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Heizkosten senken

Sparsam heizen ohne frieren: So stellt Ihr das Thermostat richtig ein

Hand mit Taschenrechner vor Geldscheinen und Thermostat
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Das Thermostat am Heizkörper kann helfen, Energie und damit bares Geld zu sparen. (Montage)

Der Herbst hält Einzug und damit sinken die Temperaturen. Vor allem in der Früh und am Abend ist es schon ziemlich ungemütlich geworden. Viele schalten langsam die Heizung an. Aber wie heizt man effizient? Das Thermostat am Heizkörper ist dabei ein echter „Spar-Helfer”. Mit der richtigen Einstellung könnt Ihr Geld und Energie sparen.

Sobald die Temperaturen im Herbst fallen, drehen viele Menschen die Heizkörper in ihren Wohnungen und Häusern auf. Natürlich will niemand frieren! Aber Ihr solltet unbedingt auf einige Dinge achten, denn das Heizen verbraucht laut Statistischem Bundesamt mit 73 Prozent den größten Teil der Energie im Wohnbereich

Neben baulichen Maßnahmen wie Wärmedämmung kann auch bewusstes Heizen und Lüften helfen, den Energieverbrauch zu senken. Aber wie heizt man richtig und effizient?

Helferlein Thermostat: wie funktioniert es?

Ein Thermostatventil am Heizkörper besteht aus einem Ventil und einem Thermostat. Das Thermostat regelt dabei die Öffnung des Ventils abhängig von der Raumtemperatur.

Im Detail funktioniert das so: Wie heiß ein Heizkörper wird, hängt von der Menge des heißen Wassers ab, die das Ventil in den Heizkörper hineinströmen lässt. Die Menge regelt ein kleiner Stift im Ventil. Wird er zum Beispiel hineingedrückt, verkleinert sich die Öffnung des Ventils und es fließt weniger Heizwasser in den Heizkörper.

Ein Thermostat übt nun – je nach Raumtemperatur – unterschiedlich starken Druck auf diesen Stift aus. Dafür befindet sich im Thermostat zum Beispiel Gas. Wenn es warm ist, dehnt sich das Gas aus und übt Druck auf das Ventil aus: Es fließt weniger Wasser in den Heizkörper. Bei Kälte zieht sich das Gas zusammen und das Thermostatventil öffnet sich: Es fließt mehr heißes Wasser in den Heizkörper.

Was bedeuten die Zahlen und Symbole auf dem Regler?

Viele Menschen denken, dass ihre Wohnung schneller warm wird, wenn sie ihre Heizung auf die höchste Stufe fünf stellen. Doch das stimmt nicht! Die Zahlen auf dem Regler geben lediglich an, wie warm es in der Wohnung werden soll. 

Wie in jeder Betriebsanleitung zu lesen ist, steckt hinter jeder Stufe eine ziemlich konkrete Temperaturangabe (wobei diese Werte nur als Orientierung dienen, da die Einteilung nicht immer genau zutrifft und es auch Thermostat-Modelle mit einer kleineren Skala von 16 bis 24 Grad gibt):

  • Stufe 1: 12 Grad
  • Stufe 2: 16 Grad
  • Stufe 3: 20 Grad
  • Stufe 4: 24 Grad
  • Stufe 5: 28 Grad

Egal, ob Ihr den Heizkörper auf 5 oder auf 3 stellt, der Raum heizt gleich schnell auf. Nur auf 5 wird viel mehr Energie verbraucht. Denn die Stufen des Thermostatventils dienen nur der Aussteuerung der Höchsttemperatur. Ist diese erreicht, hält das Thermostat die Wärmezufuhr an.

Die Schneeflocke, die unter der Stufe 1 liegt, ist die sogenannte Frostschutzstellung. Sie verhindert im Winter, dass das Wasser in der Heizung gefriert. 

Das Sonnen-Symbol ist immer bei Stufe 3 zu finden und gibt die Grundeinstellung an: Eine Raumtemperatur von 20 Grad gilt in Wohnungen als normal.

Der Mond, der allerdings nicht auf allen Heizungen zu finden ist, befindet sich zwischen Stufe 1 und 2. Er gibt die Temperatur für die Nachtabsenkung an.

