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Vom Garten bis zum Dach

Checkliste für Hausbesitzer: So macht Ihr Euer Haus winterfest

Collage aus Mann auf Dach mit Ziegel und Fassadenriss
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Besonders wichtige Bereiche für ein winterfestes Heim sind Dach und Fassade.

Der Winter steht vor der Tür. Höchste Zeit, sich sein Eigenheim genau anzusehen und schnell noch kleinere Ausbesserungen vorzunehmen. Welche Bereiche Ihr besonders überprüfen solltet und wie Ihr dann weiter vorgeht, erfahrt Ihr hier.

Draußen wird es langsam kälter. Kein Problem, solange es drinnen warm ist. Damit es in den eigenen vier Wänden auch bei Minusgraden gemütlich bleibt, sollte man einige Vorkehrungen treffen und sein Heim winterfest machen. 

Dazu müssen mehrere Dinge erledigt werden. Die einen können Hausbesitzer selbst machen, für andere braucht es die Hilfe eines Fachmanns.

Im Mittelpunkt steht natürlich die Heizungsanlage. Eigenheimbesitzer sollten diese mindestens einmal im Jahr von einem Fachbetrieb warten und optimal einstellen lassen. Erstens ist sie dann weniger anfällig für Störungen und zweitens sinkt der Energieverbrauch.

Was ist noch wichtig für ein winterfestes Haus?

Einen ersten groben Überblick bietet eine Checkliste, die der Verband Privater Bauherren e.V. erstellt hat:

Heizung 

  • Warten lassen
  • Heizungsdruck prüfen und eventuell Wasser nachfüllen
  • Einzelne Heizkörper entlüften 
  • Heizöl nachtanken

Dach

  • Ziegel auf sicheren Sitz prüfen
  • Befestigung der Schneefanggitter checken
  • Antennen und Solaranlagen auf Standsicherheit kontrollieren
  • Beim Flachdach Gullys reinigen und Herbstlaub vom Dach entfernen
  • Moos und Verkrustungen vom Dach entfernen
  • Auch Dächer von Garage, Carports und Nebengebäuden prüfen

Fassaden, Türen und Fenster

  • Regenrinnen reinigen und Fallrohre säubern
  • Fassadenbewuchs zurückschneiden (darf nicht in Regenrinnen wachsen) 
  • Risse und Schäden im Mauerwerk reparieren (lassen)
  • Schadhafte Holzfassaden ausbessern 
  • Schadhafte Holzfenster reparieren lassen
  • Gummi-Dichtungen an Fenstern erneuern
  • Scharniere an undichten Fenstern eventuell nachspannen 
  • Dichtungslippen unter Haustüren prüfen und eventuell erneuern 
  • Undichte Fensterritzen abdichten lassen

Garten

  • Sickerschächte und Abläufe im Garten und in der Garage prüfen
  • Außentreppen: Geländer, Belag und Bedachung prüfen
  • Beläge auf Terrasse, Treppen und Wegen prüfen
  • Beleuchtung auf Gartenwegen prüfen
  • Haustür- und Hausnummernbeleuchtung prüfen
  • Gartenwasser abstellen und Gartenwasserleitungen entleeren 
  • Wassertonne entleeren
  • Springbrunnen entwässern
  • Pumpe des Springbrunnens entleeren und ins Haus holen
  • Bei Teichen bis etwa einen Meter Tiefe Fische ins Winterlager
  • Bei tieferen Teichen Eisfreihalter einsetzen
  • Gartenhäuschen reinigen 
  • Gartengeräte säubern, eventuell einfetten und trocken aufbewahren
  • Splitt, Sand und Schneeschippe bereitstellen (Schneeräumpflicht!)

Regen­rinne und Fall­rohre reinigen

Im Herbst sammelt sich viel Laub in den Dachrinnen und Fallrohren. „Ob das der Fall ist, lässt sich oftmals bei einem Blick aus dem Dachfenster überprüfen“, sagt Klaus-Peter Frenzel vom Verband Privater Bauherren (VPB). Das Laub sollte auf jeden Fall entfernt werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass Regenwasser überläuft und den Außenputz durchnässt.

