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Überraschender Zeitraum

Pfand bei Aldi, Lidl und Edeka: So lange ist ein Bon gültig

Pfandflaschen
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Pfand bei Aldi, Lidl und Edeka: So lange ist ein Bon gültig

Der Ärger ist groß, wenn man merkt, seinen Pfandbon bei Lidl, Aldi und Co. an der Kasse nicht eingelöst zu haben. Das muss nicht sein, denn die Zettel sind länger gültig als gedacht.

Gerade hat man die schweren Einkäufe nach Hause geschleppt und will die gekauften Lebensmittel verräumen, dann findet man ihn: den Pfandbon. Im dunklen Dasein des Geldbeutels oder in den Tiefen der Einkaufstasche hat er sich versteckt. Viele Supermarkt- und Discounter-Kunden fragen sich dann, ob der Pfandbon beim nächsten Einkauf noch gültig ist. 

Pfandbon bei Lidl, Aldi, Rewe und Edeka: Diese Regeln gelten für Kunden

Wer Tonnen an leeren Pfandflaschen in den Supermarkt geschleppt hat, will dafür auch mit dem Pfandgeld belohnt werden. Und dank der neuen Pfandregeln 2022 könnte sich die Summe auf dem Pfandbon noch einmal erhöhen. Umso ärgerlicher ist es also, wenn man vergessen hat, den Pfandbon an der Kasse abzugeben.

Doch den Ärger können sich die Kunden sparen. Denn ein Pfandbon von Lidl, Aldi und Co. ist länger gültig als gedacht. Er kann problemlos am nächsten Tag, beim nächsten Einkauf oder sogar noch in drei Jahren eingelöst werden. Die gesetzliche Grundlage hierfür bildet die allgemeine Verjährungsfrist (§195) des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Aldi, Lidl, Edeka und Rewe: Pfandbon ist drei Jahre gültig

Das Gesetz besagt, dass Gutscheine, Kassen- oder auch Pfandbons erst drei Jahre nach Ausstellung ihre Gültigkeit verlieren – wenn keine gesonderte Frist festgelegt wurde. Bei Pfandbons ist das aber in der Regel nicht der Fall. Meist besteht dann nach den drei Jahren sogar noch eine Übergangszeit bis Jahresende.

Wer also im April 2021 vergessen hat, seinen Kassenbon bei Aldi, Lidl oder Edeka einzulösen, hat bis Dezember 2024 Zeit, sich das Pfandgeld auszahlen zu lassen. Die Einzelhändler sich auch verpflichtet, die Pfandbons bis zur Verjährungsfrist entgegenzunehmen – wenn der Kunde alle Details beachtet hat. Denn einige Schwachstellen gibt es dennoch bei der Regelung.

Pfand bei Aldi, Lidl oder Rewe: Kann ich den Pfandbon auch in einer anderen Filiale einlösen?

Voraussetzung Nummer eins ist, dass der Pfandbon noch gut lesbar sein muss. Insbesondere der Strich- oder Barcode sowie die Adresse und das Datum sollten noch erkennbar sein. Ist das nicht der Fall, muss man auf die Kulanz der Supermärkte und Discounter hoffen oder den Kundenservice kontaktieren.

Wer den Pfandbon also versehentlich mitgewaschen hat, dürfte möglicherweise Probleme mit der Gültigkeit bekommen. Auch eine besondere Eigenschaft von blauem oder weißem Thermopapier macht so manch einem Pfandjäger einen Strich durch die Rechnung.

Thermopapier hat die Eigenart, zu verblassen. Schon innerhalb kurzer Zeit ist dann nichts mehr auf dem Pfandbon zu lesen. Die Ergo Versicherung gibt daher Supermarkt-Kunden den Tipp, den Pfandbon – oder auch andere wichtige Belege aus Thermopapier – immer zu kopieren. Dadurch erhält der Pfandzettel seine Gültigkeit.

Pfand bei Aldi, Lidl oder Rewe: Kann ich den Pfandbon auch in einer anderen Filiale einlösen?

Voraussetzung Nummer zwei ist, dass der Pfandbon nur in der gleichen Filiale eingelöst werden kann. Das heißt zum einen, dass Pfandbons von Aldi beispielsweise nicht bei Lidl oder Rewe an der Kasse vorgezeigt werden können. Zum anderen aber auch, dass Kunden das Geld nur in der Supermarkt-Filiale bekommen, in der sie auch die Pfandflaschen abgegeben haben.

Allerdings haben Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka hier auch durchaus Kulanzregelungen. Verpflichtet sind sie jedoch nicht, den Pfandbon aus einer anderen Filiale zu akzeptieren.

Händler werden laut Ergo.de jedoch nicht von ihrer Pflicht entbunden, das Pfand einzulösen, wenn sie ihr Kassensystem beispielsweise umgestellt haben und die Kasse den alten Zettel nicht mehr akzeptiert. Im Notfall muss der Supermarkt das Pfand ohne Einscannen auszahlen, indem der Kassierer die Barcode manuell eingibt. Sollte das der Angestellte nicht wissen, können Kunden ihn auf ihr Recht aufmerksam machen.

ID/red

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