Falsch beschriftet

Medikament-Rückruf: Risiko der Überdosierung - „Unverzüglich vom Verkauf zu sperren“

Die Arzneimittelkommission warnt vor einem Hexal-Medikament. Die Firma ruft das Produkt zurück. (Symbolbild)
+
Die Arzneimittelkommission warnt vor einem Hexal-Medikament. Die Firma ruft das Produkt zurück. (Symbolbild)

Das Pharma-Unternehmen Hexal ruft aktuell eines seiner Medikamente zurück. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände warnt vor Überdosierung.

  • Der deutsche Medikamenten-Hersteller Hexal ruft aktuell eines seiner Produkte zurück*.
  • Die betroffene Charge kann falsch bedruckt sein.
  • Dadurch besteht die Gefahr der unbeabsichtigten Überdosierung.

München - Die Hexal AG hat sich mit einer dringenden Arzneimittel-Meldung an Apotheker und Kunden gewandt. Das Unternehmen mit Sitz in Holzkirchen bei München ruft ein Medikament zurück, da die Verpackung falsch bedruckt sein könnte.

Betroffen von dem Rückruf  ist das Medikament L-Thyrox von Hexal in der Dosierungsstärke 100 Mikrogramm, das bei Schilddrüsen-Patienten zum Einsatz kommt, wie unter anderem die Apotheken-Zeitung berichtet. 

Medikamenten-Rückruf von Hexal: Packung falsch bedruckt

Demnach könnten bei einer Charge des Medikaments die Blister, also die durchsichtige Einzelverpackung der Tabletten, falsch bedruckt sein*. Auf der Rückseite der Blister würde statt der Wirkstoff-Angabe „100 Mikrogramm“ fälschlicherweise „25 Mikrogramm“ stehen. Alle Blister enthalten aber tatsächlich Tabletten der Stärke 100 Mikrogramm des Wirkstoffs Levothyroxin-Natrium. Auf der Faltschachtel, die die Blister enthält ist der Wert demnach korrekt vermerkt.

Betroffen sind nicht alle L-Thyrox-Packungen, sondern lediglich eine Charge. Diese erkennen Apotheker und Kunden an folgenden Merkmalen:

  • PZN: 00811744
  • Chargen-Nummer: KK2878
  • Verfallsdatum: 06/2021

Andere Chargen, Dosis-Stärken oder Packungsgrößen des Medikaments seien nicht betroffen.

Medikamenten-Rückruf: Risiko der Überdosierung besteht - „unverzüglich vom Verkauf zu sperren“

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) warnt, dass wegen des Kennzeichnungsfehlers „das Risiko der unbeabsichtigten Überdosierung“ bestehe. Eine solche Überdosierung könnte Symptome, wie sie auch bei einer Überfunktion der Schilddrüse vorkommen, nach sich ziehen.

Die AMK bittet deshalb auch alle Apotheker um die Überprüfung der Warenbestände. „Betroffene Arzneimittel sind von Apotheken und Großhandel unverzüglich vom Verkauf zu sperren“, heißt es weiter. Die erste Auslieferung der betroffenen Waren erfolgte demnach am 27. März.

Falls Kunden Packungen der entsprechenden Charge zu Hause haben, werden sie gebeten sich mit ihrer Apotheke in Verbindung zu setzen. Alternativ könnte auch der direkte Kontakt zur Hexal AG gesucht werden. Zu Bürozeiten unter der Nummer +49 (0) 800 / 439 25 27, außerhalb der Bürozeiten unter +49 (0) 2065 / 256 1665 oder per E-Mail an service@hexal.com.

Erst vor Kurzem musste Hansaplast wegen Bakterien Pflaster zurückrufen*. Bakterien fanden sich auch in einem Produkt für Babys von Bimbosan. Außerdem könnte der Verzehr eines mit Listerien befallenen Käses schlimme Folgen haben.* Bei Aldi gilt ein Rückruf für Obst, das mit Chemikalien belastet ist.

Ein Unternehmen in Franken ruft nun ein Trachten-Modell zurück, das Bayern im Schrank hängen haben könnten. Es besteht Gesundheitsgefahr. Zwar mussten die Klamotten von Curvy Model Angelina Kirsch nicht zurückgerufen werden, die Aldi-Kundinnen waren aber trotzdem sauer. Denn die Kleider waren zu klein.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnte vor einer Süßigkeit aus Taiwan. Beim Verzehr droht Erstickungsgefahr. Darüber hinaus hat eine bekannte Cola-Marke ein Produkt zurückgerufen, da durch Glasscherben Verletzungsgefahr besteht. Besonders für Schwangere besteht bei diesem Produktrückruf eine große Gefahr.

Hundesnack-Rückruf bei Edeka: Besonders große Gefahr für Herrchen und Frauchen.

Ein Produkt aus dem Sortiment des Discounters Netto wird dringend zurückgerufen. Der Rückruf wurde wegen einer Gesundheitsgefahr gestartet. In Mandeln können Salmonellen sein.

rjs

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Kommentare