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Energiesparen im Alltag

Wenig Aufwand, große Wirkung: So spart Ihr Energie in der Küche

Collage aus Küche mit Kühlschrank und Backofen und Spülmaschine
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In der Küche lässt sich mit den richtigen Geräten und dem entsprechenden Verhalten viel Energie sparen.

Einen großen Teil der benötigten Energie verbrauchen Privathaushalte in der Küche. Aus diesem Grund lässt sich hier auch besonders viel sparen - Energie und Geld. Mit ein paar Tricks kann man den Strombedarf in der Küche halbieren. Erfahrt hier, worauf Ihr im Detail achten solltet.

Neben dem Badezimmer ist es vor allem die Küche, wo sich mit den richtigen Geräten und dem entsprechenden Verhalten viel Energie und damit bares Geld sparen lässt.

Denn: Die größten Stromfresser stehen in der Küche: fürs Kühlen, Gefrieren, Spülen und Kochen verbrauchen sie gut 40 Prozent des Strombedarfs einer Familie.

Trotzdem ist es möglich, einiges an Strom zu sparen, ohne auf die Annehmlichkeiten solcher Geräte zu verzichten. 

Der Kühlschrank

Wie bei allen größeren Haushaltsgeräten beginnt auch beim Kühlschrank das Stromsparen schon im Geschäft. Stichwort Energie-Label: Kühlschränke mit der Kennzeichnung A+++ sind zwar in der Regel teurer als weniger effiziente Modelle. Bei einer Nutzungsdauer von 10 Jahren und mehr macht man diesen Nachteil jedoch mehr als wett, weil der Stromverbrauch zum Kühlen merklich reduziert wird.

Auch mit einigen Kniffen könnt Ihr Eurem Kühlschrank helfen, Strom einzusparen:

  • Stellt den Kühlschrank nicht neben Ofen, Herd oder Heizung, sondern nach Möglichkeit an einen kühlen, dunklen Ort. Dort muss er weniger herunterkühlen.
  • Stellt keine warmen Gerichte in den Kühlschrank.
  • Lasst stattdessen Lebensmittel aus der Gefriertruhe im Kühlschrank auftauen und nehmt ihm damit Arbeit ab.
  • Kühlt nur Lebensmittel, die es auch benötigen. Kartoffeln, Zwiebeln oder Tomaten gehören nicht dazu.

Wichtig auch: Je seltener und kürzer man die Kühlschranktür öffnet, desto weniger warme Luft gelangt hinein und muss heruntergekühlt werden. Der Strombedarf steigt natürlich umso höher, je weiter er seinen Inhalt herunterkühlen muss.

Tipps der Verbraucherzentrale:

  • Stellt die Temperatur im Kühlschrank richtig ein: 7° C im oberen Fach reichen vollkommen aus. Wenn Ihr die Temperatur um nur 1° C niedriger stellt, steigt der Stromverbrauch bereits um etwa sechs Prozent.
  • Ausnahme: Wenn Ihr sehr häufig schnell verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch nutzt, solltet Ihr die Kühlschranktemperatur auf 2°C senken. Dann halten sich die Lebensmittel länger und es kommt zu weniger Lebensmittelverschwendung.
  • Stellt die Temperatur im Gefrierschrank richtig ein: Minus 18° C sind optimal.
  • Haltet die Türen von Kühl- und Gefrierschrank nicht zu lange offen, sondern schließt sie so schnell wie möglich wieder.
  • Wenn sich im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe Eis angesammelt hat, lohnt sich das Abtauen.
  • Weniger ist mehr: Überlegt, ob Ihr zusätzliche Geräte, wie zum Beispiel einen Party-Kühlschrank im Keller, wirklich braucht.

Der Herd

Das A und O: Benutzt beim Kochen immer einen Topfdeckel. So verbraucht Ihr bis zu 65 Prozent weniger Strom oder Gas, da die Hitze weniger schnell entweichen kann. Ein geschlossener Deckel macht bei Gerichten Sinn, bei denen die Feuchtigkeit im Topf bleiben darf, wie beim Kochen von Nudeln, Kartoffeln, Eiern, Suppen oder Eintöpfen. Wenn Ihr bei Saucen die Feuchtigkeit reduzieren möchtet, solltet Ihr auf den Deckel verzichten.

Ebenfalls wichtig ist, dass Ihr die Töpfe immer auf die Herdplatte mit der jeweils passenden Größe stellt. Ist der Topf kleiner als die Platte, verbraucht Ihr unnötig Energie. Ist er zu groß, dauert das Erhitzen länger. Am besten verwendet Ihr für jedes Gericht immer den kleinstmöglichen Topf, da sich kleinere Töpfe schneller erhitzen.

Wenn Ihr Wasser erhitzen möchtet, benutzt dafür am besten den Wasserkocher. Laut der Experten der Stadtwerke Rosenheim verbrauchen Elektrokleingeräte wie Wasserkocher, Toaster oder Mikrowelle grundsätzlich weniger Strom als Ofen und Herd - und das Wasser kocht schneller. Tipp: Ihr solltet Euren Wasserkocher regelmäßig entkalken. Ein stark verkalkter Kocher benötigt bis zu zehn Prozent mehr Energie.

Wenn das Essen auf dem Herd erst einmal gekocht hat, kann man die Platte in vielen Fällen bereits ausstellen und das Essen auf der Restwärme weiter köcheln lassen. Gerade mit geschlossenem Deckel bleibt viel Hitze relativ lange gespeichert.

