Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Energiepreis-Explosion

Angst vor der nächsten Abrechnung: Heizöl-Preise um 51,9 Prozent gestiegen

Eine Euromünze steckt in einem Heizungsthermostat, der auf einer Heizkostenabrechnung und Euro-Geldscheinen liegt.
+
Die steigenden Energiepreise machen vielen zunehmend Sorgen.

Die Energie-Preise sind innerhalb eines Jahres nahezu explodiert. Das bestätigen jetzt auch Angaben des Statistischen Bundesamtes: Verbraucherpreise seien demnach um 4,9 Prozent gestiegen. Der Sprung bei den Energiepreisen hat die Inflation in Deutschland zu Jahresbeginn auf vergleichsweise hohem Niveau gehalten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legten die Verbraucherpreise im Januar 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,9 Prozent zu. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit am Freitag eine erste Schätzung. Im Dezember 2021 hatte die Teuerungsrate bei 5,3 Prozent gelegen.

„Die Inflationsrate hat sich im Januar etwas abgeschwächt, nachdem sie im Dezember den höchsten Wert seit fast 30 Jahren erreicht hatte. Sie bleibt aber auf einem hohen Stand“, sagte der Präsident des Bundesamtes, Georg Thiel. Im Vergleich zum Dezember 2021 stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent.

Heizöl und Erdgas besonders betroffen

Zu Jahresbeginn mussten Verbraucher für Energie 20,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Vor allem Heizöl (plus 51,9 Prozent) und Erdgas (plus 32,2 Prozent) kosteten deutlich mehr. Sprit verteuerte sich binnen Jahresfrist um 24,8 Prozent und Strom um 11,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate den Angaben zufolge im Januar 2022 bei 3,2 Prozent gelegen.

Höhere Inflation - was bedeutet das?

Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro weniger kaufen können als zuvor. Angeheizt wird die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft seit geraumer Zeit vor allem von deutlich gestiegenen Energiepreisen.

Viele Ökonomen erwarten vorerst keine durchgreifende Entspannung an der Preisfront und rechnen im Schnitt des laufenden Jahres mit einer Vier vor dem Komma.

Sorge bei den Bürgern wächst

Vier von fünf Bürgern machen sich aufgrund steigender Energiepreise Sorgen wegen der nächsten Heizkostenabrechnung. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Vergleichsportals Verivox.

Dabei antworteten 34 Prozent der Teilnehmer auf die Frage, ob sie sich Sorgen machen: „Ja, sehr.“ Weitere 46 Prozent antworteten: „Ja, ein wenig.“ Die übrigen 20 Prozent machen sich nach eigenen Angaben eher keine oder gar keine Sorgen, wie Verivox am Freitag in Heidelberg mitteilte.

Viele Strom- und Gasanbieter haben in den vergangenen Monaten die Preise erhöht. Wer im Januar einen neuen Stromtarif wählen musste, zahlte laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im Schnitt 12,5 Prozent mehr als im Jahresmittel 2021 (Jahresverbrauch 3500 Kilowattstunden). Wer im Januar einen neuen Gastarif etwa für ein Einfamilienhaus abschließen musste, zahlte bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Durchschnitt 72,9 Prozent mehr als im Jahresmittel 2021.

Einmaliger Zuschuss für Bedürftige geplant

Haushalte mit geringem Einkommen sowie viele Studenten und Auszubildende sollen nach dem Willen der Bundesregierung im Sommer einen einmaligen Zuschuss zu den Heizkosten bekommen. Verivox ließ bei der Erhebung auch erfragen, ob dieser Zuschuss noch auf zusätzliche Personengruppen erweitert werden soll. 37 Prozent sind demnach der Ansicht, dass der Zuschuss unabhängig vom Einkommen an alle Haushalte gehen sollte. 46 Prozent finden, dass alle einkommensschwachen Haushalte den Zuschuss bekommen sollten. 8 Prozent halten die bisherige Planung für ausreichend, und 5 Prozent sind gegen eine staatliche Unterstützung bei den Heizkosten.

red/dpa