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Die Schummel-Tricks der Unternehmen

Gleicher Preis, weniger Inhalt: Dieses Markenprodukt ist die größte Mogelpackung im Supermarkt

Ein Mann vor einem Supermarktregal
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Gleicher Preis, weniger Inhalt: Bei diesen Produkten solltet Ihr im Supermarktregal genauer hinschauen.

Wegen steigender Energie- und Produktionskosten werden auch die Produkte in den Supermärkten immer teurer. Damit Einkäufer nicht verschreckt werden, wenden zahlreiche bekannte Unternehmen einen Trick an: Die Preise der Produkte bleiben zwar gleich, der Inhalt wird aber verringert. Hier erfahrt Ihr, bei welchen Marken Ihr in Zukunft genauer hinschauen solltet:

Vielleicht ist es dem einen oder anderen von Euch schon aufgefallen: Die Chipstüten – die davor meistens schon halb leer waren – sind noch leerer, und war in den Gummibärchenpackungen früher nicht auch mal mehr drinnen? Ihr habt Recht mit Eurem Gefühl. Die Inflation und die hohen Energiekosten schlagen auch bei der Produktion von Lebensmitteln oder Drogerieprodukten zu Buche. Damit die Einkäufer in den Supermärkten nicht vor den höheren Preisen zurückschrecken, mogeln viele Unternehmen: Sie erhöhen die Preise der Produkte nicht, verringern dafür aber die Menge des beinhalteten Produktes – die meisten von uns schauen im Supermarkt schließlich zuerst auf das Preisschild, und nur selten danach noch auf die Grammzahl. Am Ende zahlt der Verbraucher somit das gleiche Geld für weniger Inhalt – Experten sprechen von einer sogenannten „Shrinkflation“, grob übersetzt „Schrumpflation“.

Bei diesen Marken bekommt Ihr weniger für das gleiche Geld

Die Verbraucherzentrale Hamburg führt auf ihrer Website eine „Mogelpackungsliste“ und kürt regelmäßig eine „Mogelpackung des Monats“. Mit dabei ist von Katzenfutter über Weichspüler bis hin zu den altbekannten Chipstüten fast alles; Markenprodukte, aber auch Eigenmarken von Edeka, DM und Co. schummeln bei den Preisen. In den vergangenen Monaten haben die Verbraucherschützer besonders viele Mogelpackungen entdeckt.

  • Die klassische Margarine von Rama: Hat man früher für 2,19 Euro immerhin noch eine 500 Gramm Packung bekommen, sind es im September 2022 nur noch 400 Gramm zum selben Preis – das entspricht einer Preissteigerung von satten 25 Prozent.
  • Auch die Snack-Liebhaber unter Euch müssen laut der Liste tiefer in die Tasche greifen. Für 2,19 Euro hat man eigentlich eine 150 Gramm Tüte Funny Frisch Ofen Chips mit Paprika-Geschmack bekommen, jetzt haben die Chipshersteller den Inhalt auf 125 Gramm reduziert. Das bedeutet, dass Einkäufer gut 20 Prozent mehr zahlen.
  • Und auch die beliebten Haribo Gummibärchen, egal ob die klassischen Goldbären, Tropifrutti oder Color-Rado, sind teurer geworden: Für 99 Cent bekommt man jetzt nur noch 175 Gramm der Süßigkeiten, nicht mehr 200 Gramm, wie früher üblich.

Dieses Produkt ist die größte Mogelpackung

Ein bekanntes Produkt übertrifft aber mit seiner Preissteigerung alle anderen: Das Dr. Oetker Original Pudding Pulver mit Vanille- und Sahne-Geschmack. Früher wurde das in einer Viererpackung verkauft, jedes Tütchen beinhaltete 37 Gramm Puddingpulver, gekostet hat es 89 Cent. Jetzt zahlt man 99 Cent – und bekommt sogar nur mehr drei Tütchen á 37 Gramm. Dr. Oetker hat die Preise somit um fast 50 Prozent erhöht – in der Regel liegen die Preiserhöhungen nur zwischen 10 und 30 Prozent.

So erkennt Ihr Mogelpackungen schneller

Leider sind Verbraucher gegen diese heimlichen Preissteigerungen ziemlich machtlos. Mit einem geschulten Auge kann man aber so manche Mogelpackung schneller erkennen. Oft ist so eine Preis- bzw. Inhaltsveränderung nämlich verbunden mit einem Produkt-Relaunch – ein neues Design, der Verzicht auf Konservierungsstoffe oder vermeintlich andere Inhaltsstoffe lenken leicht davon ab, dass der Produktinhalt geschrumpft ist.

Auch ein genauerer Blick auf die Preisschilder an den Regalen lohnt sich. Hier ist neben dem Artikelpreis meist auch der Grundpreis des Produktes angegeben, also wieviel man hochgerechnet für ein Kilogramm des Produktes zahlen würde. Ein Vergleich dieses Grundpreises verschiedener Artikel ist oft aussagekräftiger als der Vergleich des Artikelpreises.

Und wenn Ihr Eurem Ärger über die Mogelpackungen einfach Luft machen wollt, ist es Euer gutes Recht, den Unternehmen zu schreiben. Auf der Website der Verbraucherzentrale Hamburg findet Ihr dafür einen Musterbrief, mit dem Ihr den Druck auf die schummelnden Firmen erhöhen könnt - die Kunden seid schließlich Ihr.

fso

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