Gesundheitsgefahr

Rückruf wegen Listerien von Fleischerei: Diese Produkte sind betroffen

Listerien sind Lebensmittelkeime, die besonders für Schwangere, Kleinkinder und Kranke eine Gefahr darstellen können. In einer Fleischerei wurden nun diese Bakterien gefunden.

  • Immer wieder werden gefährliche Bakterien oder Keime in Lebensmitteln gefunden.
  • So auch in einer Fleischerei, die wegen der Gefahr schließen musste.
  • Diese Produkte sind betroffen.

Weimar - In der Fleischerei „Blässe“ am Frauenplan in Weimar wurden Listerien gefunden. Die Bakterien fielen bei einer Eigenkontrolle der Fleischerei auf, berichtet ein Stadtsprecher. Die Behörde sei umgehend informiert worden. Die Filiale der Fleischerei „Blässe“ wurde vorerst geschlossen und eine Reinigung der Anlagen soll durchgeführt werden. 

Rückruf wegen Listerien: Diese Produkte sind betroffen

Zudem machte die Fleischerei mit einem Aushang auf den Rückruf der möglicherweise befallenen Produkte aufmerksam. Mit Listerien verseucht sein könnten:

  • Thüringer Knackwurst 
  • Knacker 
  • Frühstücksknacker 
  • Thüringer Salami 
  • luftgetrocknete Salami 
  • luftgetrocknete Knackwurst 
  • grobe und feine Teewurst

Betroffen sind Produkte, die ab dem 4. Dezember verkauft wurden - ausschließlich vor Ort. Wer die Produkte beim Familienbetrieb von Jens Blässe zurückgibt, erhalte eine Rückerstattung. Nach der Reinigung öffnet die Fleischerei wieder - laut Stadt sollte das Freitag der Fall sein. Allerdings dürfe dann im Laden keine Rohwurst verkauft werden, nur gebrühte Wurst und Fleisch, das vom Verbraucher vor dem Verzehr hocherhitzt wird.

Listerien: Bakterien Ursache für zahlreiche Rückrufe

Immer wieder sorgen Listerien für Rückrufe: Kürzlich musste ein Lebensmittelhersteller Weichkäse zurückrufen. In einem anderen Rückruffall herrscht sogar Angst vor Lebensgefahr - wegen verseuchtem Käse.

Große Verunsicherung herrschte auch bei einem Listerien-Fund in einer Fleischerei, bei dem Dutzenden Produkte zurückgerufen wurden. Ursache der Unsicherheit ist, dass in dem Fall nicht bekannt ist, wo die verseuchten Produkte verkauft wurden

Listerien können Durchfall, Übelkeit und Erbrechen verursachen und sind besonders für Kinder und Schwangere eine Gefahr. Nach längerer Inkubationszeit (drei Wochen) können grippeähnliche Symptome auftreten. Bei Schwangeren können fatale Folgen für das ungeborene Kind auftreten, wie Frühgeburten oder auch schwere Schädigungen. 

Deshalb warnt die offizielle Seite lebensmittelwarnung.de ausdrücklich vor dem Verzehr von Produkten, die möglicherweise von Listerien befallen sein könnten.

Gewarnt wird auch vor der Nutzung eines Verhütungsmittels - bei diesem besteht Bruchgefahr.

cw

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Pleul

Kommentare