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Einheitliches Ladekabel für Smartphones ab Herbst 2024

Von diesem EU-Beschluss profitieren Millionen Bürger - und die Umwelt

Einheitliche Ladekabel ab 2024
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Das USB-C-Kabel soll ab Herbst 2024 der Standard für alle Smartphones und zahlreiche weitere Geräte sein.

Ab Herbst 2024 müssen alle Smartphones ein einheitliches Ladekabel, nämlich eines mit USB-C-Anschluss, haben. Am Montag, den 24. Oktober, wurde das offiziell vom Europäischen Parlament beschlossen. Deshalb profitieren davon Verbraucher und Umwelt:

Smartphone, Tablet, Bluetooth-Kopfhörer, Laptop: bislang sind wir es gewohnt, für jedes Gerät ein anderes Ladekabel mit anderem Anschluss mitzuschleppen. Auch zwischen den Geräteherstellern gibt es Unterschiede, gerade Apple ist dafür bekannt, spezielle Ladebuchsen nur für die firmeneigenen Geräte zu entwickeln. Doch damit ist demnächst Schluss. Ab Herbst 2024 müssen alle in der EU neu verkauften Smartphones, Tablets, Lautsprecher und noch viele andere elektronische Geräte eine einheitliche Ladebuchse vorweisen, nämlich einen USB-C-Anschluss. Das wurde vergangene Woche vom EU-Parlament beschlossen.

Deshalb der USB-C-Anschluss

USB-C-Anschlüsse gelten als besonders leistungseffizient. Mit ihnen können Geräte schneller geladen und mehr Daten übertragen werden. Der größte Vorteil in der Praxis ist vermutlich, dass man den Stecker – ähnlich wie den Lightning-Stecker von Apple – beidseitig verwenden kann. Dadurch werden auch der Stecker und die Ladebuchse selbst geschont, was zu einer erhöhten Langlebigkeit des Gerätes und des Kabels beiträgt.

Kabelsalat und Elektroschrott ade

Verbraucher müssen somit nicht mehr für jedes neue Gerät ein extra Ladekabel anschaffen, und können sich von dem Kabelsalat befreien - denn dann reicht in der Regel ein Ladekabel für alle wichtigen Geräte. Und die Umwelt soll von der Maßnahme ebenfalls profitieren: Laut der Deutschen Bundesregierung besitzt jeder EU-Bürger im Schnitt drei Ladekabel, jährlich fallen dadurch gut 11.000 Tonnen Elektroschrott an. Ein einheitliches Ladekabel könnte diese Umweltverschmutzung drastisch reduzieren.

Allerdings: die Vereinheitlichung der Ladebuchse gilt nur für dann neu auf den Markt kommende Elektrogeräte. Wer also vor dem Herbst 2024 ein neues Smartphone kauft, profitiert nicht von der Vereinheitlichung, auch da die Gerätehersteller keine Pflicht zur Nachrüstung alter Geräte haben. Und auch Laptops sind bislang von den einheitlichen Ladekabeln ausgenommen, erst 2026 sollen die Vorgaben für diese Geräte gelten.

Innovationsfeindlich?

Während Verbraucher und Umwelt sich freuen, gibt es Kritik vonseiten einiger Hersteller: Apple bezeichnet den Beschluss gar als innovationsfeindlich, da dadurch Ladedauer und Datenübertragung angeblich weniger effizient optimiert werden können. Doch Apple ist bereits jetzt die Ausnahme - mittlerweile statten die meisten großen Hersteller ihre Geräte schon mit dem USB-C-Anschluss aus.

fso

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