Eine gute Anschaffung: ein Schnellkochtopf. Er nutzt Energie viel effizienter als herkömmliche Töpfe. Durch den hohen Druck im Topf kann das Wasser auf über 100 Grad erhitzt werden, ohne zu verdampfen. So verringert sich die Kochzeit und damit der Stromverbrauch. Perfekt, um Hülsenfrüchte oder andere harte Lebensmittel weich zu bekommen.

Weitere Tipps der Verbraucherzentrale:

  • Gart Gemüse, Eier und Kartoffeln mit lediglich 1 bis 2 Zentimetern Wasser. Dabei bleiben auch die Vitamine erhalten.
  • Füllt Euren Wasserkocher nur mit der Menge, die Ihr auch tatsächlich benötigt.
  • Den Wasserkocher könnt Ihr auch nutzen, wenn Ihr zum Beispiel Wasser zum Kochen braucht.

Der Backofen

Obwohl es in vielen Rezepten und auf Verpackungen oft empfohlen wird, ist es in der Regel nicht nötig, den Backofen vorzuheizen. Klar, wenn es knusprig werden soll, kommt Ihr nicht drumherum. Bei den meisten anderen Gerichten, wie etwa Aufläufen oder Ofenkartoffeln, ist Vorheizen aber nicht notwendig. 

Wenn ein Rezept sowohl die Einstellung von Ober- und Unterhitze als auch von Umluft erlaubt, wählt immer Umluft. Dabei verteilt ein Ventilator die warme Luft gleichmäßig im Backofen, sodass Ihr eine um 20 bis 30° C Grad niedrigere Temperatur einstellen könnt. Das spart Stromkosten und ermöglicht es Euch, den Ofen mit mehreren Blechen gleichzeitig zu befüllen. Auf der Webseite der Bundesregierung heißt es dazu: „Mit der Umluftfunktion im Backofen spart man 15 Prozent Energie. Ist es möglich, auf das Vorheizen zu verzichten, spart das circa acht Prozent Strom.”

Auch wenn es köstlich riecht: Bei jedem Öffnen der Backofentür entweicht etwa ein Fünftel der Energie. Wenn also nicht unbedingt nötig, lasst die Tür lieber zu.

Die Spülmaschine

Eine Spülmaschine erleichtert definitiv den Alltag, aber leider verbraucht sie auch jede Menge Strom. Mit ein paar Kniffen könnt Ihr gegensteuern. Laut der Stadtwerke Rosenheim lassen sich bis zu 50 Prozent Energie und etwa 30 Prozent Wasser einsparen.

Ihr solltet erst spülen, wenn die Maschine voll ist. Denn egal, ob nur ein Teller drin ist oder ob sie bis zum Rand vollgepackt ist, wird immer fast genauso viel Wasser und Strom verbraucht. Zu viel Geschirr und Besteck sollte allerdings auch nicht in den Geschirrspüler geladen werden. Denn dann kommt das Wasser nicht überall hin, das Geschirr bleibt schmutzig und muss nochmal gespült werden.

Eine verkalkte Spülmaschine erhöht laut Ökotest den Stromverbrauch. Verwendet deswegen unbedingt Spülmaschinensalz, um das Wasser zu enthärten und stellt das Gerät gemäß der Betriebsanleitung auf den örtlichen Wasserhärtegrad ein. Nur bei sehr weichem Wasser ist Spülmaschinensalz überflüssig.

Wenn Eure Spülmaschine über einen Eco-Modus verfügt, benutzt das Programm so oft wie möglich. Es erhitzt das Wasser weniger stark, dafür braucht der Spülgang etwas länger. Dennoch senkt er den Stromverbrauch spürbar.

Da die Spülmaschinen die meiste Energie zum Aufheizen des Wassers benötigt, kann es sinnvoll sein, das Gerät gleich an den Warmwasseranschluss der Küche anzuschließen. So verkürzt sich auch der Spülgang und der Heizstab wird geschont, was die Lebensdauer des Geräts verlängert.

Und beim Spülen von Hand …

Ein Geschirrspüler verbraucht in der Regel deutlich weniger Wasser und somit auch weniger Energie, als dies beim Abwasch von Hand der Fall ist. Trotzdem lässt sich auch beim Handspülen Energie einsparen. Am wichtigsten: Wasser nicht unnötig laufen lassen! Wenn Töpfe und Pfannen eingeweicht werden müssen, sollte man nur kaltes Wasser und etwas Spülmittel verwenden.

Praxistipp vom Bund der Energieverbraucher

Nicht alle Küchengeräte müssen elektrisch sein: Elektrische Dosenöffner, elektrisches Brotmesser, elektrische Saftpresse - es gibt fast alles für die „moderne“ Küche. Aber: Ist ein weiteres Gerät eher eine Hilfe oder nur ein neuer Staubfänger in der Küche? Der Hang zur Elektrifizierung führt zunehmend dazu, dass die Geschicklichkeit der Hände abnimmt.

Wer stets mit der Brotschneidemaschine umgeht, kann irgendwann keine gerade Scheibe Brot mehr von Hand schneiden. Außerdem finden insbesondere Billig-Geräte aus Fernost hier massig Absatz. Zwar ist der Energieverbrauch im Betrieb meist niedrig, bedeutender ist dagegen die dem Produkt innewohnende Energie (Herstellung, Rohstoffe, Transport).“

as

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