach neuem Anbieter suchen: Ein genauer Blick lohnt sich

Die Erfahrungen sowie die Bewertungen anderer Kunden können Euch zusätzliche Hilfe bei der Wahl des passenden Tarifs leisten.

Außerdem kann Euch die Website des Anbieters viel vom Unternehmen verraten. Scheint Euch die Website des Anbieters unseriös oder mangelhaft zu sein, solltet Ihr lieber von solchen Tarifen die Finger weg lassen. Tauchen bei einem Anbieter außerdem besonders viele negative Bewertungen auf, solltet Ihr Euch lieber nicht auf dessen Vertrag einlassen. Die Veröffentlichungen von Urteilen und Abmahnungen der Verbraucherzentralen eignen sich auch Quellen für Eure Recherche, so die Verbraucherzentrale.

Abschlagszahlung: Das müsst Ihr beachten

Die Abschlagzahlungen sind die sogenannten Abschläge, die der Anbieter von Verbrauchern monatlich verlangt. Üblicherweise handelt es sich um 12 monatliche Zahlungen, einige Anbieter nehmen allerdings auch 11 Abschläge. Teilen sich Eure voraussichtlichen Energiekosten nur in 11 Abschläge auf, ist Euer Abschlag also ein wenig höher als bei 12 Abschlägen, erklärt die Verbraucherzentrale.

Damit stellen die 12 monatliche Zahlungen im Falle einer Insolvenz eine wenig vorteilhafte Option für die Verbraucher dar. Denn bei 11 Abschlägen entsteht ein unnötig hohes Guthaben gegenüber dem Energieversorger, das Sie im Falle einer Insolvenz kaum zurückbekommen werden. Zudem sind geringere Abschläge vorteilhafter für Haushalte, die über ein geringes monatliches Budget verfügen, so die Verbraucherzentrale. Daher solltet Ihr Euch am besten für 12 Abschläge entscheiden.

ol

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