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Neue Studie

Ein großer Bauchumfang erhöht das Brustkrebs-Risiko - Experte gibt Tipps

Frau misst mit einem Maßband ihren Bauchumfang
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Ein größerer Baumumfang kann das Risiko an Brustkrebs zu erkranken erhöhen. Das belegt eine neue Studie aus den USA. (Symbolbild)

Eine Studie aus den USA zeigt weitere Erkenntnisse in der Krebs-Forschung. Ein größerer Bauchumfang kann das Risiko an Brustkrebs zu erkranken erhöhen.

  • Übergewicht kann gesundheitsgefährdende Auswirkungen haben.
  • Eine Studie zeigt, dass ein erhöhter Bauchumfang das Brustkrebs-Risiko steigern kann.
  • Vor allem Frauen in den Wechseljahren sind betroffen.

Kassel - Übergewicht und zu viel Bauchfett können sich schlecht auf die Gesundheit auswirken und bergen teils verheerende Risiken. Je mehr Bauchfett, desto wahrscheinlicher können Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen auftreten. Eine neue Studie zeigt jetzt, dass ein erhöhter Bauchumfang mit einem größeren Risiko für Brustkrebs einhergeht - und das unabhängig vom Body Mass Index (BMI).

Brustkrebs gilt als häufigste Krebsart* bei Frauen. Laut Robert-Koch-Institut erkrankten im Jahr 2016 fast 69.000 Frauen in Deutschland an dem bösartigen Tumor in der Brust. Bei der Studie untersuchten Wissenschaftler aus den USA, wie sich der Taillen- und Hüftumfang sowie das Taille-Hüft-Verhältnis unabhängig BMI auf das Risiko an Brustkrebs zu erkranken auswirkte. Dafür wurden insbesondere der Status der Menopausen berücksichtigt.

Brustkrebs: Ein erhöhter Bauchumfang kann Risiko steigern

Die Menopause ist bei Frauen der letzte Zeitpunkt der Menstruation. Ein Jahr nach der Menopause beginnt die sogenannte Postmenopause, also die letzte Phase der Wechseljahre. Mit der Prämenopause beginnen die Wechseljahre einer Frau.

Für die Studie nutzten die Wissenschaftler Daten der Nurses Health Study - eine Längsschnittstudie aus den USA, die wichtige Erkenntnisse zur Ernährungskunde und Krebs-Risiken bei Frauen zeigte. Die Studie erschien im Journal des National Cancer Institute im Dezember 2020.

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Erhöhtes Risiko für Brustkrebs: Forscher untersuchen Frauen in den Wechseljahren

Unter Berücksichtigung des BMIs erkannten die Forscher, dass weder der Umfang der Taille noch der Umfang der Hüfte mit einem erhöhten prämenopausalen Brustkrebs-Risiko zusammenhingen. Also das Risiko mit Beginn der Wechseljahre an Krebs zu erkranken. Das berichtet das Deutsche Gesundheitsportal.

Beim Taille-Hüft-Verhältnis hingegen kamen die Forscher zu einem anderen Ergebnis. Nach Anpassung des BMIs konnte ein positiver Zusammenhang zum prämenopausalen Risiko für Brustkrebs festgestellt werden. Damit kann ein größerer Bauchumfang mit Beginn der Wechseljahre das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Aber auch ein erhöhter Taillenumfang in der letzten Phase der Wechseljahre geht der Studie zufolge mit einem größeren Brustkrebs-Risiko einher.

Zentrales Übergewicht kann Brustkrebs-Risiko deutlich erhöhen

Auch Dr. Kurt Laederach-Hofmann, Leiter des Adipositas-Programms an der Universität Bern, ist ähnlicher Meinung. Dabei bezieht er sich auf die Ergebnisse aus fünf Studien, in denen das Taille-Hüft-Verhältnis bezüglich Brustkrebs von 722.000 Frauen in den Wechseljahren untersucht wurde.

Besonders Frauen, die noch am Anfang ihrer Wechseljahre stehen, haben durch ein zentrales Übergewicht am Bauch ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko. Ist das Übergewicht am Körper verteilt, gibt es kein erhöhtes Risiko an diesem Krebs zu erkranken. „Als kritische Lebensphase für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas wird (neben der frühen Kindheit, Pubertät, Schwangerschaft) gerade die Menopause angesehen“, so Laederach-Hofmann.

Brustkrebs-Risiko durch erhöhten Bauchumfang: Experte rät zu gesunden Lebensstil

Die Veränderung des Hormonhaushaltes scheint dem Experten zufolge verschiedene Auswirkungen auf die Nahrungsaufnahme und die Wirkung körperlicher Aktivität zu haben. Durch die verminderte Hormonwirkung steigt das Risiko für eine Gewichtszunahme. Prävention ist daher besonders wichtig.

Laederach-Hofmann empfiehlt dementsprechend einen gesunden, aktiven Lebensstil mit regelmäßiger körperlicher Bewegung. Die Ernährung sollte ausgewogen, fettarm und ballaststoffreich sein. Frauen in den Wechseljahren sollten zudem darauf achten, „dass die tägliche notwendige Kalorienzufuhr mit jedem Altersjahr abnimmt und somit bei gleich bleibenden Ernährungsgewohnheiten eine Gewichtszunahme resultiert.“ Ein gesunder Taillenumfang kann also das Brustkrebs-Risiko vor und nach der Menopause verringern.

Erst vor Kurzem gab es einen Durchbruch in der Krebs-Forschung. Jetzt liefert ein Medikament vielversprechende Studienergebnisse. Es kann Tumorzellen absterben lassen. (Karolin Schäfer) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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