Vor undichten Rinnen warnt die Stiftung Warentest: Tropft hier das Wasser permanent an die Fassade, können auch dadurch schwere Schäden entstehen. Vor allem im Winter, denn bei Kälte verdunstet die Feuchtig­keit nur lang­sam. 

Ein kleines Loch in der Regen­rinne lässt sich provisorisch relativ einfach und kostengünstig mit Alu beschichtetem Bitumen-Klebeband abdichten. Wichtig: Den betroffenen Abschnitt der Regen­rinne trocknen und säubern. Dann schneidet Ihr das ­Klebeband so zurecht­, dass es die Schad­stelle oben großzügig über­lappt. Dann erhitzt Ihr mit einem Fön Rinne und Bitumen und drückt das Band an. Tipp: am besten alte Hand­schuhe tragen, weil eventuell flüssiges Bitumen am Rand heraus­quellen kann.

Ob die Fall­rohre frei sind, könnt Ihr mit einer kräftigen Spülung aus dem Garten­schlauch überprüfen. Leichte Verstopfungen lassen sich damit auch gleich wegspülen. Wichtig: Das Fall­rohr muss sicher im Entwässerungs­rohr stecken, das in den Boden führt.

Dach auf Schäden überprüfen

Spätestens nach dem ersten Wintersturm solltet Ihr prüfen, ob noch alle Dachziegel richtig liegen und unbe­schädigt sind. Am einfachsten klappt die Über­prüfung auf nicht ausgebauten Dachböden: Einfach bei Stark­regen hoch­gehen und schauen, ob es irgendwo herein ­tropft. Kritisch ist zum Beispiel die seitliche Schorn­stein­abdichtung.

Bei gedämmten und ausgebauten Dach­geschossen liefern Wasserflecken in den Dachschrägen oder Decken Hinweise darauf, dass das Dach nicht mehr in Ordnung ist. Um das Dach selbst zu inspizieren, muss man von außen einen Blick darauf werfen. „Wenn von der Straße ein prüfender Blick nicht möglich ist, dann eventuell aus einem Dachfenster oder Gaubenfenster heraus“, sagt Bernd Redecker vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Köln.

Für ein Ziegeldach gilt: Sieht das Dach von der Oberfläche her gleichmäßig aus, fehlen keine Ziegel und sind keine Risse und Abplatzungen an den Ziegeln erkennbar, dann sind das gute Zeichen. Seid Ihr Euch aber nicht sicher, solltet Ihr einen Dachdecker zu Rate ziehen, der versteckte Gefahren für die Dichtigkeit erkennen kann.

Fassade inspizieren

Ein ganz wichtiger Bereich ist die Fassade des Hauses. Diese solltet Ihr genau auf kaputte Stellen wie Risse und Abplatzungen prüfen. Entdeckt Ihr welche, ist schnelles Handeln angesagt, denn sonst dringt Feuchtigkeit ins Gemäuer ein - besonders auf der Wetterseite. 

Kleine Schäden lassen sich oftmals schnell mit neuem Putz beseitigen. Größere Schad­stellen sollten professionell von einem Maurer oder Putzer repariert werden. „Ist die Fassade begrünt, sollten Sie die Pflanzen zurück­schneiden, damit sie nicht unter Dachziegel und in Fugen wachsen”, empfehlen die Experten der Stiftung Warentest.

Fenster, Wände und Dach abdichten - Energie sparen


Die kalte Jahres­zeit eignet sich ideal, um Zonen am und im Haus aufzuspüren, wo viel Energie verschwendet wird. Kontrollieren Sie mit einem guten Thermo­meter, wo die Außenwand besonders stark auskühlt. Mithilfe eines Räucher­stäbchens lassen sich undichte zugige Stellen an Fens­tern, Türen und Wand­verkleidungen leicht aufspüren – vor allem wenn draußen einmal ein kräftiger Wind bläst.

Fenster checken und abdichten

Der Über­gang zwischen Fassade und anderen Hausteilen bereitet oft Probleme. Hier können sich im Laufe der Zeit Spalten oder Ritzen bilden, in die Regen­wasser eindringen kann. Deswegen: Kontrolliert sorgfältig alle Anschlüsse rund ums Haus – vor allem auf der Wetterseite. „Typische Problem­bereiche sind die Rand­anschlüsse von Fens­terblechen”, heißt es von Seiten der Stiftung Warentest. 

