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Allergieauslösende Wirkung

Sind Pflanzen im Schlafzimmer schädlich? Allergiker müssen sich in Acht nehmen

Zimmerpflanzen
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Nicht alle Zimmerpflanzen sind für Allergiker geeignet. Hier erfahrt Ihr, bei welchen Arten Ihr aufpassen solltet.

Eigentlich haben Zimmerpflanzen den Ruf, gut für das Raumklima zu sein. Das trifft aber nicht auf alle Gewächse zu – besonders hinsichtlich Allergien.

Grünpflanzen im eigenen Zuhause sorgen nicht nur für mehr Wohnlichkeit. Ihnen wird auch nachgesagt, für mehr Sauerstoff und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu sorgen – beides sehr vorteilhaft für das Raumklima. Wirkliche Luftverbesserer sind Pflanzen laut Vanessa Hörmann vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau allerdings nicht. Ihre eigene Forschung hätte ergeben, dass die Filterleistung von Zimmerpflanzen weder tagsüber noch nachts einen Effekt auf die Luftqualität in den Räumen habe. „Ein wenig kann sich auf der Wachsschicht der Blätter ablagern“, sagte Hörmann dem Nachrichtenportal ntv. „Aber dass die Pflanzen aktiv Luftschadstoffe filtern, das passiert tatsächlich eher nicht.“ Andersherum gäbe es aber Zimmerpflanzen, die der Gesundheit eher schaden, weil sie Allergien auslösen.

Allergie durch Zimmerpflanzen: Wo Ihr aufpassen solltet

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) weist darauf hin, dass Zimmerpflanzen sowohl Allergien an der Haut als auch an den Atemwegen auslösen können. Die Allergene befinden sich laut der Stiftung aha! Allergiezentrum Schweiz im Pflanzensaft und gelangen darüber an die Blattoberfläche. Von dort aus kommen sie in direkten Kontakt mit der Haut oder verbinden sich mit dem Staub, sodass sie über die Raumluft in die Atemwege aufgenommen werden. Die ersten Kontaktekzeme entstehen demnach bis zu 24 bis 71 Stunden nach direkter Berührung.

Ein Junge sitzt auf einem Stuhl und hält eine Birkenfeige.

Folgende Pflanzen sind für ihre allergieauslösende Wirkung bekannt:

  • Korbblütler – vor allem Chrysanthemen, aber auch Beifuß, Wermut, Astern, Kamille, Traubenkraut (Ambrosia) und Löwenzahn
  • Maulbeergewächse z.B. Birkenfeige und Gummibaum
  • Aronstabgewächse z.B. Einblatt, Giftaron oder Philodendronarten wie Ph. bipennifolium und Ph. Scandens
  • Spargelgewächse z.B. Yuccapalme und Drachenbaum
  • Wolfsmilchgewächse z.B. Weihnachtsstern oder Christusdorn
  • Farne, Schefflera, Wachsblume, Usambaraveilchen, Becherprimel, Orchidee

Wer bereits an einer Latexallergie leidet, sollte dem DAAB zufolge neben der Birkenfeige und dem Gummibaum auch Pflanzen wie Weihnachtssternen, Feigen, Immergrün, Kaffeepflanzen, Kakteenarten, Oleander, Maniok, Hanf und Hopfen nicht zu nahe kommen. Ihr Milchsaft enthält einen Eiweißstoff, der dem Latexallergen sehr ähnelt.

Gefahr durch Schimmelpilze bei Zimmerpflanzen?

Generell stimmt es, dass Blumenerde einen „natürlichen Lebensraum“ für Schimmelpilze darstellt, so Vanessa Hörmann vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau laut ntv. Daher gehe man in Kliniken auch auf Nummer sicher und verbietet Topfpflanzen meist komplett. Auf der Intensivstation seien selbst Schnittblumen nicht erlaubt, weil sich im Vasenwasser Pilze und Bakterien bilden können. Gesunde Menschen müssen sich in ihren eigenen vier Wänden aber keine Gedanken machen, solange sie ihre Pflanzen normal pflegen: „Wenn man nicht täglich literweise Wasser in den Topf kippt und es deshalb darin anfängt zu gammeln, muss man sich darüber im Allgemeinen keine Sorgen machen“, sagt Hörmann.

Anders sieht es bei Allergien gegen Schimmelpilze oder Hausstaub aus: Hier rät das Allergiezentrum Schweiz dazu, auf Pflanzen im Schlafzimmer zu verzichten.

