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Shampoos im Test: Drei bekannte Produkte fallen durch

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Eine Frau wäscht sich unter der Dusche ihre Haare
Manche tun es täglich, andere wiederum nur einmal in der Woche: Haare waschen. ©  picture alliance / dpa | Patrick Pleul

Von gesunden und geschmeidigen Haaren träumen die meisten Menschen. Repair-Shampoos sollen diesen Traum erfüllen. Doch Öko-Test fällt ein hartes Urteil.

Manche tun es täglich, andere wiederum nur einmal in der Woche: Haare waschen. Doch Ziel sind eigentlich immer saubere und gepflegte Haare. Gerade strapazierte oder gar kaputte Haare sollen mit sogenannten Repair-Shampoos wieder auf Vordermann gebracht werden. Aber was ist an den Versprechen der Hersteller dran und wie bewertet Öko-Test die teils teuren Shampoos?

Shampoos im Test: Der Zusatz „Repair“ ist eine große Schummelei

Direkt vorweg kommt die große Enttäuschung: Der Name „Repair-Shampoo“ ist eigentlich eine große Schummelei. Denn ist das Haar einmal kaputt, lässt es sich nicht mehr reparieren – schon gar nicht mit einem Shampoo, welches nur kurz auf der Haaroberfläche verbleibt und anschließend wieder abgewaschen wird.

Sind die Keratinstränge im Inneren des Haares oder die äußere Schuppenschicht einmal beschädigt, lässt sich da nicht mehr viel dran rütteln. Was Haarpflege allerdings tun kann: Unschöne Schäden kaschieren und so zumindest den Anschein von gesunden Haaren erwecken.

Öko-Test nimmt 50 Repair-Shampoos unter die Lupe

Öko-Test hat insgesamt 50 Repair-Shampoos getestet, davon sind 18 Produkte zertifizierte Naturkosmetik. Die Preisspanne der Shampoos, berechnet auf 250 Milliliter, bewegt sich zwischen lediglich 38 Cent und stolzen 20 Euro. Die Tester haben dabei vor allem ihr Augenmerk auf die Inhaltsstoffe und Umweltverträglichkeit gerichtet. Ob die Haare nach dem Waschen nun gesünder aussehen oder sich geschmeidiger anfühlen, geht aus dem aktuellen Öko-Test (5/2022) nicht hervor.

Öko-Test hat sich bei den Shampoos vorrangig auf folgende Punkte konzentriert:

18 Produkte können „sehr gut“ oder „gut“ abräumen

Und jetzt die gute Nachricht: Immerhin erhalten von 50 getesteten Repair-Shampoos 18 Produkte die Noten „sehr gut“ oder „gut“. Für Öko-Test nicht ungewöhnlich und wie auch schon in einem Shampoo-Test für gefärbtes Haar: Die zertifizierte Naturkosmetik schneidet besonders gut ab. Die muss nicht einmal teuer sein. Einige Drogerien und Supermärkte bieten hauseigene Produkte an, die teilweise schon für unter 2,50 Euro zu haben sind.

Weniger gut in dem Testbericht kommen hingegen konventionelle Shampoos weg. Von 32 Repair-Shampoos schneiden lediglich fünf mit „sehr gut“ und „gut“ ab. Das hat vor allem einen Grund:

Shampoos mit Silikonen: Für Umwelt schädlich und nicht für alle Haare geeignet

Denn zwar hinterlässt der Inhaltsstoff Silikon einen Film auf dem Haar, der es geschmeidig, glänzend und leicht kämmbar macht. Allerdings ist dieser Stoff bei Öko-Test gar nicht gern gesehen. Denn der flüssige Kunststoff steht schon länger in der Kritik. Er gelangt nach der Haarwäsche in großen Mengen in die Umwelt und baut sich laut Öko-Test teilweise nur sehr langsam ab.

Aber auch für die Haare können Silikone zum Problem werden. Denn gerade feines Haar mit wenig Volumen kann durch zu viel Flüssigkunststoff noch an Fülle einbüßen. Der Stoff beschwert das Haar zusätzlich und lässt es platt wirken. 17 von 32 konventionellen Shampoos im Test setzen auf Silikone.

Aber auch nachgewiesene PEG/PEG-Derivate führen zu Punktabzügen bei den konventionellen Shampoos. Denn diese Inhaltsstoffe können die Haut durchlässig für Fremdstoffe machen. Auch andere Inhaltsstoffe, die allergen oder auch gewässerschädigend wirken können, bringen dicke Punktabzüge. 

Das sind die Verlierer bei Öko-Test

Vor allem drei Platzhirsche auf dem Shampoo-Markt fallen negativ mit ihren Inhaltsstoffen auf und fallen somit kurzerhand durch den Öko-Test:

Öko-Test findet Vorgehen „dreist“: Landet im Abfluss

Speziell beim Shampoo von „John Frieda“ merkt die Redaktion von Öko-Test an, dass es angesichts der „geballten Ladung synthetischer Verbindungen“ dreist sei, hauptsächlich mit „kostbaren tropischen Stoffen“ zu werben.

Und das vor allem vor dem Hintergrund, dass Argan-, Kokosnuss- und Moringaöl gemeinsam mit den anderen beworbenen Inhaltsstoffen zu großen Teilen am Ende im Abfluss landen.

ID/red

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