Ob die Fenster noch dicht sind, lässt sich mit einem Trick herausfinden. Legt bei geöffnetem Fenster ein Blatt Papier auf den Rahmen. Dann schließt das Fenster und versucht, das Papier herauszuziehen. Wenn das funktioniert, sollten die Dichtungen erneuert werden.

Das könnt Ihr in der Regel selber machen: Schneidet am besten ein Stück von dem alten Dichtungsband raus und nehmt es als Muster in den Baumarkt mit. Das alte Dichtungsband müsst Ihr dann sorgfältig entfernen und die Flächen, auf die die neue Dichtung kommt, gut reinigen. Zu guter Letzt klebt Ihr das neue, auf die entsprechende Länge zugeschnittene Dichtungsband wieder ein.

Wasserleitungen überprüfen

Vor allem im Keller sollte man die Wasserleitungen checken, da er zumeist unbeheizt ist. Gibt es Rohre, die zu Zapfstellen im Außenbereich führen? Diese müssen vollständig entleert und ausgeblasen werden. Denn sonst besteht die Gefahr, dass bei Minustemperaturen das Restwasser gefriert und die Leitungen platzen.

Das gleiche Risiko besteht bei Innenräumen, die nicht ausreichend beheizt werden. Stehen in solchen Zimmern die Fenster dauerhaft auf Kipp, ist nicht auszuschließen, dass Rohre einfrieren und Schäden an Wänden und Fußböden entstehen. 

Deswegen: Auch in nicht genutzten Räumen die Heizung bei Minustemperaturen niemals auf Null stellen und außerdem regelmäßig stoßlüften!

Frostschutz im Garten

Auch Wasserleitungen im Garten solltet Ihr unbedingt entleeren, da sie sonst im Winter platzen könnten. Sie sollten spätestens beim ersten Frost abge­stellt und darüber hinaus mit Dämmmaterial eingepackt werden - mit Materialwolle oder mit PUR-Schaum-Hülsen. 

Garten­schläuche samt Zubehör solltet Ihr entleeren und wegräumen. Auch alle Wasser­behälter, die nicht als Zisterne in der Erde einge­graben sind, sollten entleert werden, damit sie bei Frost nicht bersten. Am besten dreht Ihr sie um, damit sie sich bei Regen nicht erneut füllen. Dies gilt auch für Eimer und Gieß­kannen.

Blumentöpfe aus Ton erweisen sich oft als weniger frostsicher als erhofft. Deshalb besser vorsorglich an einem trockenen Ort bei Plusgraden über­wintern lassen.

Kontrolliert auch, ob Regen und schmelzender Schnee rund ums Haus gut abfließen können. Hebt die Abdeck­gitter von Boden­abläufen hoch, damit Ihr darunter Sand und Laub entfernen könnt. Reinigt insbesondere auch die Abfluss­siebe.

Eisglätte bekämpfen - Streu­mittel bereit­stellen

Wenn Schnee fällt, sind Haus­besitzer und Vermieter für Schippen und Streuen zuständig. Wer selbst Hand anlegen will, sollte spätestens jetzt Besen, Schnee­schieber und das Streu­gut bereit­stellen. Dafür eignen sich Split, Kies, Granulat und Sand. Sie vermindern die Rutsch­gefahr - ohne die umwelt­schädlichen Wirkungen von Streusalz.

Vor sieben Uhr morgens und nach 20 Uhr muss in der Regel niemand mit der Schnee­schippe in die Kälte. An Sonn- und Feier­tagen muss nach vielen Gemeinde­satzungen erst ab 9 Uhr geräumt sein. Bei Dauer­schnee­fall oder Eisregen kann man abwarten, bis sich das Wetter beruhigt hat. 

Aber: Früheres und häufigeres Schnee schippen kann sich durch­aus lohnen, denn solange der Schnee noch nicht fest­getreten ist, lässt er sich leicht entfernen. Fegen bis zum Unter­grund ist immer der beste Schutz vor Glätte. Grund­sätzlich gilt: Je mehr Schnee Ihr wegräumt, desto besser wirken auch die Mittel gegen Glätte wie Sand und Split.

as

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