Vorsicht: Diese Zimmerpflanzen sind für Kinder giftig

Beim beliebten Alpenveilchen gelten sowohl Blätter als auch Knolle als sehr giftig. Vergiftungssymptome sollen jedoch nur auftreten, wenn man die Knolle verzehrt. Symptome sind: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Magenschmerzen, Schwindel, Schweißausbrüchen oder sogar Krampfanfälle.
Beim beliebten Alpenveilchen gelten sowohl Blätter als auch Knolle als sehr giftig. Vergiftungssymptome sollen jedoch nur auftreten, wenn man die Knolle verzehrt. Symptome sind: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Magenschmerzen, Schwindel, Schweißausbrüchen oder sogar Krampfanfälle. © pixabay
Wer die Flamingoblume berührt, muss mit Rötungen und schmerzhaften Blasen rechnen. Sie besitzt winzige Nadeln, die giftigen Zellsaft in die Haut leiten.
Wer die Flamingoblume berührt, muss mit Rötungen und schmerzhaften Blasen rechnen. Sie besitzt winzige Nadeln, die giftigen Zellsaft in die Haut leiten. © pixabay
Narzissen, oder auch Osterglocken genannt, sehen harmloser aus, als sie in Wirklichkeit sind. Verschlucken Kinder Teile dieser hübschen Pflanze, drohen Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche oder Durchfall. In schlimmen Fällen können sogar Lähmungen auftreten.
Narzissen, auch Osterglocken genannt, sehen harmloser aus, als sie in Wirklichkeit sind. Verschlucken Kinder Teile dieser hübschen Pflanze, drohen Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche oder Durchfall. In schlimmen Fällen können sogar Lähmungen auftreten. © pixabay
Besonders die Zwiebeln des beliebten Rittersterns (auch Amaryllis genannt) sind giftig. Aber auch Blätter und Blüten führen unter Umständen zu Hautreizungen und Übelkeit.
Besonders die Zwiebeln des beliebten Rittersterns (auch Amaryllis genannt) sind giftig. Aber auch Blätter und Blüten führen unter Umständen zu Hautreizungen und Übelkeit. © pixabay
Wenn Kinder die sehr giftige Dieffenbachie nur berühren, setzen sie eine Reaktion in Gange, bei der Giftstoffe freigesetzt werden. Die unschöne Folge: Verletzungen an Haut und Augen
Wenn Kinder die sehr giftige Dieffenbachie nur berühren, setzen sie eine Reaktion in Gange, bei der Giftstoffe freigesetzt werden. Die unschöne Folge: Verletzungen an Haut und Augen. © pixabay
Becherprimeln kommen unschuldig daher, werden aber für Babys und Kinder schnell zur Gefahr: Hier sind alle Teile giftig, allein der Kontakt kann zu Entzündungen und Reizungen führen. Landen Teile davon im Mund, drohen Erbrechen, Durchfall und Magenschmerzen.
Becherprimeln kommen unschuldig daher, werden aber für Babys und Kinder schnell zur Gefahr: Hier sind alle Teile giftig, allein der Kontakt kann zu Entzündungen und Reizungen führen. Landen Teile davon im Mund, drohen Erbrechen, Durchfall und Magenschmerzen. © pixabay
Verzehrt ihr Nachwuchs Teile des Fensterblatts, können Schluckbeschwerden auftreten und sogar die Zunge anschwellen.
Verzehrt ihr Nachwuchs Teile des Fensterblatts, können Schluckbeschwerden auftreten und sogar die Zunge anschwellen. © pixabay
Isst Ihr Kind Teile der wunderschönen Azaleen, treten Entzündungen des Verdauungstraktes, Krämpfe, Übelkeit und Erbrechen, Durchfälle, Schweißausbrüche oder auch Störungen der Herztätigkeit auf.
Isst Ihr Kind Teile der wunderschönen Azaleen, treten Entzündungen des Verdauungstraktes, Krämpfe, Übelkeit und Erbrechen, Durchfälle, Schweißausbrüche oder auch Störungen der Herztätigkeit auf. © pixabay
Beim Gummibaum (Ficus) ist der weißliche Milchsaft der Blätter gefährlich. Die Folge: starke Bauchschmerzen und Erbrechen.
Beim Gummibaum (Ficus) ist der weißliche Milchsaft der Blätter gefährlich. Die Folge: starke Bauchschmerzen und Erbrechen. © pixabay
Zur Adventszeit haben sie Hochkonjunktur: die Weihnachtssterne. Doch halten Sie diesen Blickfang besser von Ihrem Nachwuchs fern. Bereits kleine Teile der Pflanze können die Schleimhäute im Mund stark reizen.
Zur Adventszeit haben sie Hochkonjunktur: die Weihnachtssterne. Doch halten Sie diesen Blickfang besser von Ihrem Nachwuchs fern. Bereits kleine Teile der Pflanze können die Schleimhäute im Mund stark reizen. © pixabay
Die kleinen, roten Früchte des Korallenbäumchens sehen besonders appetitlich aus und landen deshalb schnell im Mund der Kleinen. Doch Vorsicht: In schlimmsten Fällen droht Atemstillstand! Bei leichten Vergiftungen kommt es immerhin noch zu Übelkeit und Erbrechen. Auch alle anderen Teile dieser Zimmerpflanze sind giftig.
Die kleinen, roten Früchte des Korallenbäumchens sehen besonders appetitlich aus und landen deshalb schnell im Mund der Kleinen. Doch Vorsicht: In schlimmsten Fällen droht Atemstillstand! Bei leichten Vergiftungen kommt es immerhin noch zu Übelkeit und Erbrechen. Auch alle anderen Teile dieser Zimmerpflanze sind giftig. © pixabay
Bei der Stechpalme, auch Christdorn genannt, stechen zwar die Blätter, aber giftig sind sie nicht. Anders ihre roten Beeren: Sie führen bei Kindern zu Erbrechen und Durchfall.
Bei der Stechpalme, auch Christdorn genannt, stechen zwar die Blätter, aber giftig sind sie nicht. Anders ihre roten Beeren: Sie führen bei Kindern zu Erbrechen und Durchfall. © pixabay

Zimmerpflanzen, die keine Allergien auslösen

Wer nicht gegen Hausstaub oder Schimmelpilze allergisch ist und auch keine allergieauslösenden Pflanzen im Haus haben will, kann sein Schlafzimmer laut der Stiftung aha! Allergiezentrum Schweiz mit folgenden Gewächsen ausstaffieren:

  • Aloe
  • Anthurien
  • Bromelien
  • Grünlilie
  • Papyrus (Zyperngras)
  • Philodendron (Monsterer)
  • Sansevieria
  • Zamioculcas

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