Nützliche Tipps: So stellt Ihr ein Standard-Thermostat richtig ein

  • Ihr solltet das Thermostat immer auf die gewünschte Raumtemperatur einstellen. Es bringt nichts, das Thermostat auf eine höhere Stufe einzustellen, in der Hoffnung, dass sich der Raum schneller aufheizt. Das funktioniert nicht.
  • Befinden sich mehrere Heizkörper in einem Raum, solltet Ihr alle Thermostate auf die gleiche Temperatur einstellen. So vermeidet Ihr, dass ein Thermostat unnötig weiter heizt.
  • Dreht die Thermostate nachts und vor dem Verlassen der Wohnung herunter. Gleiches gilt, wenn Ihr lüften möchtet. Sonst arbeitet die Heizung nur vergeblich gegen die kühle Zugluft an.

Quelle: Verbraucherzentrale

Und ein Extra-Tipp! Damit das Thermostat richtig arbeiten kann, solltet Ihr den Bereich rund um die Heizkörper freihalten. Diese sollten also nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. Sonst sammelt sich dahinter heiße Luft und die Thermostate regeln die Heizung wieder runter, bevor der restliche Raum warm ist. Könnt Ihr das Verdecken nicht vermeiden, sind vielleicht Thermostate mit Fernfühlern eine Lösung.

Mit der richtigen Einstellung viel Energie sparen

Nicht schlecht! Senkt Ihr die Temperatur in einem Raum um ein Grad, kann das die Heiz­kosten um etwa sechs Prozent senken. Die Ersparnis ist enorm: Wer in einem 150-Quadratmeter-Einfamilienhaus die Temperatur um ein Grad senkt, spart rund 115 Euro Gaskosten. Aber: lieber nicht zu viel einsparen! 16 Grad oder Stufe 2 sollten auch in ungenutzten Räumen das Minimum sein. Ansonsten droht Schimmelbildung.

Das sind die allgemeinen Wohl­fühl­temperaturen

Der eine fühlt sich bei 23 Grad Wohn- oder Badezimmertemperatur wohl, dem anderen reichen schon 20. Aber so unterschiedlich das Wärmeempfinden des Einzelnen auch sein mag, jedes Grad macht sich in der Heizkostenabrechnung bemerkbar. Deswegen lohnt es sich, genau hinzuschauen, wie warm man seine Räume tatsächlich heizt. 

Es müssen nicht alle Räume gleich beheizt sein. Als Orientierung für Wohl­fühl­temperaturen gelten laut Stiftung Warentest folgende Werte: im Wohn­raum 20 bis 22 Grad, in der Küche 18 bis 20 (hier heizen Herd und Kühlschrank mit), im Bad 23 Grad, im Schlaf­zimmer 16 bis 18.

In jedem Fall ist es aber ratsam, die Stufen 4 und 5 nur in Ausnahmefällen an der Heizung einzuschalten und stattdessen die Stufe 3 zu wählen. Das kostet nicht nur weniger, sondern schont auch Ressourcen und ist klimafreundlicher.

Zimmer zu kalt: So geht Ihr vor

Der Heizkörper heizt nicht ausreichend, obwohl die Heiz­anlage funk­tioniert? In diesem Fall solltet Ihr das Problem Schritt für Schritt angehen:

Das Thermostatventil: Kontrolliert als Erstes, ob das funk­tioniert. Manchmal verbessern mehr­maliges Auf- und Zudrehen oder leichtes Klopfen auf das Metall­gehäuse den Warm­wasser­durch­fluss. Strömt trotzdem kein oder nur wenig warmes Wasser durch den Heizkörper, muss ein Profi ran.

Die Zimmer­einrichtung: Wird der Heizkörper hingegen groß­flächig warm und das Zimmer bleibt dennoch relativ kühl, kann es sein, dass der Heizkörper durch Möbel, Verkleidungen oder Vorhänge zu sehr abge­deckt ist und seine Wärme nicht ungehindert in den Raum abstrahlen kann.

Die Vorlauf­temperatur: Notfalls könnt Ihr am Heizkessel eine höhere Vorlauf­temperatur einstellen. Besser: den Heizkörper gegen einen größeren austauschen oder einen weiteren installieren lassen. Die zusätzliche Heizfläche ermöglicht es, die Vor- und Rück­lauf­temperaturen zu senken. Dies kann dauer­haft die Heiz­kosten mindern.

as

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