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Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

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Leserbriefe

Preisschock bei Lebensmitteln, Gas und Strom - wie sehr trifft Euch die Inflation?

Collage: Einkaufen, Tanken, Heizen: die Inflation spürt man in vielen Bereichen.
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Einkaufen, Tanken, Heizen: die Inflation spürt man in vielen Bereichen.

Der Blick auf den Kassenzettel verrät es sofort: Lebensmittel sind eindeutig teurer geworden. Und die Preise sollen sogar noch weiter steigen. So kündigte Aldi ab Montag eine deutliche Verteuerung für Fleisch, Wurst und Butter an. Die Inflation ist in Deutschland auf den höchsten Stand seit 40 Jahren, viele sehen sorgenvoll in die Zukunft.

Landkreise - „Wir werden ärmer werden“, so die ernüchternde Bilanz von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) im ZDF-heute-Journal. Für viele keine neue Botschaft: Heiz- und Energiekosten sind bereits im letzten Jahr gestiegen und auch in diesem Jahr weitergeklettert, dazu wurde Benzin und Diesel immer teurer und jetzt merkt man es schon beim Wochenkauf: auch die Lebensmittel werden immer teurer, ja sind teilweise gar nicht mehr lieferbar.

Aldi hebt die Preise nochmal an

Ab Montag (4. April) erhöht der Discounter Aldi abermals Preise. Fleisch, Wurst und Butter würden dann „deutlich teurer“, sagte Aldi-Nord-Kommunikationschef Florian Scholbeck der dpa. Grund hierfür seien höhere Preise, die Aldi seinen Lieferanten zahlen müsse. „Seit Beginn des Ukraine-Krieges gibt es Sprünge bei den Einkaufspreisen, die wir so noch nicht erlebt haben.“ Dies liegt unter anderem auch daran, dass Futter- und Düngemittel sowie Energie sich verteuert hätten. Das wiederum hätten die Landwirte bei ihrer Viehhaltung und die fleischverarbeitende Industrie zu spüren bekommen. Doch nicht nur Aldi sieht sich gezwungen zu verteuern. Aufgrund der Situation auf den Weltmärkten ließen „sich steigende Verkaufspreise in der gesamten Branche [...] nicht immer vermeiden“, teilte zum Beispiel Edeka vergangene Woche mit. Laut einer unlängst publizierten Befragung des Ifo-Instituts planen fast alle Firmen aus Deutschlands Nahrungs-Einzelhandel Preiserhöhungen.

Höchste Inflation seit 1981

Das Leben in Deutschland ist im März nochmal deutlich teurer geworden. Die Verbraucherpreise lagen um 7,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt anhand erster Daten errechnete. Das ist die höchste Inflationsrate im wiedervereinigten Deutschland. In den alten Bundesländern gab es einen so hohen Wert zuletzt im November 1981. Grund hierfür sind die Energiepreise: Sie treiben die Inflation sowohl in Deutschland als auch im Euroraum nach oben, der Ukraine-Krieg hat den Trend noch verschärft.

„Die Inflationswerte der kommenden Monate werden noch sehr starke Nerven erfordern“, prognostizierte Friedrich Heinemann vom ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. „Die Botschaft muss lauten: Der Ukraine-Krieg macht uns alle ärmer und ein Kaufkraftverlust ist ökonomisch unvermeidbar.“

Diese Lebensmittel sind besonders teuer

Neben Milch, Butter und Fleisch- und Wurstwaren sind auch Gemüsesorten wie Gurken oder Tomaten von den Teuerungen betroffen - um fast 30% mehr müssen Verbraucher hier in die Tasche greifen. Grund hierfür sind schlechte Ernten in Spanien. Auch die Preise für Raps- und Sonnenblumenöl sind rasant gestiegen, derzeit sind in diesem Bereich auch weiter Lieferengpässe zu erwarten.

Wieviel teurer ist mein Leben wirklich geworden?

Wer sich nicht nur auf sein Gefühl verlassen möchte, sondern wirklich nachrechnen will, wieviel Einkaufen, Miete, Auto und Freizeit nun mehr kosten, kann dies mit dem persönlichen Inflationsrechner des Statistischen Bundesamtes tun.

Eure Meinung ist gefragt:

Sei es beim Einkaufen, an der Zapfsäule, beim Heizen, aber auch in der Freizeit: essen gehen, reisen - alles wird nachweisbar teurer. Nicht wenige haben das Gefühl, sich das Leben trotz Vollzeitjob nicht mehr leisten zu können. Laut einer Umfrage des Kantar-Instituts im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), befürchten drei von vier Befragten, dass die Energiepreis-Krise sie in Zukunft finanziell belasten wird. Wie schätzt Ihr die Lage ein? Wie sehr spürt Ihr die Inflation im Berufs- und Privatleben? Schildert uns Eure persönliche Situation und schickt einen Leserbrief an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Inflation“ im Betreff). Neben dem Text, brauchen wir unbedingt auch Namen und Wohnort – und am besten auch ein Foto. Die Redaktion veröffentlicht die Leserbriefe samt Namen und Wohnort anschließend in einem entsprechenden Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si/dpa