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Förderung für Heizung

Austauschprämie für Ölheizung beantragen und bares Geld sparen

Hand mit Taschenrechner, Geldscheine und Heizungsregulierer
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Ein Austausch der Heizung spart Geld und trägt zum Klimaschutz bei.

Der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine neue, effizientere und klimafreundlichere Anlage wird mit großzügigen Prämien gefördert. Verbraucher können damit Geld sparen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz tun.

Gute Nachrichten sowohl für Hausbesitzer als auch für das Klima verspricht die Austauschprämie für Ölheizungen: Fast die Hälfte der Investitionskosten übernimmt der Staat im günstigsten Fall, wenn man seine alte Ölheizung durch ein klimafreundlicheres Heizsystem ersetzt.

Warum gibt es die Austauschprämie für Ölheizungen?

Rund die Hälfte der Öl- und Gasheizungen in Deutschland sind älter als 15 bis 20 Jahre. Sie entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik, sowohl was den Energieverbrauch als auch die Schadstoffemissionen betrifft.

Um die Treibhausgasemissionen in Deutschland weiter zu verringern, werden energetische Sanierungen besonders gefördert. So eben auch mit der Austauschprämie für Ölheizungen: Wer seine alte Heizung durch ein klimafreundlicheres Modell ersetzt, erhält seit 2020 deutlich höhere Zuschüsse. Im günstigsten Fall 45 Prozent der Investitionskosten – allerdings nur, wenn komplett auf erneuerbare Energien umgestellt wird, wie etwa mit einer Wärmepumpe oder einer Biomasse-Anlage.

Diese Prämie sei ein weiterer Schritt zum Gelingen der Energiewende, so Torsten Safarik, Präsident des für die Austauschprämie zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Der Umstieg auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien werde somit deutlich attraktiver. Für die Antragsteller habe das BAFA ein modernes und schlankes Verfahren entwickelt, so Safarik weiter.

Förderungen für Heizungsarten

Wer seine alte Ölheizung lediglich gegen eine neue Öl-Brennwertheizung austauscht, bekommt keine Förderung mehr. Nur wer diese mit erneuerbaren Energien, wie Solarthermie, Biomasse oder Wärmepumpe, ergänzt, erhält auf die erneuerbaren Komponenten eine Förderung von 30 bis 35 Prozent.

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 2000 Euro (brutto) und gefördert werden:

  • Gasbrennwert-Heizungen (Renewable Ready) mit 20 %
  • Gas-Hybridheizungen mit 30 %
  • Solarthermieanlagen mit 30 %
  • Wärmeübergabestation eines Netzes (mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 25 %) mit 30 %
  • Wärmeübergabestation eines Netzes (mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 55 %) mit 35 %
  • Wärmepumpen mit 35 %
  • Biomasseanlagen mit 35 % (bei besonders emissionsarmen Biomasseanlagen erhöht sich der Zuschuss um 5 Prozentpunkte)
  • Erneuerbare Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride) mit 35 %

Lässt man die Sanierung mit einem geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) durchführen, ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich. Die förderfähigen Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen sind gedeckelt auf 60.000 Euro pro Wohneinheit.

Kommt bald ein Verbot für Ölheizungen?

Ein komplettes Aus für Ölheizungen droht vorerst nicht. Bestehende Ölheizungen dürfen weiter betrieben werden. Aber: Nach dem Jahr 2026 ist es nicht mehr möglich, seine bestehende Ölheizung einfach nur durch eine neue zu ersetzen. Die Bundesregierung hat nämlich ein Verbot für den Einbau von neuen Ölheizungen ab 2026 beschlossen. Nur in Kombination mit erneuerbaren Energien sind Öl-Hybridheizungen auch danach noch erlaubt. Besser ist es allerdings, gleich auf erneuerbare Energien umzusteigen und dabei die Austauschprämien zu nutzen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Heizen mit Öl in den nächsten Jahren zunehmend teurer werden wird. 

Neue Heizung: Welches System ist das richtige?

So attraktiv die Austauschprämie für Ölheizungen auch ist: Diese Förderung ist nur einer von mehreren wichtigen Punkten bei der Entscheidung für ein neues Heizsystem. Ausschlaggebend ist und bleibt die Situation vor Ort. Am besten lässt man sich deshalb fachkundig beraten - von einem Schornsteinfeger, Heizungsinstallateur oder Energieberater. Der Experte analysiert die Schwachstellen des Hauses und stellt einen Sanierungsfahrplan auf. Vielleicht ist es sinnvoller, zuerst die Fassade zu dämmen. Dann muss die Heizung weniger Wärme erzeugen und kann unter Umständen eine Nummer kleiner ausfallen.

Mehr Informationen zur Austauschprämie

Die Investitionszuschüsse für energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Weitere Informationen findet Ihr auch unter www.machts-effizient.de.

as/BAFA